AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Seit ein paar Tagen, gibt es eine Unterschriftensammlung, initiert von einer Bewohnerin der Auguststraße, gegen die geplante Kunsthalle.

Petition gegen Kunsthalle Auguststrasse 68

Hier der Text:

2002 fielen dort mehrere große Bäume, wurde das Grundwasser entzogen und einige Monate fundamentiert für ein geplantes Gebäude mit Geschäftsräumen und Wohnungen. Seitdem ist nichts geschehen. aber so schnell, wie Menschen für sich denken, wachsen keine Bäume.

Wir Bewohner und Freunde der August- und anliegender Straßen können dem trojanischen Pferd in Form einer Kunsthalle weder trauen noch irgendwie sonst gelockt sein von abgeschnittenen Bäumen, Himmel, Luft, Fußball- und Parkplatz, und einem Chaos von Autos, Lieferwagen, Reisebussen und alltagsblinden Kunsttouristen. Ob mit oder ohne Wohnanteil - die geplanten goldenen Hallen werden ausschließlich dem Interesse des Investors und denen er es schmackhaft gemacht hat dienen.
Dazu die Anmerkung. dass z.B. in der Auguststr.17 Wohnungen seit bis zu 13 Jahren und im Kulturhaus Mitte Räumlichkeiten freistehen - und dort drüben ein neuer Palast?

Die Kunsthalle von zu rechnendem Ausmaß von ca. 2000 qm wird Besucher brauchen sowie deren Anfahrt. Versorgung, Unterhaltung. Bereits jetzt ist die für den hier Lebenden existentiell nötige “normale” Fortbewegung und Schlaf nicht gewährleistet aufgrund von permanenten Straßenerneuerungen, An- und Ausrangierung und Party in den Kunstwerken. Touristenverkehr für Kunst und Party, Lieferwagen und Filmteams. Damit leben wir ja! Wir haben zur letzten Biennale 2006 in der Auguststraße einen Ausnahmezustand gelebt, was für ein solches Event verstanden wird, aber kein Dauerzustand werden kann.

Die Bewohner leben hier teilweise seit mehreren Jahrzehnten und haben ein Mitspracherecht zur Gestaltung ihres Wohnortes, wo Neues umsichtig passen soll.

Wir sind gegen den Bau einer Kunsthalle auf dem Grundstück Auguststr. 68 10117 Berlin.

2007-04-01

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