
1990 – 2010 - Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Kunsthauses Kule
Di 19.01.10
Zeit : 20:00 Uhr
Ort : KuLe Theater, Auguststraße 10
Kultur im Zentrum
Was steht hinter dem Oxymoron dezentraler Kulturarbeit in Berlin-Mitte? Ist die Gentrifizierung des Stadtteiles Ausdruck von “Vermachtung des Raumes” oder ist es ein natürlicher Prozess im Zentrum der Hauptstadt des mächtigsten Staates Europas?
Ist Kultur immer Opfer oder Feigenblatt der Macht oder schaffen wir eigene Zentralität? Wie kann eine Finanzierung nicht-kommerziellen kulturellen Arbeitens aussehen, die sich rechnet?
Auf dem Podium u.a.:
Dolly Leupold, Jutta Weitz, Ulrike Steglich, Ilia Castellano
Ab 22 Uhr Performances und danach Musik
2010-01-13
Anscheinend setzt sich jetzt die Tempo-10-Zone langsam durch, in den Nebenstraßen der Spandauer Vorststadt:



2010-01-10

Ursula Wünsch war eine ”Institution” im Kiez Mulackstraße!
Sie war eine der HauptinitiatorInnen der Initiativgruppe Mulackstr. (heute: Wunschgarten e.V.), die es sich gemeinsam mit Anwohnern und Eltern der Mulackstr. zur Aufgabe gemacht haben, die 1998 noch brachliegende Fläche Mulackstr. 9 – 10 als Spielfläche für Kinder nutzbar zu machen. Für dieses und anderes Engagement hatte sie 2004 die Bezirksverdienstmedaille des Bezirksamts und der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin bekommen …
http://www.berlin.de/ba-mitte/bezirk/ehrenamt/bezirksmedaille2004.html#d
Im November musste auch Ursula Wünsch mit ihrer Spielzeugwerkstatt aus der Mulackstraße ausziehen. Die Gestalterin war seit den 70er-Jahren im Kiez verwurzelt. (…) Doch im Sommer hatte der neue Hauseigentümer die Ladenmiete von 850 auf 2.500 Euro verdreifacht - für 80 Quadratmeter in einer kleinen Seitenstraße.

In ihrem einstigen Laden gibt es jetzt Klamotten.
Über die “Gentrifizierung am Hackeschen Markt - Große Ketten verdrängen kleine Geschäfte” gab es am 30.12.2009 einen taz-Artikel von ULRIKE STEGLICH.
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/die-problemzone-mit-der-1a-lage/
2010-01-06

Der Neubau Auguststraße 68, das neue Ausstellungs- und Wohnhaus des Kunstsammlers Thomas Olbricht, ist nun fertiggestellt. Gestaltet wurde er durch das Architekturbüro Hans Dittmann, (”bemüht, um einen klare und angemessene Architektursprache”), das schon vor ein paar Jahren das dem Sportplatz-Auguststraße zugewandte Gebäude Linienstr. 161a entworfen hat.
Unter dem Label “me Berlin – moving energies – collectors room” sollen hier ab Mai 2010 auf insgesamt 1.300 m², wechselnde Ausstellungen von internationalen Kunstsammlungen präsentiert und Teile der Olbricht Sammlung ausgestellt werden: Wunderkammer - Das Sammelsurium von Thomas Olbricht.


In dem neuen Gebäude gibt es aber auch Wohnungen zu mieten, z.B. eine 230,00 m² große 5-Zimmer-Wohnung für 3.999,00 € kalt. (http://www.immowelt.de)

Der Charme der AUGUSTSTRASSE ist mit diesem Gebäude wieder ein Stück verloren gegangen …
2009-12-28


Endlich hab ich die wahren Gründe des Abrisses im Sommer in der Linienstr.216/117 erfahren. Nicht die maximale ökonomische Ausnutzung des städtischen Raumes, wie ich vermutete, ist der Grund, sondern die wertvollen Steine werden gebraucht …
Danke dem “Leute am Teute”-Blog.

2009-12-13

55 Jahre Kinder- und Jugendarbeit in der Weinmeisterstraße 15 - jetzt soll das kommunale Gebäude verkauft oder anderweitig vermarktet werden.
2010 sollen allein dem Bezirk Berlin-Mitte der kommunale Etat um 26 Millionen Euro gekürzt werden – 3,3 Millionen sollen im Kinder- und Jugendbereich eingespart werden. Darum findet jetzt die nächste Schließungswelle von Kinder- und Jugendeinrichtungen statt - die wievielte in den letzten 20 Jahren?

Das ehemalige Direktoratsgebäude Weinmeisterstraße 15 ist das einzige erhaltene Gebäude des sich ursprünglich bis zur Steinstraße erstreckenden Sophiengymnasiums. Die übrigen Gebäude wurden 1945 zerstört. An ihrer Stelle entstand Anfang der 1950er Jahre eine neue Schulanlage, die heute von der Freien Waldorfschule Berlin-Mitte genutzt wird.
Ab 1950 war dort zunächst die Berliner Oberschule für Berufstätige untergebracht, vom 1958 bis 1990 war die Weinmeisterstraße 15 das Kreispionierhaus.
Einen Neuanfang gab es 1990, das Schülerfreizeitzentrum Mitte wurde eröffnet. Dringende Sanierungsarbeiten erforderten den zeitweiligen Umzug des Schülerfreizeitzentrums in die Auguststr.21. Mit Fördermitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz erfolgte ab 1997 die umfassende Sanierung. Ab 1998 konnte das denkmalgerecht sanierte Gebäude wieder durch die kulturelle Kinder- und Jugendarbeit genutzt werden.

Blog des Bündnisses zur Rettung der Kinder- Jugendarbeit in Mitte
2009-12-07

Die vielen Modeläden verändern die Spandauer Vorstadt. Sie zahlen Mieten, die selbst ein Gastronom nicht mehr aufbringen kann. In die Auguststraße 28 (Galerie Rossella Junck) ist jetzt auch ein Modegeschäft eingezogen.
In dieser Gegend darf es anscheinend einen Umsonstladen, wie im Hausprojekt Brunnenstr.183, nicht mehr geben.

Da räumt man gleich auch Mieter mit Vertrag und macht das Haus unbewohnbar.

Uniform-Modeschau am Donnerstag Abend:



Es gibt viele Menschen die was gegen diese Entwicklung haben


2009-11-28

