Am Samstag dominierten am Hackeschen Markt mal nicht Touristen und Einkaufswütige - es trafen sich tausende Menschen um gegen eine Demonstration von rechten Gruppen in Berlin-Mitte zu demonstrieren.



Diese trafen sich am Washington-Platz vor dem Berliner Hauptbahnhof unter dem Motto „Merkel muss weg“, da nach Ansicht dieser Gruppen Merkel eine von den USA und den Rothschilds gesteuerte „Volksverräterin“ sei, die die Grenzen öffnete, um den Bevölkerungsaustausch voranzutreiben.


Der Aufmarsch von knapp 2000 Teilnehmern wurde von einem großen Aufgebot der Berliner Polizei durchgesetzt.
Fast die gesamte Bandbreite der rechtsextremen Szene war dort vertreten: die neurechte Identitäre Bewegung (IB), die rechtsextreme Partei Der III. Weg, Reichsbürger, Hooligans und Rechtsautonome.


Durch die Strategie der strikten räumlichen Trennung zwischen Neonaziaufmarsch und Gegendemonstranten ermöglichte es die Polizei, daß die Demonstration bis zu ihren Zielort Bahnhof Friedrichstraße laufen konnte.

“Die Berliner Polizei ging unter anderem vor dem Bundeskanzlerinnenamt mit unverhältnismäßiger Schärfe gegen den antifaschistischen Protest vor. Steffen Schmidt, Sprecher von Berlin Nazifrei, sagt hierzu: „Wir verurteilen das gewalttätige Vorgehen der Polizei gegen die Teilnehmer*innen der Demonstration von Berlin Nazifrei. Der massive Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken ist durch nichts zu rechtfertigen. Wieder einmal zeigt sich, dass Henkels Sicherheitskonzept darauf ausgelegt ist antifaschistischen Protest gewaltsam zu unterbinden. In Zeiten von Asylrechtsverschärfungen, staatlichem Rassismus und rechter Gewalt sind Antifaschismus und Antirassismus notwendiger denn je.”
Pressemitteilung 07.05.2016: Berlin Nazifrei verurteilt das gewaltsame Vorgehen der Polizei
http://nazifrei.berlin/2016/05/07/pressemitteilung-07-05-2016-berlin-nazifrei-verurteilt-das-gewaltsame-vorgehen-der-polizei/


Die City Ost wurde quasi zum Sperrgebiet und das Recht in Sicht- und Hörweite von rechten Demontrationen zu protestieren wurde wieder durch die Polizei verwehrt.
2016-05-08
