
Karte: Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter ODbL
“Szenekiez Oranienburger Straße - Die Magie wird mit Baustellenplanen erstickt” titelte die Berliner Zeitung diese Tage.
“Die Szenemeile der Neunzigerjahre gleicht im Moment einer Larve, die zur Puppe geworden ist. Alles scheint erstarrt unter Folien und Baustaub. Das alte Flair ist weg, ein neues Gesicht noch nicht zu erkennen. Und wann genau die Großprojekte fertig sind, die Immobilienentwickler hier realisieren, dazu schweigen Planer und Architekten.”
Es geht um das Areal zwischen Spree und Oranienburger Straße was der Investor Freiberger schon ab 2001 erwarb und von ihm ‘Forum Museumsinsel’ genannt wird. Es geht um das Tachesles-Areal und um das ehemalige Postfuhramt:
“Auch aus der Politik kommen kritische Stimmen. „Es ist mir unverständlich, warum in einigen Gebäuden der Oranienburger Straße seit so vielen Jahren Stillstand herrscht“, sagt Stefan Evers, Sprecher für Stadtentwicklung in der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Evers plant eine Anfrage an den Senat, der im Gespräch mit der Berliner Zeitung auf den Bezirk verweist. Dessen Baustadtrat Ephraim Gothe wiederum sagt in Bezug auf das Postfuhramt entschuldigend, man erteile bei privaten Projekten eben bloß eine Baugenehmigung und erhalte irgendwann einen Fertigstellungsbericht. Gothe berichtet zumindest, dass Biotronik zuletzt einen offenen Eingang von der Oranienburger Straße, Läden und Restaurants geplant habe. Von dem Konzern selbst: Kein Kommentar.”
Das diese historischen Gebäude alle einst im Eigentum des Bundes oder der Universitätsklinik Charité waren und von diesen an Privatinvestoren verkauft wurden, verrät der Artikel nicht.
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/szenekiez-oranienburger-strasse-die-magie-wird-mit-baustellenplanen-erstickt-31470858
siehe auch:
/die-verkaufte-mitte
2018-10-23

Die Bauarbeiten im ehemaligen Haupt-Telegrafenamt an der Oranienburger Straße gehen weiter. Inzwischen ist auch das ehemalige Logenhaus eingerüstet.

Wie die Zukunft der deutschlandweit einmaligen Rohrpostzentrale aus sieht, die bis 1976 funktionierte, ist wohl unklar, wie die Morgenpost im September berichtete: “… der Architekt Michael Richter, der ein 120-Seiten-Konzept für den konservatorischen Umgang mit der Anlage erstellt hatte, beurteilen das Verhalten des Immobilieninvestors [Freiberger] mittlerweile als „semifeudal“.
(…) Die für Bau- und Kunstdenkmalpflege zuständige Mitarbeiterin des Landesdenkmalamts versichert außerdem: „Denkmalfachliches Ziel ist es, dieses bedeutende Industriedenkmal in seiner gesamten Funktionsweise für Besucher nachvollziehbar zu präsentieren.“ Eindeutig festlegen, dass die Rohrpostzentrale allgemein öffentlich zugänglich ist, will sich Sybille Haseley [Landesdenkmalamt Berlin] nicht. „Es ist davon auszugehen, dass die Anlage besichtigt werden kann“, heißt es vage.”

Bundesarchiv, Bild 183-12753-0003 / Martin / CC-BY-SA 3.0
Die Maschinenstation des HTA. Hier treffen die Büchsen mit der Rohrpost von den einzelnen Ämtern ein und werden zu den jeweiligen Bestimmungsämtern weiterbefördert.
siehe auch:
https://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article215244033/Rohrpostanlage-in-Mitte-Bauplaene-noch-ungewiss.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Rohrpost_in_Berlin
/das-dach-des-haupttelegrafenamtes
2018-10-11
Der ‘Tag der deutschen Einheit’ 2018 ist wohl, wenn aus dem sächischen Pegida-Umfeld und aus anderen Bundesländern angereiste Marschierer mit Fahnen und sächischen Volksliedern und DEUTSCHLAND-DEUTSCHLAND-überalles-Gesang durch Berlin-Mitte ziehen.
“Ich hatte lange keine Demo, die so spaßig war (…) weil wir nahezu ungestört durch ihre rotgrün versifften Kieze marschieren, sie können uns nichts entgegenstellen.”
Der Volksredner Sven Liebich aus Halle, bei einem Redebeitrag in der Torstraße.

Quelle: youtube
2018-10-03
