Schon in den 1990er Jahren begrünten Nachbarn in der Tucholskystraße ihren Gehweg. Fotografien des begrünten Trabis dienten als Berlin-Postkarten oder als SPD Werbung.

Letzte Woche lies das Bezirksamt Berlin Mitte “ungenehmigte Baumpflanzungen” in der Tucholskystraße entfernen, von Bewohnern aufgestellte Pflanzenkübel nahmen sie auch gleich mit.
Dazu die Anwohner:
“WIR LEBEN HIER
Wir, die Bürger und Anwohner der Tucholskystraße (Berlin-Mitte), sind fassungslos und entsetzt über die „Baum ab”-Aktion, die der Bezirksbaustadtrat von Berlin-Mitte, Herr Spallek (CDU) am Montag, den 17.02.2014, angeordnet hat. „Weg mit dem Grün in der Tucholskystraße!”
8.00 Uhr. Ein Konvoi von Baufahrzeugen in der Tucholskystraße. Völlig unvorbereitet wurden wir Anwohner erst durch das Getöse der Motorsägen auf das Geschehen aufmerksam. Bevor man begriff, was da vor sich ging, hatte man bereits gezielt die Baumkronen unser Bäume in der Tucholskystraße gekappt, um jedmögliche Rettung der Bäume auszuschließen. Fünfzehn Minuten später gab es die Bäume nicht mehr. Auch die Pflanzenkübel mit Flieder, Ranunkelsträuchern und Blumen, die nicht nur uns Anwohner erfreuten, wurden abtransportiert.
Es mag sein, dass die Baumpflanzungen nicht offiziell genehmigt waren, wie es in der Pressemitteilung vom 13.2.2014 heißt. Nichtsdestotrotz sind sie über viele Jahre geduldet worden. Die Bäume und Pflanzen, die hier zum Teil schon über 10 Jahre standen, sind von uns Anwohnern liebevoll gepflegt worden, haben etwas Grün in eine ansonsten graue Straße gebracht und wurden tagtäglich von Dutzenden Touristen bewundert und fotografiert.”

Darum hat sich jetzt eine Initiative gebildet, ‘Tucholsky Grün’, leider nur über Facebook: https://www.facebook.com/pages/Tucholsky-Gr%C3%BCn/354758317996217

© Tucholsky Grün’


2014-02-26

Die SAP-Geschäftsstelle in der Rosenthaler Straße hat es nicht leicht: zum x-ten Mal wurden die Fenster durch Steinwürfe, zu letzt im November 2013, beschädigt.
Wahrscheinlich hat man jetzt keine Lust mehr die teuren Rundglasscheiben zu ersetzen.


© Bundeswehr
Die “strategische Partnerschaft zwischen Bundeswehr und der SAP AG, unter partnerschaftlicher Aufteilung der Entwicklungskosten” für “operative Steuerungs- und Reportingaufgaben inkl. Einsatzreporting” und “Entwicklung neuer Funktionen für Streitkräfte und deren Integration in marktverfügbare SAP-Standardsoftware” und andere Softwareentwicklungen von SAP zur Überwachung, machen das repräsentative Gebäude zur Angriffsfläche in Berlin.
Die Touristen die vorbei laufen wundern sich nur im schicken Mitte …
siehe auch:
Mit SAP in den Einsatz ! Oberst M. Hauschild, Bundeswehr (pdf)
http://de.wikipedia.org/wiki/SASPF
2014-02-20

gesehen in der Auguststraße
2014-02-10

Kaum eine Straße hat sich die letzten Jahre durch Neubauten so stark verändert wie der Abschnitt der Linienstraße zwischen Gormannstraße und Alte Schönhauser Straße.
Gebaut wurden die heutzutage üblichen Plattenbauten mit unterschiedlichen angeklebten Fassaden, oft mit Eigentumswohnungen oder hochpreisigen Mietwohnungen, die den Mietpreisspiegel in der Gegend weiter in die Höhe treiben.
In dem laut Denkmalschutzgesetz Berlin geschützten Denkmalensemble Spandauer Vorstadt sind diese Bauten durch Maximierung der baulichen Ausnutzung zu groß geraten und sprengen die kleinteilige Struktur der Gegend eklatant.


siehe auch:
/neubauten-im-denkmalkontext-linienstrasse-219
2014-02-09
