
Der Künstler Bernd Langer, Initiator von KuK (Kunst und Kampf), veranstaltet einen Stadtrundgang zur politischen Geschichte Berlins. Diese Tour führt durch das Scheunenviertel, das Anlaufstelle für ärmere, aus Osteuropa eingewanderte Juden und in den 1920er-Jahren ein Ort des Widerstands war.
Das Scheunenviertel war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der verrufensten Gegenden Berlins. Bekannt für seine vor allem aus Osteuropa eingewanderten Juden und geprägt von Armut, Kriminalität und Prostitution, wurde es auch „Mulackei“ (nach der Mulackstraße) genannt. Mit dem angrenzenden alten Garnisonfriedhof, findet sich hier aber auch ein kulturelles Erbe, das weiter in die Geschichte zurückreicht.
Das Viertel war immer auch ein Ort des Widerstandes. Während der Revolution 1918/1919 kam es hier zu Kämpfen mit Freikorps und das Karl-Liebknecht-Haus am Bülowplatz (heute Rosa-Luxemburg-Platz) war die Zentrale der KPD. Zwar hat sich das Stadtviertel inzwischen deutlich gewandelt, aber Zeugnisse seiner bewegten Vergangenheit lassen sich noch vielerorts finden.
19.05.2012 | 12 - 14 Uhr | Stadtführung im Rahmen der 7. Berlin Biennale

Straßenszene im ‘Scheunenviertel’, 1933, Fotograf P.Buch
Das Jüdische Museum Berlin zeigt noch bis 15. Juli 2012 die Ausstellung
Berlin Transit, Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren
http://www.jmberlin.de/berlin-transit/uebersicht.php

Die hebräische Buchhandlung Meir Gonzer und die Krakauer Fleischhalle in der Grenadierstraße, unbekannter Fotograf

Razzia 1920, unbekannter Fotograf

Abtransport Verdächtiger 1920 nach einer Razzia gegen das ‘Schieberunwesen’, unbekannter Fotograf
siehe auch:
/spandauer-vorstadt/scheunenviertel/
2012-05-17

Zur Zeit wird die Remise auf dem Grundstück Auguststrasse 47b abgerissen. Wahrscheinlich wird das Grundstück freigemacht für einen Neubau von ‘exklusiven Eigentumswohnungen’ …






siehe auch:
/auguststr48
UND:
/super-gentrification
2012-05-16

Auguststraße 10
„Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert.” Bundeskanzlerin Angela Merkel
„Rebranding European Muslims“ ist ein transnationales PR-Projekt der israelischen Performance- und Forschungsgruppe Public Movement.

„Peace Wall”, Friedrichstrasse
„Die in London lebende Künstlerin Nada Prlja errichtet am Südende der Friedrichstraße in Berlin-Kreuzberg eine „Friedensmauer”. wenn auch Assoziationen zur früheren Teilung der Stadt naheliegen, bezieht sich ihr Projekt nicht etwa auf die historische Berliner Mauer, sondern auf die gesellschaftliche Spaltung, die sich heute in der Gegend manifestiert.(…) Die Mauer markiert soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, die existenz von „Parallelwelten” in der Stadt und die Position der Begünstigten beziehungsweise der Unterprivilegierten. ”

http://www.berlinbiennale.de/blog/projekte/%E2%80%9Epeace-wall%E2%80%9D-von-nada-prlja-22208
Diese Arbeiten sind kein Teil der Berlin Biennale:

Revolution will be televised

gesehen in der Auguststrasse
2012-05-09
