AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Vom Mietshaus zur Kapitalanlage

Linienstrasse 118

Die Berliner Morgenpost berichtete vor ein paar Tagen ausführlich über die Entmietungsgeschichte der Linienstraße 118. Andrej Holm hat im Gentrification Blog die immobilienwirtschaftlichen Gewinnspannen am Beispiel des Hauses nochmal zusammengefasst:

- 1997 Verkauf des Hauses an ein zur Erbengemeinschaft des Hauses gehörendes Hamburger Ehepaar für 700.000 Euro (290 Euro/qm)

- 2011 Verkauf des Hauses an eine Immobilienfirma aus Wien für 2.400.000 Euro (1.000 Euro/qm)

- 2012 Verkauf des Hauses an die in Berlin ansässige David Borck Immobilien für 5.520.000 Euro (2.300 Euro/qm)

- 2013 Verkauf von leerstehenden und vermieteten Eigentumswohnungen für ca. 8.000.000 Euro (3.400 Euro/qm)

Im gleichen Beitrag ist auch ein Hinweis auf einen Artikel im Tagesspiegel zu finden, in dem über eine Rede des Regierende Bürgermeister Wowereit (SPD) letzte Woche bei den „Berliner Wirtschaftsgesprächen“ im Capital Club am Gendarmenmarkt berichtet wird: „In Berlin gibt es offensichtlich kein Gefühl dafür, dass es sich lohnt, eine Eigentumswohnung zu haben“, meinte Wowereit, und “selbst ein Normalverdiener, der sich drei Mal im Leben einen Mercedes kauft, komme nicht auf die Idee, Wohnungseigentum zu erwerben. Aber vielleicht werde sich dieser Trend auch in Berlin ändern. Vor allem Menschen, die zuziehen, kaufen.”

Linienstrasse 142
Linienstrasse 142

In der Linienstrasse 142, in der ebenfalls Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden, führen die letzten Mieter ein Bautagebuch und beschreiben ihre Situation im Haus:

http://linien142.wordpress.com/bautagebuch/ereignisse-bauwoche-2/

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/branding-strategie-von-immobilienbesitzern-linienstrasse-142

2013-09-04

Ein Kommentar zu 'Vom Mietshaus zur Kapitalanlage'

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  1. DasKleineTeilchen sagt,

    am 9. Nov. 2013

    wowereit merkt echt nix mehr; sowas von schmerzbefreit sucht seinesgleichen.

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