AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Tempo 10-Zone - oder besser gleich autofrei

Tempo 10-Zone
Tempo 10-Zone Markierung in der Auguststrasse

»’Zone 10′ heißt der neueste Scherz», meint der Spiegel Kolumnist Georg Diez vor einer Woche, »aber haben Sie schon mal versucht, zehn Stundenkilometer zu fahren? Das ist sowohl technisch wie psychologisch unmöglich. Das ist wirklich langsamer, als würde man das Auto schieben.»

Das diese Zone in einer engen Wohnstraße mit hohen Fußgängeraufkommen festgelegt wurde, verrät der Autor seinen Leser und Leserinnen nicht.
Ist es fair, das den Autos die 10 Meter breite Straße zur Verfügung steht, die Fußgänger sich mit einen Gehweg von 2,40 Breite begnügen müssen?

Sollten in der AUGUSTSTRASSE nicht alle auf der Straße gehen, dann hätten vielleicht auch Autofahrer kein “psychologisches” Problem (Diez), sondern müßten Rücksicht nehmen?

So schön (ohne parkende und fahrende Autos) könnte die Auguststrasse sein, Schilder könnten dann auch verschwinden:

autofrei leben

siehe auch:
http://www.autofrei.de/warum-autofrei/gerechtigkeit

2012-03-30

UPDATE:

jetzt regt sich auch ein Herr Schupelius in der B.Z. auf: “Und warum sollte man in der Auguststraße auch Tempo 10 fahren? Es handelt sich hier um eine ganz normale Straße, die genug Platz für Autos und Fahrräder bietet. Tempo 30 wäre hier die Untergrenze, würde ich sagen. Fragt man die Senatsverkehrsverwaltung oder das Bezirksamt, warum Tempo 10 angeordnet wurde, so bekommt man eine Antwort, die mich mittlerweile wütend macht:
Es handle sich um ein Pilotprojekt, einen Versuch. Fußgänger sollen zwischen den Autos auf der Straße gehen können, denn die Gehwege seien so schmal.”

Was in Belgien, in der Schweiz und in Frankreich seit Jahren praktiziert wird, soll in Berlin nicht funktionieren (?) …

siehe:
http://www.begegnungszonen.ch

@lektorat: sorry für meine Grammatikfehler

2012-04-04

3 Kommentare zu 'Tempo 10-Zone - oder besser gleich autofrei'

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  1. Zone 29 sagt,

    am 31. Mrz. 2012

    Jaja,träumen ist durchaus erlaubt. Aber da ich kein stolzer Besitzer eines Tiefgaragenparkplatzes bin-wohin mit meinem Gefährt, wenn die Auguststraße zum Touristen-Freilaufgehege erklärt werden würde? So prall ist die Parkplatzsituation in Zone 29 dann im Moment doch nicht.Und: Bisher habe ich mich noch nie von den Autos,ob nun fahrend oder stehend,bedrängt gefühlt. Da erfreue ich mich doch lieber an dem Anblick manch älterer Schmuckstücke der Automobilbaukunst. Die passen ganz wunderbar in die Augusstraße, wie ich finde.

  2. lektorat sagt,

    am 31. Mrz. 2012

    Relativ- und Demonstrativpronomen sowie dem Artikel reicht eines, die homophone Konjunktion benötigt allerdings zwei ’s’ oder besser gleich ein ‘ß’: “daß”!

  3. Mathias sagt,

    am 3. Apr. 2012

    Naja, Autofahrer würden sich noch eher an eine solche Regelung halten als Radfahrer.

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