AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Urbane Luftseilbahnen

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Die Seilbahn dient als Erschließungsverkehrsmittel der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 und verbindet die beiden Berliner Stadtteile Hellersdorf und Marzahn.
Die Seilbahn führt auf einer Strecke von 1,5 km vom IGA-Haupteingang (U-Bahnhof Neue Grotkauer Straße) über das Wuhletal zum zentralen Bereich des Ausstellungsgeländes am Blumberger Damm.
Die Anzahl der Beförderungen ist auf max. 3000 Personen pro Stunde und eine Fahrtgeschwindigkeit von 6,0 m/s ausgelegt. Pro Kabine finden 10 Personen Platz.

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“CO2-Problematik, schwindende Erdölreserven, Luftverschmutzung und Dauerstau in vom Autoverkehr verstopften Straßen sollten eigentlich Gründe genug dafür sein, neue Wege zu gehen. Individualverkehr per Elektroauto mit Akkus (sofern genug Lithium für alle da ist) scheint auch nicht das Gelbe vom Ei zu sein. Tauschen wir doch damit Dauerstau im Benzin / Diesel-Auto gegen Dauerstau im Elektroauto.

Bleibt nur “mehr Öffentlicher(-Personen-Nah-)Verkehr” als Lösung übrig. Doch wie macht man den genauso attraktiv wie das Auto? “Hingehen, einsteigen und abfahren, vor allem dabei pünktlich abfahren und (hoffentlich) pünktlich ankommen” ist die Devise beim Autofahren. Bus und Straßenbahn mit sieben bis dreißig Minuten Wartezeit haben da nicht dieselbe Attraktivität und Chance wie das jederzeit verfügbare Auto. Ein Umstieg / Umdenken könnte bloß mit “Urbanen (Luft-)Seilbahnen” gelingen ! Alle 10 Sekunden trifft eine Gondel für bis zu 10 Personen ein oder fährt eine ab. “Hingehen, einsteigen und abfahren”, die neue Devise für Öffentliche Verkehrsmittel! (…)

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Blick über das Wuhletal

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Urbane Seilbahnen auch in der Ebene?

Die neuen Seilbahnen erschließen bebaute Hügel, aber wenn Seilbahnen am Berg rentabel sind, warum dann nicht auch auf der Ebene? Sie müssen nur schneller sein als Fußgänger oder im Stau stehende oder Umwege fahrende Autos und das sind sie garantiert. Die unproblematische Überquerung von Bächen, Flüssen, Strömen, Parks, Gärten, Ödland, Hügeln, Gräben, Schluchten, Parkplätzen und ohne landwirtschaftliche Flächen oder Fußgängerzonen zu zerschneiden und der einfache Bau ohne Störung des Geschäftslebens oder der Wohnbevölkerung sind gute Argumente, eine Seilbahntrasse zu suchen.”

TEXT: http://www.zukunft-mobilitaet.net/5332/umwelt/luftseilbahnen-als-innerstaedtische-massenverkehrsmittel/

2017-06-20

Ampeln für Smartphone-Nutzer

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Am Rosenthaler Platz wird zur Zeit eine sogenannte Smombieampel (Smombie=Smartphonezombie) getestet.

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Aber wie so vieles in der Berliner Politik und Verwaltung wieder nur halbherzig: anstatt wie in anderen Städten den Smartphone-Nutzer durch in den Boden eingelassene LED-Leuchtstreifen zu schützen hängt die Ampel nur tiefer.

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siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenampel

2017-06-13

Wir wollen die Besten im Gefängnis

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Es gab in letzter Zeit diese Werbung in den Berliner U-Bahnhöfen: “Wir wollen die Besten im Gefängnis”, für Personal in den Berliner Justizvollzugsanstalten.
Irgendwie zynisch - angesichts der Tatsache, das bis zu einem Drittel der Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee wegen Schwarzfahren einsitzen.
“Wer drei Mal ohne gültigen Fahrschein ertappt wird, muss damit rechnen, dass es eine Strafanzeige gibt. Und wer dann eine verhängte Geldbuße nicht zahlt, wandert in der Regel ins Gefängnis. In der Justizvollzugsanstalt Plötzensee verbüßen bis zu einem Drittel der Insassen solche „Ersatzfreiheitsstrafen“. Grüne, Linke und Piraten fordern sein Jahren, Schwarzfahren nicht mehr als Straftat, sondern als Ordnungswidrigkeit einzustufen. Die Verkehrsbetriebe halten dagegen an den Strafverfahren fest – zur Abschreckung.”
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-s-bahn-berlin-strafanzeigen-wegen-schwarzfahrens-nehmen-drastisch-zu/12733452.html

2016-04-28

Die Rückeroberung der Straße

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Die Zeiten als auf der Straße noch gespielt wurde sind längst vorbei. Nur noch selten sieht man in Berlin noch ältere Menschen vor ihren Haus auf der Straße sitzen.

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Der Öffentliche Raum ist durch das Auto und der Ökonomie besetzt. Auf der Straße sitzen ist nur gestattet gegen Verzehr und Konsum.
Selbst die Zeiten, in denen man stundenlang bei einem Getränk in einen Cafe sitzen konnte, gehören der Vergangenheit an.

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In der Spandauer Vorstadt sind die Gehwege meist nur knapp zweieinhalb Meter breit und durch Stühle und Tische der vielen Gastronomieeinrichtungen besetzt.

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Wie können wir den Öffentlichen Raum zurückgewinnen?

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/spielplatz-strasse

2015-08-10

Für ein grundsätzliches Parkverbot

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Immer dann wenn es in den Straßen temporäre Parkverbote gibt, wegen Veranstaltungen oder Baustellen, erkennt man wie schön doch die Straße OHNE abgestellte Autos wäre.

Klaus Gietinger, Sozialwissenschaftler und Drehbuchautor, zeigt Alternativen zum motorisierten Individualverkehr auf und entwirft die „konkrete Utopie“ einer „autobefreiten Gesellschaft“:

“Autofahren ist meines Erachtens Sucht und Seuche zugleich, die Nutznießer wie Drogenkartelle aus Wirtschaft, Politik und Medien nähren.(…)

Ich propagiere die Abschaffung des Autos – Wesentliches ist dazu nötig:

1. Die radikale Reduzierung der Geschwindigkeit.

2. Die grundsätzliche Aufhebung der eingebauten Vorfahrt, das heißt, die Autos würden ihr Recht, die Straßen bevorzugt und allein zu benutzen, verlieren – Vorrang hätten Fußgänger oder Radfahrer.

3. Das Verbot des Parkens auf der Straße und auf dem Gehweg.

(…)

Wir müssen draußen bleiben: Grundsätzliches Parkverbot

Würde man zusätzlich das Parken auf Straßen, Gehsteigen und Plätzen untersagen und Sammel- und Quartiersgaragen für die Anwohner einrichten, wäre auch hier der Spaß, 80 Kilogramm Mensch mit 1,5-2 Tonnen Stahl und Plastik fortzubewegen, deutlich gemindert. Der Mensch müsste nämlich 300-500 Meter zur Garage laufen, so weit, wie er zur nächsten Bus-, Tram- oder Bahnstation hätte. (…)
Auf die Dauer würden die Gehsteige verschwinden. Die Straße wäre wieder ein Ort der Kommunikation, des Spiels und erst dann des Verkehrs. (…)
Bevor man einen Pkw anmelden darf, muss man einen Stellplatz nachweisen, der wiederum in mindestens 300 Metern Entfernung platziert sein müsste. Dies würde eine der wenigen nützlichen Privatisierungen darstellen. Jeder Autobesitzer müsste sich selbst um den Platz für sein ‚Stehzeug’ kümmern.”
Text: Klaus Gietinger

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Zur Zeit gibt es eine Bausstelle mit Parkverbot an der Ecke Auguststraße / Tucholskystraße.

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siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-stadt-und-das-auto
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/auto-wahn

Klaus Gietinger, Totalschaden. Das Autohasserbuch, 2010

2015-07-28

Baustellenabsperrungen ohne Baustelle

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Für Arbeiten an den Leitungsnetzen gibt es zur Zeit wieder mehrere Baustellenabsperrungen in der Auguststrasse.
Wochenlang bleibt abgesperrt, ohne das Arbeiten stattfinden.

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Ich bin dafür, das noch mehr Absperrungen dauerhaft eingerichtet werden - da könnte man doch gut Pflanzenkübel und Sitzgelegenheiten aufstellen um in der Abendsonne zu sitzen.
Oder Sandkisten für Kinder.
Autos nehmen in der engen Straße viel zu viel Platz ein. Darum: Auguststraße AUTOFREI !

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-stadt-und-das-auto
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tempo-10-zone-oder-besser-gleich-autofrei
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/spielplatz-strasse

2015-03-27

Großstadtpanzer und Weihnachtsmarkt

Zur Zeit wirbt der Ingolstädter Automobilkonzern mit einem Pseudoweihnachtsmarkt auf dem Parkplatz neben dem Tacheles für seine Pseudogeländewagen mit dem Motto: “Audi holt die Berge in die Großstadt”.

Wann werden endlich diese ‘Fahrzeuge’ in der Innenstadt verboten?

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“„Sport Utility Vehicles“ oder kurz: SUVs – diese Mischung aus Kleinbus und herkömmlichem Pkw mit Offroad- und Outdoor-Attitüde – wirken ein bisschen wie urzeitliche Saurier auf unseren Straßen: zu breit, zu hoch, zu schwer und zu stark für den normalen Stadtverkehr. (…)
So meinen SUV-Fahrer intuitiv bei Verkehrsunfällen mit anderen (in aller Regel leichteren) Pkw den Gesetzen der Physik folgend auf der sichereren Seite zu sitzen. (…)
Der vermeintliche Sicherheitsgewinn der Insassen geht auf Kosten der anderen Verkehrsteilnehmer.(…)
Inzwischen sind eine ganze Reihe Studien veröffentlicht, die eine deutlich erhöhte Verletzungs- und Todesrate bei Zusammenstößen von SUVs mit Fußgängern nachweisen.”
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/juni/der-krieg-auf-den-strassen

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Tempo-10-Zone in der Auguststrasse - kaum jemand hält sich daran

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Zum Glück ist es nur ein Spandauer Vorstadt Poller

2014-12-18

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