AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Wir wollen die Besten im Gefängnis

wir_wollen_die-besten1.jpg

Es gab in letzter Zeit diese Werbung in den Berliner U-Bahnhöfen: “Wir wollen die Besten im Gefängnis”, für Personal in den Berliner Justizvollzugsanstalten.
Irgendwie zynisch - angesichts der Tatsache, das bis zu einem Drittel der Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee wegen Schwarzfahren einsitzen.
“Wer drei Mal ohne gültigen Fahrschein ertappt wird, muss damit rechnen, dass es eine Strafanzeige gibt. Und wer dann eine verhängte Geldbuße nicht zahlt, wandert in der Regel ins Gefängnis. In der Justizvollzugsanstalt Plötzensee verbüßen bis zu einem Drittel der Insassen solche „Ersatzfreiheitsstrafen“. Grüne, Linke und Piraten fordern sein Jahren, Schwarzfahren nicht mehr als Straftat, sondern als Ordnungswidrigkeit einzustufen. Die Verkehrsbetriebe halten dagegen an den Strafverfahren fest – zur Abschreckung.”
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bvg-und-s-bahn-berlin-strafanzeigen-wegen-schwarzfahrens-nehmen-drastisch-zu/12733452.html

2016-04-28

Die Rückeroberung der Straße

rueckeroberung5.jpg

rueckeroberung8.jpg

Die Zeiten als auf der Straße noch gespielt wurde sind längst vorbei. Nur noch selten sieht man in Berlin noch ältere Menschen vor ihren Haus auf der Straße sitzen.

rueckeroberung6.jpg

rueckeroberung7.jpg

Der Öffentliche Raum ist durch das Auto und der Ökonomie besetzt. Auf der Straße sitzen ist nur gestattet gegen Verzehr und Konsum.
Selbst die Zeiten, in denen man stundenlang bei einem Getränk in einen Cafe sitzen konnte, gehören der Vergangenheit an.

rueckeroberung1.jpg

In der Spandauer Vorstadt sind die Gehwege meist nur knapp zweieinhalb Meter breit und durch Stühle und Tische der vielen Gastronomieeinrichtungen besetzt.

rueckeroberung4.jpg

Wie können wir den Öffentlichen Raum zurückgewinnen?

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/spielplatz-strasse

2015-08-10

Für ein grundsätzliches Parkverbot

auguststrasse autofrei

Immer dann wenn es in den Straßen temporäre Parkverbote gibt, wegen Veranstaltungen oder Baustellen, erkennt man wie schön doch die Straße OHNE abgestellte Autos wäre.

Klaus Gietinger, Sozialwissenschaftler und Drehbuchautor, zeigt Alternativen zum motorisierten Individualverkehr auf und entwirft die „konkrete Utopie“ einer „autobefreiten Gesellschaft“:

“Autofahren ist meines Erachtens Sucht und Seuche zugleich, die Nutznießer wie Drogenkartelle aus Wirtschaft, Politik und Medien nähren.(…)

Ich propagiere die Abschaffung des Autos – Wesentliches ist dazu nötig:

1. Die radikale Reduzierung der Geschwindigkeit.

2. Die grundsätzliche Aufhebung der eingebauten Vorfahrt, das heißt, die Autos würden ihr Recht, die Straßen bevorzugt und allein zu benutzen, verlieren – Vorrang hätten Fußgänger oder Radfahrer.

3. Das Verbot des Parkens auf der Straße und auf dem Gehweg.

(…)

Wir müssen draußen bleiben: Grundsätzliches Parkverbot

Würde man zusätzlich das Parken auf Straßen, Gehsteigen und Plätzen untersagen und Sammel- und Quartiersgaragen für die Anwohner einrichten, wäre auch hier der Spaß, 80 Kilogramm Mensch mit 1,5-2 Tonnen Stahl und Plastik fortzubewegen, deutlich gemindert. Der Mensch müsste nämlich 300-500 Meter zur Garage laufen, so weit, wie er zur nächsten Bus-, Tram- oder Bahnstation hätte. (…)
Auf die Dauer würden die Gehsteige verschwinden. Die Straße wäre wieder ein Ort der Kommunikation, des Spiels und erst dann des Verkehrs. (…)
Bevor man einen Pkw anmelden darf, muss man einen Stellplatz nachweisen, der wiederum in mindestens 300 Metern Entfernung platziert sein müsste. Dies würde eine der wenigen nützlichen Privatisierungen darstellen. Jeder Autobesitzer müsste sich selbst um den Platz für sein ‚Stehzeug’ kümmern.”
Text: Klaus Gietinger

baustelle1.jpg
Zur Zeit gibt es eine Bausstelle mit Parkverbot an der Ecke Auguststraße / Tucholskystraße.

baustelle2.jpg

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-stadt-und-das-auto
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/auto-wahn

Klaus Gietinger, Totalschaden. Das Autohasserbuch, 2010

2015-07-28

Baustellenabsperrungen ohne Baustelle

baustelle1.jpg

Für Arbeiten an den Leitungsnetzen gibt es zur Zeit wieder mehrere Baustellenabsperrungen in der Auguststrasse.
Wochenlang bleibt abgesperrt, ohne das Arbeiten stattfinden.

baustelle2.jpg

baustelle4.jpg
baustelle5.jpg

Ich bin dafür, das noch mehr Absperrungen dauerhaft eingerichtet werden - da könnte man doch gut Pflanzenkübel und Sitzgelegenheiten aufstellen um in der Abendsonne zu sitzen.
Oder Sandkisten für Kinder.
Autos nehmen in der engen Straße viel zu viel Platz ein. Darum: Auguststraße AUTOFREI !

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-stadt-und-das-auto
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tempo-10-zone-oder-besser-gleich-autofrei
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/spielplatz-strasse

2015-03-27

Großstadtpanzer und Weihnachtsmarkt

Zur Zeit wirbt der Ingolstädter Automobilkonzern mit einem Pseudoweihnachtsmarkt auf dem Parkplatz neben dem Tacheles für seine Pseudogeländewagen mit dem Motto: “Audi holt die Berge in die Großstadt”.

Wann werden endlich diese ‘Fahrzeuge’ in der Innenstadt verboten?

auto3.jpg

auto4.jpg

auto5.jpg

“„Sport Utility Vehicles“ oder kurz: SUVs – diese Mischung aus Kleinbus und herkömmlichem Pkw mit Offroad- und Outdoor-Attitüde – wirken ein bisschen wie urzeitliche Saurier auf unseren Straßen: zu breit, zu hoch, zu schwer und zu stark für den normalen Stadtverkehr. (…)
So meinen SUV-Fahrer intuitiv bei Verkehrsunfällen mit anderen (in aller Regel leichteren) Pkw den Gesetzen der Physik folgend auf der sichereren Seite zu sitzen. (…)
Der vermeintliche Sicherheitsgewinn der Insassen geht auf Kosten der anderen Verkehrsteilnehmer.(…)
Inzwischen sind eine ganze Reihe Studien veröffentlicht, die eine deutlich erhöhte Verletzungs- und Todesrate bei Zusammenstößen von SUVs mit Fußgängern nachweisen.”
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/juni/der-krieg-auf-den-strassen

auto1.jpg
Tempo-10-Zone in der Auguststrasse - kaum jemand hält sich daran

auto2.jpg
Zum Glück ist es nur ein Spandauer Vorstadt Poller

2014-12-18

Tempo 10-Zone - Fehlende Akzeptanz der Autofahrer

Tempo 10-Zone

In der Auguststrasse und vielen Nebenstraßen der Spandauer Vorstadt darf nur mit 10 km/h (Schrittgeschwindigkeit) gefahren werden. Es ist ein durch Fußgänger hochfrequentiertes Wohngebiet, die Gehwege sind extrem schmal (in den Berliner Gründerzeitquartieren sind die Gehwege bis zu 7 m breit, in der Spandauer Vorstadt dagegen manche Gehwege nur knapp über 2 m) und werden auch noch durch die vielen gastronomischen Einrichtungen mit Stühlen und Tischen verengt. Mit einen Kinderwagen muss man oft auf die Straße ausweichen.

tempo10_geblitzt.jpg

Heute wurde endlich mal geblitzt …

Jörg Becker vom ADAC:
“Es ist ein Kunststück, Schrittgeschwindigkeit oder Tempo 10 zu fahren. Die meisten kriegen das nicht hin.”
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehrssuender-kaum-jemand-schafft-tempo-10,10809148,26951954.html

siehe auch:
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tempo-10-zone-und-ausnahmegenehmigungen

2014-09-02