AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Tacheles Gelände - Shopping District Berlin Mitte

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(c) ULI Young Leader Berlin Event

Vor ein paar Tagen fand eine Veranstaltung statt, bei der eine erste Visualisierung der Passage gezeigt wurde, die auf dem Tacheles-Gelände geplant ist.

“„Das Areal am Tacheles hautnah erleben.“
Das Tacheles-Areal ist derzeit eine der städtebaulich wichtigsten Projektentwicklungen in Berlin. An der Kreuzung Friedrichstraße/Oranienstraße entwickelt pwr development ein Quartier mit Büro- und Einzelhandelsflächen sowie Wohnungen, das insgesamt über insgesamt 100.000 qm BGF o.i., dazu 45.000 qm in den UGs verfügen wird. Sebastian Klatt, Managing Director pwr development, stellt die Entwicklung des Areals vor.”
https://germany.uli.org/event/uli-young-leaders-berlin-site-tour-areal-tacheles/
via Deutsches Architektur-Forum

Die Träume des Mall of Berlin-Investors Harald Huth (”Das Schloss” in Steglitz und die “Mall of Berlin” am Leipziger Platz) werden wohl wahr, der das ganze Stadtgebiet vom Potsdamer Platz bis zum Hackeschen Markt am liebsten in einen “Shopping District” verwandeln möchte.

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/mall-of-berlin-mall-of-shame
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-areal-bauvorbereitenden-massnahmen-fuer-den-erdaushub
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/areal-am-tacheles

2017-11-13

Monopoly Berlin : Forum Museumsinsel

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Der Investor Ernst Freiberger baut ja nicht für Berlin oder unseren Stadtteil, sondern für ihn “gibt es keine bessere Anlage als die in Steine”.

Diese “Steine” hat er vor 16 Jahren an der Oranienburger Straße und der Monbijoustraße gefunden und der Telekom abgekauft. Seitdem steht das ehemalige Haupttelegraphenamt leer.

Aber es wird doch immer wieder gebaut. Nachdem der Bestandsbau in der Oranienburger Straße im Juni 2016 abgerissen wurde , läßt er nun ein neues Gebäude errichten, das sogenannte Torhaus, weil, so waren die Pläne irgendwann “ein neuer großer städtischer Platz” entstehen soll, der “eine herausragende Erlebnisqualität für das gesamte Viertel, ja ganz Berlin bieten soll.”
(aus dem Projekt-Exposé Stand: September 2011)

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Die Klinik-Gebäude südlich der Ziegelstraße wurden zwar die letzten Jahre restauriert, aber vor kurzen wurde ein Bereich erneut eingerüstet um den Putz zu erneuern - nach zwei Jahren!

Freiberger-Zitate:

“Ich gehe immer langfristig an meine Projekte heran. Im Denken daran, wie ich sie meinen Kindern irgendwann übergeben kann. Eine Lebensphilosophie, wie ich sie von meinen Eltern und Großeltern in der bayrischen Heimat gelernt habe. (…) Es gibt für mich keine bessere Anlage als die in Steine.”
https://www.morgenpost.de/berlin/article106085425/Investor-Ernst-Freiberger-ein-Bayer-in-Berlin.html
UND
“Die Gebäude stehen schon seit 100 bis 200 Jahren, da kommt es auf ein paar Jahre nicht an.”
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmer-ernst-freiberger-im-interview-berlin-zieht-die-menschen-an/11787462-all.html

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen

2017-10-31

Tucholskystraße ohne Asphalt

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Die Tucholskystraße an der Ecke Auguststraße wird alle paar Monate aufgerissen für Arbeiten an den Netzen.
Wäre doch gut den Beton und Asphalt einfach weg zu lassen, kostengünstiger für die Netzbetreiber und schön für uns Anwohner zum Sitzen und für die Kinder zum Spielen.

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2017-09-27

Grundwasserabsenkung und das Warschau Berliner Urstromtal

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Das war eine komplizierte Baustelle für die Gasag: eigentlich sollte nur die in die Jahre gekommene Absperrarmatur einer (Haupt-)Gastransportleitung gewechselt werden, doch der Grundwasseranstieg in Berlin der letzten Jahrzehnte erforderte umfangreiche Grundwasserabsenkungsmaßnahmen.

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Die Absperrarmatur

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Seit der Wende und der Abwicklung industrieller Großbetriebe hat sich der Trinkwasserverbrauch in Berlin fast halbiert. Dazu kamen noch “sparsame Geräte und ein Umdenken in der Bevölkerung” http://www.berliner-zeitung.de/4464108

In Berlin wird das Trinkwasser durch innerstädtische Brunnen aus dem Grundwasser gewonnen.
Und der Anstieg und die Bewegung des Grundwassers liegt an der geologischen Zusammensetzung der Bodenschichten.

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Beim roten Punkt die Baustelle an der Ecke Nostitzstraße/Gneisenaustraße

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Hier eine virtuelle Bohrung mit den Bodenschichten an diesen Punkt

Die ganzen hochverdichteten Innenstadtbezirke liegen im Warschau Berliner Urstromtal - und da ist der Grundwasseranstieg am stärksten.

http://berlin.geo-3d.de/berlin3d/portal/

“Das in nahezu ostwestlicher Richtung verlaufende Warschau-Berliner Urstromtal trennt die Barnim-Hochfläche im Norden von der Teltow-Hochfläche und der Nauener Platte im Süden der Stadt. Die Geländehöhen des Urstromtales betragen 30 bis 40 m NN, während die Hochflächen durchschnittlich 40 bis 60 m über NN liegen. Einzelne Höhen erheben sich bis über 100 Meter über das Meeresniveau.
In Berlin ist der Porenraum der überwiegend sandig und kiesigen Sedimente der oberen 150 bis 200 Metern vollständig bis nahe an die Oberfläche mit Grundwasser erfüllt, das zur Trinkwasserversorgung der Stadt genutzt wird. Der Abstand vom Grundwasser bis zur Geländeoberkante (Flurabstand) schwankt je nach Morphologie und Geologie zwischen 0 m und wenigen Metern im Urstromtal sowie fünf bis über 30 Meter auf den Hochflächen ”
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d214_03.htm

Dazu ist auch ein Video entstanden:

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https://www.youtube.com/watch?v=NpIGxBBrbyI&html5=

2017-09-14

Tele Columbus ist offline in der Auguststrasse

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Seit Freitag Mittag war mitten in einen IP-Telefonat der Internetzugang unterbrochen.

Die Unternehmenskommunikation von Tele Columbus ist grausam.
Nach Eröffnung eines Störungstickets kam diese Mail:
“Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihrer Nachricht. Die Bearbeitung Ihres Anliegens kann vorübergehend aufgrund eines erhöhten E-Mail Aufkommens einige Tage in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.”

Dann Anruf bei Tele Columbus: nach 20 min in der Warteschleife aus der Leitung geschmissen. Beim 2. Versuch dann doch einen kommunikativen Kundenbetreuer, sprach von einen Tiefbauschaden an der Kopfstelle 12907.

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Die Ecke Tucholskystraße/Auguststraße ist zur Zeit wieder aufgebuddelt, dabei haben sie wohl die im November 2013 verlegten neuen Glasfaserkabeln erwischt.

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Verlegung neuer Glasfaserkabel im November 2013 in der Tucholskystraße

2017-08-26

Rund um das Schönhauser Tor

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Dieses Transparent hing 1994 an der Baustelle des Gebäudes Torstraße 49.

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Zur Zeit verschwinden die letzten Brachen rund um das Schönhauser Tor. Die Freifläche an der Torstrasse wird durch den neuen Verlagssitz des Suhrkamp Verlags zugebaut. Architekt ist Roger Bundschuh, der schon das Haus gegenüber entworfen hat.

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Ein neues Amano-Hotel ist auch seit einiger Zeit fertiggestellt.

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In der Linienstraße 220 geht es so einförmig weiter, wie in den letzten Jahren. Dabei war die Linienstraße (auch wegen des Lichteinfalls) mal so eine angenehme Straße.

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“Die Architektur bot von jeher den Prototyp eines Kunstwerks, dessen Rezeption in der Zerstreuung und durch das Kollektivum erfolgt. Die Gesetze ihrer Rezeption sind die lehrreichsten.

(…) Bauten werden auf doppelte Art rezipiert: durch Gebrauch und deren Wahrnehmung. Oder besser gesagt: taktil und optisch. Es gibt von solcher Rezeption keinen Begriff, wenn man sie sich nach Art der gesammelten vorstellt, wie sie z. B. Reisenden vor berühmten Bauten geläufig ist. Es besteht nämlich auf der taktilen Seite keinerlei Gegenstück zu dem, was auf der optischen die Kontemplation ist. Die taktile Rezeption erfolgt nicht sowohl auf dem Wege der Aufmerksamkeit als auf dem der Gewohnheit. Der Architektur gegenüber bestimmt diese letztere weitgehend sogar die optische Rezeption. Auch sie findet von Hause aus viel weniger in einem gespannten Aufmerken als in einem beiläufigen Bemerken statt. Diese an der Architektur gebildete Rezeption hat aber unter gewissen Umständen kanonischen Wert. Denn: Die Aufgaben, welche in geschichtlichen Wendezeiten dem menschlichen Wahrnehmungsapparat gestellt werden, sind auf dem Wege der bloßen Optik, also der Kontemplation, gar nicht zu lösen. Sie werden allmählich nach Anleitung der taktilen Rezeption, durch Gewöhnung, bewältigt.”
Walter Benjamin-Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

siehe auch:
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstrasse-ecke-rueckertstrasse
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/neubauten-im-denkmalkontext-linienstrasse-219
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstr-216-217
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstrasse-216

2017-08-22

Arbeiten am Wasserversorgungsnetz in der Joachimstraße

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In der Joachimstraße zwischen Linienstraße und Auguststraße ist die Straße bis mindestens Juli komplett gesperrt weil die Wasserbetriebe Arbeiten am öffentlichen Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetz durchführen.

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“Bitte überzeugen Sie Ihre Kinder davon, daß eine Baustelle wegen der Unfallgefahr kein Spielplatz ist.”
Aus der Anwohnerinformation in der Joachimstraße
Dabei ist eine Baustelle viel spannender als die meisten Spielplätze.

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In Berlin sind viele Abwasserrohre völlig marode. Darum wollen die Wasserbetriebe bis in das Jahr 2021 2,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren.

“In Berlin gibt es Leitungen mit einer Länge von etwa 7.917 Kilometern für das Trinkwasser.
Die hauptstädtischen Abwasserkanäle sind circa 9.710 Kilometer lang – das entspricht einer Strecke von Berlin bis Peking. Sie bestehen aus Schmutzwasserkanälen (4.396 Kilometer), Regenwasserkanälen (3.318 Kilometer), Mischwasserkanälen (1.926 Kilometer) und Sonderkanälen (70 Kilometer).”
http://www.bwb.de/content/language1/html/991.php

2017-05-17

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