
In der Joachimstraße zwischen Linienstraße und Auguststraße ist die Straße bis mindestens Juli komplett gesperrt weil die Wasserbetriebe Arbeiten am öffentlichen Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetz durchführen.

“Bitte überzeugen Sie Ihre Kinder davon, daß eine Baustelle wegen der Unfallgefahr kein Spielplatz ist.”
Aus der Anwohnerinformation in der Joachimstraße
Dabei ist eine Baustelle viel spannender als die meisten Spielplätze.



In Berlin sind viele Abwasserrohre völlig marode. Darum wollen die Wasserbetriebe bis in das Jahr 2021 2,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren.
“In Berlin gibt es Leitungen mit einer Länge von etwa 7.917 Kilometern für das Trinkwasser.
Die hauptstädtischen Abwasserkanäle sind circa 9.710 Kilometer lang – das entspricht einer Strecke von Berlin bis Peking. Sie bestehen aus Schmutzwasserkanälen (4.396 Kilometer), Regenwasserkanälen (3.318 Kilometer), Mischwasserkanälen (1.926 Kilometer) und Sonderkanälen (70 Kilometer).”
http://www.bwb.de/content/language1/html/991.php
2017-05-17
“Die Geschichte des Standorts ist eine Geschichte der Pleiten: Schon das erste Kaufhausprojekt musste bald nach der Eröffnung wieder schließen.” Paul F. Duwe
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/tacheles-grandios-woelbte-sich-die-kuppel-ueber-der-passage/12429304-3.html

August 2016
Seit April 2016 wird auf dem Tacheles-Gelände und dem Parkplatz gebaut. Zunächst wurden alte Fundamente und verschüttete Gebäudereste entfernt. “Die sogenannte Baufeldfreimachung ist abgeschlossen, so dass wir jetzt mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für den Erdaushub starten können”, sagt Christian Bauß der Morgenpost, so dass dann ab Juli 2017 mit dem Ausbaggern der Baugrube begonnen werden kann.

Februar 2017
“Die noch vorhandenen Restbauwerke liegen etwa in sechs Mieter Tiefe”, so Bauß. Sind diese letzten Bauteile beseitigt, wird es dann im März mit dem Einbringen von sogenannten Schlitzwänden weitergehen, die später dafür sorgen, dass die Baugrube im Trockenen bleibt. Schließlich geht der Erdaushub 11.5 Meter in die Tiefe.
http://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article209678341/Tacheles-Areal-im-Trockenen-Jetzt-geht-s-in-die-Tiefe.html



Ende des Jahres 2017 will man mit dem Rohbau der Tiefgeschosse beginnen um dann im Sommer 2018 mit dem Hochbau anzufangen.

Hier werden mit Hilfe von Schlitzwandgreifern Schutzwände gegen das Eindringen von Grundwasser in die Baugrube hergestellt.

Tacheles-Gelände Chronik auf dem Auguststrassen-Blog:
Jan. 2017 /wintercamping-auf-dem-areal-am-tacheles
Mai 2016 /archaeologische-ausgrabungen-auf-dem-areal-am-tacheles
Mär. 2016 /areal-am-tacheles
Juli 2013 /kein-durchgang-zur-oranienburger-strasse
Nov. 2013 /die-verkaufte-mitte
Dez. 2012 /und-nochmal-tacheles
März 2012 /das-tachelesgebaeude-ist-wieder-zugaenglich
Dez. 2011 /einzelhandelsstandortsicherungszaeune
Aug. 2011 /tacheles-zaunpolitik
Apr. 2011 /tacheles-mauer
/sperrung-der-helga-hahnemann-strasse
Jan. 2009 /tacheles
2017-04-24

Nach dem Abriss des Bestandbaues in der Oranienburger Straße im Juni 2016 wird wohl jetzt das geplante “Torhaus” zum Platz gebaut.
/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen
Der gesamte Gebäudekomplex wurde nach der Wiedervereinigung Eigentum der Telekom und von der Telekom-Tochter DeTeImmobilien 2001 an die Freiberger Holding verkauft.
Auf dem Hofgeländes des Gebäudekomplexes zwischen der Oranienburger Straße und der Ziegelstraße plante Ernst Freiberger eine kombinierten Markt- und Ausstellungshalle auf einer Grundfläche von rund 2500 Quadratmetern - das eigentliche “Forum Museumsinsel”.
Der Münchner Feinkosthändler Käfer sollte die Markthalle betreiben und darüber wollte Freiberger seine Oldtimersammlung zeigen.

Der Immobilienunternehmer Freiberger wollte sich “ein architektonisches Denkmal setzen”. Nichts weniger als ein “architektonisches Wahrzeichen des 21. Jahrhunderts” schwebt Freiberger vor.
http://www.morgenpost.de/berlin/article105095258/Hier-entsteht-Berlins-groesstes-privates-Bauprojekt.html
Das ist uns glücklicherweise erspart geblieben.
“Freiberger hatte Entwürfe von internationalen Architekten eingeholt und sich für den von Richard Rogers entschieden. Der Senatsbaudirektorin missfiel das, sie bestand auf einem Architektenwettbewerb. Nach vielem Hin und Her verlor Freiberger die Lust. Jetzt gibt es eine kleine, preisgünstigere Lösung mit „Ursprungsprodukten der Menschen“, wie Freiberger sagt: alles rund ums Backen und Brauen, also Brot und Bier. „Das sind handfeste Produkte, die jeder mag und die gerade wegen ihrer Einfachheit so geschätzt sind.“ Ein großes Zeltdach kann bei Bedarf den Platz überspannen, etwa für größere Veranstaltungen oder Weihnachtsmärkte.” gedruckter Tagespiegel vom 6. August 2016
2017-02-15

Im September zog nun der erste Mieter in die sanierten Gebäude des ehemaligen Fernsprechamts an der Tucholskystraße ein: Der Online-Bestelldienst Lieferheld belegt mit rund 1000 Mitarbeitern 11 500 Quadratmeter im Fernsprechamt.

Eigentlich wollte die Telekom mit ihrer „Telekom School of Transformation“ die ehemalige Uniklinik der Charité mieten, das Gropius Ensemble wurde noch durch einen Anbau durch den Architekten David Chipperfield ergänzt - wie im August aber bekannt wurde, hatte es sich der Konzern anders überlegt.

Wie die RBB Abendschau am Freitag berichtete hat Freiberger jetzt den google-Konzern als Mieter gefunden.
http://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/av7/google-umzug-berlin.html

Der ehemalige medizinische Hörsaal aus dem Jahr 1893 wird in Zukunft von google genutzt werden
siehe auch:
/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen
/forum-museumsinsel-und-der-zeitgeist-der-1990er-jahre
/forum-museumsinsel-pizzabaecker-freiberger-vermietet-an-pizzalieferdienst
/die-verkaufte-mitte
/die-privatisierte-stadt-forum-museumsinsel
/die-privatisierte-stadt
2016-11-20

Torstraße 224/228 - November 2016
Wunderte mich schon länger, daß nach dem Teilabriss Anfang 2016 in der Torstraße 224/228 nichts mehr passiert.

Torstraße 224/228 - Dezember 2015
Jetzt klärt ein ZEIT-Artikel von Jens Tönnesmann auf. Unter dem Titel ‘Hier baut keiner’ hat der Autor die dubiosen Hintergründe recherchiert:
“Offenbar bereichert sich eine Berliner Immobilienfirma, die Sanus AG, geschickt auf Kosten von Kleinanlegern und zum Leidwesen mancher Bewohner. Mit einer Anlageform, die so viele Skandale produziert hat, dass man eigentlich denken würde, dass niemand ihr mehr traut: geschlossene Fonds.”
Mit dem Versprechen einer Rendite von 37 Prozent in nur drei Jahren sammelte eine Fondsgesellschaft Geld bei Kleinanlegern ein.
“Im vergangenen Jahr untersuchte die Stiftung Warentest mehr als 1.100 solcher Fonds. Sie werden geschlossen genannt, weil sie einen bestimmten Betrag einsammeln und schließen, sobald sich genügend Anleger gefunden haben. 15,4 Milliarden Euro Gewinn haben die mehr als 600 untersuchten Fonds den Anlegern insgesamt in Aussicht gestellt. Herausgekommen sind 4,3 Milliarden Euro – allerdings nicht Gewinn, sondern Verlust. Nur sechs Prozent der Fonds haben ihre Prognose erfüllt. Bei den Immobilienfonds erwirtschaftete etwa jeder zweite ein Minus.”
http://www.zeit.de/2016/43/immobilienmarkt-immobilien-berlin-boom-investoren-rendite-verlustt
siehe auch:
/to-be-in-mitte-torstrasse-224228
2016-11-01

Weil der Kanal- und Schachtdeckel der Telekomleitung kaputt ist, steht seit fast einen Jahr diese Baustellenabsperrung auf dem Gehweg der Auguststraße.

Hat die Telekom wohl vergessen, - inzwischen wächst das Grün - auch schön.
2016-06-29

Die bisher geschlossene Häuserfront an der Oranienburger Straße wird mit direktem Zugang in den neu zu gestaltenden Platz, das sogenannte Forum, geöffnet.


Im “Forum” wird der Münchner Feinkosthändler Käfer eine Markthalle betreiben für mediterranen Spezialitäten, aber auch “Strassenmusiker sind willkommen, aber die müssten sich bewerben”, so der Geschäftsführer der Freiberger Projektentwicklung GmbH, Klaus Kirchberger.

Da schwärmt der Freiberger Spezl Christoph Stölzl, Kuratoriumsmitglied der Freiberger-Stiftung:
“Es passiert vielleicht alle 100 Jahre einmal, dass mitten im Zentrum einer Stadt ein so großes Projekt beginnen kann. Vergleichbar hätten nur das Rockefeller Center in New York oder das Centre Pompidou in Paris zu der kompletten Neuausrichtung eines Viertels beigetragen. Mit seinen Geschäften, Restaurants und Cafés werde das neue Quartier eine Schnittstelle von Kultur und Szene bilden.”
http://www.morgenpost.de/berlin/article105095258/Hier-entsteht-Berlins-groesstes-privates-Bauprojekt.html
“Doch Urbanität planen zu wollen wäre ein Widerspruch in sich. Man kann allenfalls Räume offen lassen, damit sich darin urbane Qualitäten entfalten können. (…) Das sind Räume mit geringer Regelungsdichte.” (Walter Siebel)
Aber um so einen Raum handelt es sich bei diesen “Forum” bestimmt nicht, ich befürchte das Gegenteil wird der Fall sein: ein privatisierter, stark reglementierter Stadtraum, eine weitere Angleichung von Innenstadt und Shopping-Mall.
siehe auch:
Walter Siebel, Die Kultur der Stadt, Frankfurt am Main 2015
/forum-museumsinsel-und-der-zeitgeist-der-1990er-jahre
/forum-museumsinsel-pizzabaecker-freiberger-vermietet-an-pizzalieferdienst
/die-verkaufte-mitte
/die-privatisierte-stadt-forum-museumsinsel
/die-privatisierte-stadt
2016-06-24
