AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Grundwasserabsenkung und das Warschau Berliner Urstromtal

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Das war eine komplizierte Baustelle für die Gasag: eigentlich sollte nur die in die Jahre gekommene Absperrarmatur einer (Haupt-)Gastransportleitung gewechselt werden, doch der Grundwasseranstieg in Berlin der letzten Jahrzehnte erforderte umfangreiche Grundwasserabsenkungsmaßnahmen.

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Die Absperrarmatur

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Seit der Wende und der Abwicklung industrieller Großbetriebe hat sich der Trinkwasserverbrauch in Berlin fast halbiert. Dazu kamen noch “sparsame Geräte und ein Umdenken in der Bevölkerung” http://www.berliner-zeitung.de/4464108

In Berlin wird das Trinkwasser durch innerstädtische Brunnen aus dem Grundwasser gewonnen.
Und der Anstieg und die Bewegung des Grundwassers liegt an der geologischen Zusammensetzung der Bodenschichten.

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Beim roten Punkt die Baustelle an der Ecke Nostitzstraße/Gneisenaustraße

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Hier eine virtuelle Bohrung mit den Bodenschichten an diesen Punkt

Die ganzen hochverdichteten Innenstadtbezirke liegen im Warschau Berliner Urstromtal - und da ist der Grundwasseranstieg am stärksten.

http://berlin.geo-3d.de/berlin3d/portal/

“Das in nahezu ostwestlicher Richtung verlaufende Warschau-Berliner Urstromtal trennt die Barnim-Hochfläche im Norden von der Teltow-Hochfläche und der Nauener Platte im Süden der Stadt. Die Geländehöhen des Urstromtales betragen 30 bis 40 m NN, während die Hochflächen durchschnittlich 40 bis 60 m über NN liegen. Einzelne Höhen erheben sich bis über 100 Meter über das Meeresniveau.
In Berlin ist der Porenraum der überwiegend sandig und kiesigen Sedimente der oberen 150 bis 200 Metern vollständig bis nahe an die Oberfläche mit Grundwasser erfüllt, das zur Trinkwasserversorgung der Stadt genutzt wird. Der Abstand vom Grundwasser bis zur Geländeoberkante (Flurabstand) schwankt je nach Morphologie und Geologie zwischen 0 m und wenigen Metern im Urstromtal sowie fünf bis über 30 Meter auf den Hochflächen ”
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d214_03.htm

Dazu ist auch ein Video entstanden:

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https://www.youtube.com/watch?v=NpIGxBBrbyI&html5=

2017-09-14

Tele Columbus ist offline in der Auguststrasse

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Seit Freitag Mittag war mitten in einen IP-Telefonat der Internetzugang unterbrochen.

Die Unternehmenskommunikation von Tele Columbus ist grausam.
Nach Eröffnung eines Störungstickets kam diese Mail:
“Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

wir bestätigen Ihnen den Eingang Ihrer Nachricht. Die Bearbeitung Ihres Anliegens kann vorübergehend aufgrund eines erhöhten E-Mail Aufkommens einige Tage in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.”

Dann Anruf bei Tele Columbus: nach 20 min in der Warteschleife aus der Leitung geschmissen. Beim 2. Versuch dann doch einen kommunikativen Kundenbetreuer, sprach von einen Tiefbauschaden an der Kopfstelle 12907.

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Die Ecke Tucholskystraße/Auguststraße ist zur Zeit wieder aufgebuddelt, dabei haben sie wohl die im November 2013 verlegten neuen Glasfaserkabeln erwischt.

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Verlegung neuer Glasfaserkabel im November 2013 in der Tucholskystraße

2017-08-26

Rund um das Schönhauser Tor

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Dieses Transparent hing 1994 an der Baustelle des Gebäudes Torstraße 49.

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Zur Zeit verschwinden die letzten Brachen rund um das Schönhauser Tor. Die Freifläche an der Torstrasse wird durch den neuen Verlagssitz des Suhrkamp Verlags zugebaut. Architekt ist Roger Bundschuh, der schon das Haus gegenüber entworfen hat.

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Ein neues Amano-Hotel ist auch seit einiger Zeit fertiggestellt.

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In der Linienstraße 220 geht es so einförmig weiter, wie in den letzten Jahren. Dabei war die Linienstraße (auch wegen des Lichteinfalls) mal so eine angenehme Straße.

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“Die Architektur bot von jeher den Prototyp eines Kunstwerks, dessen Rezeption in der Zerstreuung und durch das Kollektivum erfolgt. Die Gesetze ihrer Rezeption sind die lehrreichsten.

(…) Bauten werden auf doppelte Art rezipiert: durch Gebrauch und deren Wahrnehmung. Oder besser gesagt: taktil und optisch. Es gibt von solcher Rezeption keinen Begriff, wenn man sie sich nach Art der gesammelten vorstellt, wie sie z. B. Reisenden vor berühmten Bauten geläufig ist. Es besteht nämlich auf der taktilen Seite keinerlei Gegenstück zu dem, was auf der optischen die Kontemplation ist. Die taktile Rezeption erfolgt nicht sowohl auf dem Wege der Aufmerksamkeit als auf dem der Gewohnheit. Der Architektur gegenüber bestimmt diese letztere weitgehend sogar die optische Rezeption. Auch sie findet von Hause aus viel weniger in einem gespannten Aufmerken als in einem beiläufigen Bemerken statt. Diese an der Architektur gebildete Rezeption hat aber unter gewissen Umständen kanonischen Wert. Denn: Die Aufgaben, welche in geschichtlichen Wendezeiten dem menschlichen Wahrnehmungsapparat gestellt werden, sind auf dem Wege der bloßen Optik, also der Kontemplation, gar nicht zu lösen. Sie werden allmählich nach Anleitung der taktilen Rezeption, durch Gewöhnung, bewältigt.”
Walter Benjamin-Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

siehe auch:
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstrasse-ecke-rueckertstrasse
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/neubauten-im-denkmalkontext-linienstrasse-219
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstr-216-217
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstrasse-216

2017-08-22

Arbeiten am Wasserversorgungsnetz in der Joachimstraße

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In der Joachimstraße zwischen Linienstraße und Auguststraße ist die Straße bis mindestens Juli komplett gesperrt weil die Wasserbetriebe Arbeiten am öffentlichen Entwässerungs- und Wasserversorgungsnetz durchführen.

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“Bitte überzeugen Sie Ihre Kinder davon, daß eine Baustelle wegen der Unfallgefahr kein Spielplatz ist.”
Aus der Anwohnerinformation in der Joachimstraße
Dabei ist eine Baustelle viel spannender als die meisten Spielplätze.

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In Berlin sind viele Abwasserrohre völlig marode. Darum wollen die Wasserbetriebe bis in das Jahr 2021 2,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren.

“In Berlin gibt es Leitungen mit einer Länge von etwa 7.917 Kilometern für das Trinkwasser.
Die hauptstädtischen Abwasserkanäle sind circa 9.710 Kilometer lang – das entspricht einer Strecke von Berlin bis Peking. Sie bestehen aus Schmutzwasserkanälen (4.396 Kilometer), Regenwasserkanälen (3.318 Kilometer), Mischwasserkanälen (1.926 Kilometer) und Sonderkanälen (70 Kilometer).”
http://www.bwb.de/content/language1/html/991.php

2017-05-17

Tacheles-Areal: bauvorbereitenden Maßnahmen für den Erdaushub

“Die Geschichte des Standorts ist eine Geschichte der Pleiten: Schon das erste Kaufhausprojekt musste bald nach der Eröffnung wieder schließen.” Paul F. Duwe
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/tacheles-grandios-woelbte-sich-die-kuppel-ueber-der-passage/12429304-3.html

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August ‎2016

Seit April 2016 wird auf dem Tacheles-Gelände und dem Parkplatz gebaut. Zunächst wurden alte Fundamente und verschüttete Gebäudereste entfernt. “Die sogenannte Baufeldfreimachung ist abgeschlossen, so dass wir jetzt mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für den Erdaushub starten können”, sagt Christian Bauß der Morgenpost, so dass dann ab Juli 2017 mit dem Ausbaggern der Baugrube begonnen werden kann.

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Februar 2017

“Die noch vorhandenen Restbauwerke liegen etwa in sechs Mieter Tiefe”, so Bauß. Sind diese letzten Bauteile beseitigt, wird es dann im März mit dem Einbringen von sogenannten Schlitzwänden weitergehen, die später dafür sorgen, dass die Baugrube im Trockenen bleibt. Schließlich geht der Erdaushub 11.5 Meter in die Tiefe.
http://www.morgenpost.de/bezirke/mitte/article209678341/Tacheles-Areal-im-Trockenen-Jetzt-geht-s-in-die-Tiefe.html

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Ende des Jahres 2017 will man mit dem Rohbau der Tiefgeschosse beginnen um dann im Sommer 2018 mit dem Hochbau anzufangen.

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Hier werden mit Hilfe von Schlitzwandgreifern Schutzwände gegen das Eindringen von Grundwasser in die Baugrube hergestellt.

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Tacheles-Gelände Chronik auf dem Auguststrassen-Blog:

Jan. 2017 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/wintercamping-auf-dem-areal-am-tacheles

Mai 2016 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/archaeologische-ausgrabungen-auf-dem-areal-am-tacheles

Mär. 2016 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/areal-am-tacheles

Juli 2013 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/kein-durchgang-zur-oranienburger-strasse

Nov. 2013 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-verkaufte-mitte

Dez. 2012 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/und-nochmal-tacheles

März 2012 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/das-tachelesgebaeude-ist-wieder-zugaenglich

Dez. 2011 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/einzelhandelsstandortsicherungszaeune

Aug. 2011 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-zaunpolitik

Apr. 2011 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-mauer
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/sperrung-der-helga-hahnemann-strasse

Jan. 2009 http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles

2017-04-24

Markthalle Forum Museumsinsel

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Nach dem Abriss des Bestandbaues in der Oranienburger Straße im Juni 2016 wird wohl jetzt das geplante “Torhaus” zum Platz gebaut.
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen

Der gesamte Gebäudekomplex wurde nach der Wiedervereinigung Eigentum der Telekom und von der Telekom-Tochter DeTeImmobilien 2001 an die Freiberger Holding verkauft.

Auf dem Hofgeländes des Gebäudekomplexes zwischen der Oranienburger Straße und der Ziegelstraße plante Ernst Freiberger eine kombinierten Markt- und Ausstellungshalle auf einer Grundfläche von rund 2500 Quadratmetern - das eigentliche “Forum Museumsinsel”.
Der Münchner Feinkosthändler Käfer sollte die Markthalle betreiben und darüber wollte Freiberger seine Oldtimersammlung zeigen.

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Der Immobilienunternehmer Freiberger wollte sich “ein architektonisches Denkmal setzen”. Nichts weniger als ein “architektonisches Wahrzeichen des 21. Jahrhunderts” schwebt Freiberger vor.
http://www.morgenpost.de/berlin/article105095258/Hier-entsteht-Berlins-groesstes-privates-Bauprojekt.html

Das ist uns glücklicherweise erspart geblieben.

“Freiberger hatte Entwürfe von internationalen Architekten eingeholt und sich für den von Richard Rogers entschieden. Der Senatsbaudirektorin missfiel das, sie bestand auf einem Architektenwettbewerb. Nach vielem Hin und Her verlor Freiberger die Lust. Jetzt gibt es eine kleine, preisgünstigere Lösung mit „Ursprungsprodukten der Menschen“, wie Freiberger sagt: alles rund ums Backen und Brauen, also Brot und Bier. „Das sind handfeste Produkte, die jeder mag und die gerade wegen ihrer Einfachheit so geschätzt sind.“ Ein großes Zeltdach kann bei Bedarf den Platz überspannen, etwa für größere Veranstaltungen oder Weihnachtsmärkte.” gedruckter Tagespiegel vom 6. August 2016

2017-02-15

Forum Museumsinsel - der google-Konzern zieht in die ehemalige Uniklinik an der Spree

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Im September zog nun der erste Mieter in die sanierten Gebäude des ehemaligen Fernsprechamts an der Tucholskystraße ein: Der Online-Bestelldienst Lieferheld belegt mit rund 1000 Mitarbeitern 11 500 Quadratmeter im Fernsprechamt.

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Eigentlich wollte die Telekom mit ihrer „Telekom School of Transformation“ die ehemalige Uniklinik der Charité mieten, das Gropius Ensemble wurde noch durch einen Anbau durch den Architekten David Chipperfield ergänzt - wie im August aber bekannt wurde, hatte es sich der Konzern anders überlegt.

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Wie die RBB Abendschau am Freitag berichtete hat Freiberger jetzt den google-Konzern als Mieter gefunden.
http://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/av7/google-umzug-berlin.html

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Der ehemalige medizinische Hörsaal aus dem Jahr 1893 wird in Zukunft von google genutzt werden

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-und-der-zeitgeist-der-1990er-jahre
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-pizzabaecker-freiberger-vermietet-an-pizzalieferdienst
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-verkaufte-mitte
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt-forum-museumsinsel
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt

2016-11-20

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