Scheiben von SAP in die Rosenthaler Strasse eingehauen

Wieder einmal wurden letzte Woche die Scheiben von SAP in der Rosenthaler Straße/Gipsstraße beschädigt.
In einer Erklärung unter dem Motto “Kein Frieden mit dem Krieg - Militarismus abschaffen” protestieren die Akteure gegen die Softwareprodukte des Walldorfer Konzerns für Miltär (SAP liefert Logistik-Software an US-Militär im Irak: “Unsere Defense-Lösung liefern wir an 2/3 aller Nato-Staaten …”), Polizeien und Sicherheitsindustrien.


2008-06-01

am 1. Jun. 2008
Oh Mann, diese Penner.
Es nervt, ständig immer nur kaputt zu machen…
Kann man in D gar nicht mehr anders oder was???
am 1. Jun. 2008
Den Tätern sollte man auch gleich die Birne einschlagen….
am 1. Jun. 2008
mein vater meint immer: arbeitslager und den angerichteten schaden abarbeiten. mittlerweile finde ich seine einstellung nicht mehr ganz so befremdlich. geht mir doch schon auf den sack
am 2. Jun. 2008
Manch Unternehmen versteht auch keine andere Sprache. Und ja, man sollte sich nicht immerzu alles gefallen lassen - und nein, ich hab noch nix zerstört.
am 2. Jun. 2008
Und diese “Sprache” verstehen die Unternehmen?
am 2. Jun. 2008
Anstatt mal zu reflektieren das SAP mit Krieg Geld verdient, heult ihr hier wegen ein paar kaputter Scheiben rum. Ich möchte auch klarstellen das ich Sachbeschädigung nicht in Ordnung finde. Allerdings finde ich mit Krieg, Drogen oder Menschenhandel Geld zu verdienen sehr verachtenswert.
Ich bin mir aber auch sicher, das SAP für Naziväter neue KZ und Arbeitslagersoftware schreiben würde.
P.S. es heisst: Scheiben von SAP in DER Rosenthaler Strasse eingehauen
am 2. Jun. 2008
Anonymus, du hast keine Ahnung, mit Verlaub. Und schon gar keine von SAP.
Der Umsatzanteil der Softeware, die an Armeen etc ausgeliefert wird, liegt bei unter 1%. Sie sind wirtschaftlich also für den Konzern völlig irrelevant. SAP deswegen als Rüstungkonzern zu bezeichnen ist absurd und geht nur mit linker ideologischer Verbohrtheit. Obendrein sind das Dual-Use Produkte. Das wie ein Auto, mit dem man seine Oma besuchen fahren kann - aber auch in den Krieg ziehen kann.
Die politischen Extremisten auf beiden Seiten haben leider nur noch das intellektuelle Niveau Stammtischbrüdern und Wirtshausschlägern. Rosa Luxemburg wäre angewidert. Da war das, in der Gegend in den 20iger Jahren an politischen Konflikten ausgetragen wurde, ja noch geradezu anspruchsvoll dagegen.
am 2. Jun. 2008
Meinen Glückwunsch, Auguststr.! Jetzt kannst Du Dich hier auch über Gäste vom Schlage der Hauptstadtblog-Kommentatoren freuen.
am 3. Jun. 2008
Krass, was hier an Kommentaren abgeht. Man kann ja von Sachbeschädigung halten, was man will, aber von Arbeitslagern und zertrümmerten Birnen zu sprechen, kann ich nicht nachvollziehen…
am 4. Jun. 2008
Als meine Oma in den Zwanzigern die Veranstaltungen der unterschiedlichen Parteien besuchte, war sie entsetzt über das Niveau der Auseinandersetzungen…
am 8. Jul. 2009
schlechter Protest ist besser, als gar kein Protest