AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Proteste gegen Israels Militäreinsatz

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»Zehntausende aus Protest gegen Israels Militäreinsatz auf der Straße

Washington, Santiago de Chile und Paris sind dieses Mal die Stätten der größten Demonstrationen gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen gewesen.
Mehrere tausend Menschen haben am Samstag vor dem Weißen Haus in Washington gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen protestiert. Viele Demonstranten schwenkten palästinensische Flaggen und forderten ein Ende der Offensive in dem Küstengebiet im Nahen Osten. Auf Schildern war etwa “Schluss mit den US-Hilfen für den jüdischen Staat” und “Israel sanktionieren - ein Terrorstaat” zu lesen.«
http://www.dw.de/zehntausende-aus-protest-gegen-israels-milit%C3%A4reinsatz-auf-der-stra%C3%9Fe/a-17828405

Durch Berlin Mitte demonstrierten am Samstag ca. 500 Menschen gegen den israelischen Militäreinsatz in Gaza.

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Die Demonstration Ecke Rosenthaler Straße / Auguststraße

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Rolf Verleger, langjähriges Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland, schrieb in einen Gastbeitrag in der FR am 1.8.:
“Israels Unrecht auf geraubtem Land - Es ist ein Mantra deutscher Politiker, Israels Attacke auf Gaza sei gerechtfertigt. Wann nehmen sie endlich Vernunft an?
Seit 2005 ist Gaza ein großes Gefängnis; Israel hat es verriegelt, Ägypten bewacht den Hinterausgang. Israel erlaubt Ein- und Ausfuhren nur insoweit, dass niemand verhungert. Boote dürfen nur bis drei Meilen vor die Küste fahren, den EU-finanzierten Flughafen hat Israel zerbombt. Das hat die bescheidene Industrie und Landwirtschaft ruiniert. Womit sollen sich also die Einwohner beschäftigen? Ist es so erstaunlich, dass sie Tunnel bauen, um die Gefängnismauern zu durchlöchern? Ist es so erstaunlich, dass sie versuchen, ihren Gefängniswärtern zu schaden? (…)

Das zweite Massaker in fünf Jahren

Manche Leute äußern Verwunderung, warum Deutsche gegen dieses Massaker – das zweite in fünf Jahren – auf die Straße gehen. Warum nicht gegen Putin, Syrien, Nigeria? Nun, die Antwort ist einfach: Weil wir – zu Recht oder zu Unrecht – das Gefühl haben, dass deutsche Politiker und Medien mit diesen anderen Konflikten nicht viel zu tun haben oder neue Gesichtspunkte wenigstens zur Kenntnis nehmen. Diesen Eindruck kann man bei den Äußerungen der Spitzenpolitiker zu Gaza nicht haben. Sie wiederholen mantra-artig, Israels Attacke sei gerechtfertigt, denn jeder Staat habe das Recht, sich gegen terroristische Attacken zu verteidigen. Dagegen richtet sich unser Protest: Wir wollen, dass unsere Politiker Vernunft annehmen.(…)
Die EU sollte Israel daran messen, welche Fortschritte es bei der Beachtung von Völkerrecht und Menschenrechten macht. Und sie sollte darauf bestehen, dass es den Forderungen der Palästinenser nachkommt. Das heißt, dass die EU die andauernde Diskriminierung nichtjüdischer Israelis in Praxis und Gesetzgebung, die Militärdiktatur über das Westjordanland und seine Besetzung, die jahrelange Belagerung Gazas, verbunden mit periodischen Massenmorden an seinen Einwohnern, mit Sanktionen gegen Israel belegen muss. Statt Antisemitismus herbeizureden, sollten unsere Politiker und Medien mit ihrem Mitläufertum bei dem aktuellen Unrecht aufhören.”
http://www.fr-online.de/meinung/gaza-krieg-israels-unrecht-auf-geraubtem-land,1472602,28007268.html

2014-08-03

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