AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Kartoffelvolk

kartoffelvolk
gesehen am Eingang Volkspark Humboldthain - Wir sind das (rassistische) Kartoffelvolk -

Am 05. November 2016 ruft die rechtsextreme Initiative “Wir für Berlin & Wir für Deutschland” zum vierten Aufmarsch mit dem Motto “Merkel muss weg” auf. Das Berliner Bündnis gegen Rechts und der Zusammenschluss Berlin Nazifrei kündigen Proteste am Treffpunkt der Rechtsextremen am Hauptbahnhof an.

+++ Voraussichtliche Route rechtsextremer Aufmarsch „Merkel muss weg“ ab 15.00 Uhr: Hauptbahnhof/Washingtonplatz – Kapelle-Ufer – Reinhardtstraße – Friedrichstraße – Torstraße – Rosenthaler Straße – Weinmeisterstraße – Münzstraße – Rosa-Luxemburg-Straße – Dircksenstraße – Karl-Liebknecht-Straße – Gontardstraße (S-Bahnhof Alexanderplatz) +++ Änderungen möglich, aktuelle Infos auf Twitter, Hashtag: #b0511

kartoffelvolk

Darüber hinaus veranstaltet die Zeitschrift „Compact“ am 05. November 2016 eine Konferenz in Berlin, die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR) bezeichnete „Compact“ als „rassistisch“. Gegen die Veranstaltung richtet sich eine antifaschistische Kundgebung, die um 12.00 Uhr vor dem Halong Hotel in der Leipziger Str. 54 in 10117 Berlin-Mitte stattfindet.

http://berlin-gegen-nazis.de/05-11-2016-vierter-rechtsextremer-merkel-muss-weg-aufmarsch-in-berlin-gegenprotest-angekuendigt/

2016-11-03

Torstraße 224/228

Torstrasse 224/228
Torstraße 224/228 - November 2016

Wunderte mich schon länger, daß nach dem Teilabriss Anfang 2016 in der Torstraße 224/228 nichts mehr passiert.

Torstrasse 224/228
Torstraße 224/228 - Dezember 2015

Jetzt klärt ein ZEIT-Artikel von Jens Tönnesmann auf. Unter dem Titel ‘Hier baut keiner’ hat der Autor die dubiosen Hintergründe recherchiert:
“Offenbar bereichert sich eine Berliner Immobilienfirma, die Sanus AG, geschickt auf Kosten von Kleinanlegern und zum Leidwesen mancher Bewohner. Mit einer Anlageform, die so viele Skandale produziert hat, dass man eigentlich denken würde, dass niemand ihr mehr traut: geschlossene Fonds.”
Mit dem Versprechen einer Rendite von 37 Prozent in nur drei Jahren sammelte eine Fondsgesellschaft Geld bei Kleinanlegern ein.
“Im vergangenen Jahr untersuchte die Stiftung Warentest mehr als 1.100 solcher Fonds. Sie werden geschlossen genannt, weil sie einen bestimmten Betrag einsammeln und schließen, sobald sich genügend Anleger gefunden haben. 15,4 Milliarden Euro Gewinn haben die mehr als 600 untersuchten Fonds den Anlegern insgesamt in Aussicht gestellt. Herausgekommen sind 4,3 Milliarden Euro – allerdings nicht Gewinn, sondern Verlust. Nur sechs Prozent der Fonds haben ihre Prognose erfüllt. Bei den Immobilienfonds erwirtschaftete etwa jeder zweite ein Minus.”
http://www.zeit.de/2016/43/immobilienmarkt-immobilien-berlin-boom-investoren-rendite-verlustt

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/to-be-in-mitte-torstrasse-224228

2016-11-01

Chinatown Junkfood

67 Sixtyseven Junkfood

In der ansonsten sterilen Rosenthaler Straße ist dieses neue Restaurant eine echte Bereicherung fürs Auge: ein bisschen Chinatown in der Spandauer Vorstadt.

67 Sixtyseven Junkfood

67 Sixtyseven Junkfood

67 Sixtyseven, Restaurant, Rosenthaler Str. 67

Die neuen Läden in den sanierten WBM-Plattenbauten gegenüber:

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siehe auch:
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/noch-mehr-shoppen

2016-10-25

Völkisch ist kein Attribut zu Volk

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Werbung gesehen im U-Bahnhof Rosenthaler Platz, September 2016

“Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.”
VICTOR KLEMPERER

Der Begriff “völkisch” sollte nicht mehr so negativ verstanden werden, meint Frauke Petry, die Vorsitzende der Partei AfD. Man müsse “daran arbeiten, dass dieser Begriff wieder positiv besetzt ist”, sagte sie der Welt am Sonntag am 11.September 2016.

Am 12.09. startet die erste gemeinsame Kampagne der Welt/N24-Gruppe. Von „Welt de“ über die Sonntagszeitung bis zu N24 unter dem Motto „Check die Welt“.
Gestaltet wurden die Motive von der Werbeagentur Jung von Matt.

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“Der Begriff völkisch ist kein Attribut zu Volk (= völkisches Volk), sondern ein von Volk abgeleitetes Adjektiv. Aber bedenklich ist die Leugnung der Semantik von völkisch und die Idee, mittels Umdeutung das Völkische rehabilitieren und auf die politische Agenda setzen zu können.

Der Begriff völkisch ist als Lehnübersetzung von lat. popularis im 15. Jahrhundert belegt. Aber erst seit der Reichsgründung 1871 kam das Wort als Konkurrenz zu national auf und setzte sich mit dem Aufkommen der Völkischen Bewegung, deren Ziel eine ethnisch und kulturell homogene Nation war, immer mehr durch.

Wesentlicher Bestandteil der völkischen Ideologie war das Rassendogma, das dann auch im Nationalsozialismus in der Doktrin einer »völkischen Weltanschauung« niederschlug, wenn Hitler selbst auch »die Sammel­be­zeich­nung völkisch« ablehnte. ”
http://gfds.de/gfds-voelkisch-ist-rassistisch/

Der Sozialwissenschaftler Helmut Kellershohn nennt sieben Kernelemente eines völkischen Nationalismus:

1. die Gleichsetzung von Volk und Nation bzw. die Vorstellung einer nach rassistischen Kriterien homogenen Nation
2. die Überhöhung des Volkes zu einem Kollektivsubjekt und die Unterordnung spezifischer Interessen unter dem Primat der „Volksgemeinschaft“
3. die Rechtfertigung eines „starken“ Staates, der die Volksgemeinschaft mittels national gesonnener Eliten und/oder einer charismatischen Führerfigur organisiert
4. die Heroisierung des „Volksgenossen“, also jenes „anständigen Volksgenossen“, der sich mit Leib und Seele in den Dienst seiner Volksgemeinschaft stellt und für diese Opfer bringt
5. die völkische oder rassistische Konstruktion eines „inner(staatlich)en Feindes“, der für Rückschläge bei der Realisierung der Volksgemeinschaft verantwortlich gemacht wird und als negative Projektionsfläche für die Volksgemeinschaft eine identitätsstiftende Funktion hat
6. ein biopolitisches Verständnis des „Volkskörpers“, das diesen durch Bevölkerungspolitik gesund und kräftig erhalten bzw. machen will
7. ein chauvinistisches Machtstaatsdenken.

Helmut Kellershohn: Das Projekt Junge Freiheit. Eine Einführung, in: ders. (Hrsg.): Das Plagiat. Der Völkische Nationalismus der Jungen Freiheit, Duisburg 1994, S. 17–50.
(zitiert nach: https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkischer_Nationalismus)

2016-10-05

Die Wahl ins Nichts

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Nur gut, das Wahlkampfgedöns ist bald vorbei.
Bleibt nur zu hoffen dass die Völkischen möglichst wenig Stimmen in Berlin bekommen.
http://www.blog.schattenbericht.de/2016/09/das-rechte-netzwerk-der-berliner-afd/

Was die stadtpolitischen Gruppen zu den Parteien sagen:
“Mietpreisbremsen versagen und Mieten machen weiter arm. Die Parteien täuschen uns mit Schein-Initiativen. Als Regierung haben sie alle den Ausverkauf der Stadt betrieben. Sie haben den Sozialen Wohnungsbau abgeschafft, öffentliches Eigentum verhökert, städtische Wohnungsbaugesellschaften verscherbelt oder auf Gewinn getrimmt. Gerade werden die sozialen Bindungen zehntausender Sozialwohnungen verschenkt. Grünflächen werden verschachert und zubetoniert. Politikerinnen und Politiker nehmen in Kauf, dass Menschen mit kleinem Einkommen aus ihrem Zuhause verdrängt und ihren sozialen Zusammenhängen gerissen werden.”
http://mietenstopp.blogsport.de/

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Kann zwar nicht die Grünepartei wählen, das Wahlplakat find ich aber gut:

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Bleibt eigentlich nur Die Partei: die verspricht wenigstens nicht mehr oder weniger als “Laichtum für Aale!”
http://die-partei-berlin.de/

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2016-09-15

Visuelle Interventionen im öffentlichen Raum NO AMNESTY ON GENOCIDE DEUTSCHLAND

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31. August 2016 18:00-20:00
NO AMNESTY ON GENOCIDE DEUTSCHLAND
von AFROTAK TV cyberNomads
danach Abschlußparty des Project Space Festivals

Visuelle Interventionen im öffentlichen Raum
Fassadenausstellung / Interactive Exhibition 31. 8. - 11. 11. 2016

Kule e.V., Auguststraße 10

18.00h Der Menschwerdungs-reMix | Black lives Matter ?Literarische Multi-Media Performance? von AFROTAK TV cyberNomads
Eine dekoloniale Reise durch die Staatsformen Deutschlands. Mit Fokus auf Kontinuitäten der deutschen Geschichte. Aus Perspektive der Schwarzen Deutschen und der afrikanischen Diaspora Deutschlands.

Ein Projekt von KuLe e.V. & AFROTAK TV cyberNomads in Zusammenarbeit mit dem Project Space Festival Berlin 2016

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siehe (höre) auch den RADIO- Beitrag vom 23.07.2016 auf Deutschlandradio Kultur zum Thema:

“Während des Herero-Nama-Kriegs vor über 100 Jahren töteten deutsche Kolonialtruppen rund 100.000 Einheimische. Die Bundesregierung habe sich schwergetan, von Völkermord zu sprechen, sagt der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer.
(…)
Seit 1884 ist Deutschland Kolonialmacht mit vier Kolonien in Afrika und einigen kleineren Besitzungen im Pazifik. In Afrika ist es Togo, Kamerun, Deutsch-Ostafrika - das heutige Tansania im Wesentlichen - und Deutsch-Südwestafrika, das heutige Namibia.

Und 1904 leisten die Herero Widerstand gegen die zunehmende Entrechtung, also Betrügereien im Landkauf, im Kreditwesen. Es gibt zahlreiche Übergriffe auch der zahlreichen weißen Männer. Es waren fast nur weiße Männer als Siedler oder als Soldaten in der Kolonie. Und 1904 kommt es eben zum Widerstand, zu einem sehr erfolgreichen Widerstand, der eigentlich fast das gesamte koloniale Projekt in Südwestafrika zum Einsturz bringt. Und Berlin entscheidet sich zur Entsendung von Ersatztruppen unter einem General namens Lothar von Trotha, der als besonders brutaler Kolonialkämpfer eigentlich bekannt war, der jetzt einen Freifahrtschein erhält für sein Vorgehen in Südwestafrika, Auftrag lautet den, wie es hieß, “Aufstand” mit allen Mitteln niederzuschlagen.(…)
Und noch auf dem Schiff, auf der Fahrt nach Namibia wird im Grunde das Kriegsrecht verhängt und es wird praktisch angeordnet, dass jeder Herero, der im Akt des Widerstands aufgegriffen wird, standrechtlich zu erschießen ist.(…)
Es kommt dann im August zur sogenannten Schlacht am Waterberg, die nicht die Entscheidung bringt. Die Herero, die sich dort versammelt hatten mit Frauen und Kindern, entziehen sich der Umkesselung und ziehen eben nach Osten in Richtung des heutigen Botswana, in Richtung der Omaheke-Wüste. Die deutschen Truppen setzen nach und machen erst Halt, als sei selbst völlig entkräftet am Wüstensaum im Grunde nicht mehr weiterkönnen, weil auch sie nicht mehr genug Wasser vorfinden, und besetzen diese Wasserstellen. Und am 2. Oktober wird eben dieser Schießbefehl oder “Vernichtungsbefehl”, wie er auch heißt in der Literatur, eben erlassen in dem es heißt, die Herero müssen das Land verlassen, sonst werden alle erschossen. Und in einem Tagesbefehl: “Frauen und Kinder werden nicht erschossen. Es wird über deren Köpfe hinweg geschossen. Dann werden sie schon wieder zurückrennen in die Wüste” und dann, ist die Bedeutung, “den Dursttod sterben”.

Deutschlandradio Kultur: Also, für Sie ist das Urteil ein deutliches. Es handelt sich um einen Völkermord, weil die Absicht war, eben das Volk der Herero auszurotten?

Jürgen Zimmerer: Ja. Und zwar – es heißt zwar in dem Befehl, sie müssten das Land verlassen – aber in der konkreten Situation bedeutet das im Grunde, in die Wüste ziehen, wo sie umkommen.”
http://www.deutschlandradiokultur.de/afrika-historiker-juergen-zimmerer-zaehe-verhandlungen-um.990.de.html?dram%3Aarticle_id=360761

siehe auch:

Gerhard Seyfried
Herero. Eichborn Berlin 2003 (gebundene Ausgabe mit Illustrationen)
Herero. Aufbauverlag Berlin 2003, (Taschenbuch ohne Illustrationen)

2016-08-31

Äh … Bärgida?

Das ich das noch erleben muß

Da sitzte beim Abendessen und hörst von draussen über Lautsprecher “Festung Europa macht die Grenzen dicht”, guckst raus und da läuft ein Häufchen von 20 Leuten mit Deutschlandfahnen mitten durch die AUGUSTSTRASSE begleitet von Polizisten.

Da bleibt einen gleich der Bissen im Hals stecken und geht auf die Strasse.
Am Koppenplatz der Endpunkt dieses Aufzugs, was gut war, man mußte nicht soweit hinterher laufen.

Das ich das noch erleben konnte

Aus vielen Häusern kamen Nachbarn und zeigten lautstark ihre Empörung über die gehörten Sprüche.

Das beruhigt etwas.

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2016-08-22

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