AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Lesungen Berlin Bücher

Aus dem gerade eben erschienenen neuen Buch “Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol. Berliner Szenen” liest Klaus Bittermann am

24. November um 20 Uhr in Berlin, Monarch, Skalitzer Str. 134

Moebel zu Hause, aber kein Geld fuer Alkohol.

Schon seit langem beobachtet der Autor das Leben im »Gräfekiez« in Berlin Kreuzberg, in dem er seit 30 Jahren wohnt. Jugendliche Hosteltouristen stapeln sich und verstopfen die Wege, Mütter bahnen sich eine Schneise mit extrabreiten Kinderwägen, die Admiralbrücke wurde zum Treffpunkt, um sich auf das Pflaster zu legen, Bier zu trinken und Pizza zu essen, während 60-jährige Omas die Flaschen wegräumen. Klaus Bittermann guckt und hört sich das alles an und schreibt kleine Alltagsminiaturen über die Menschen und die Gentrifizierung, die gerade stattfindet, aber nicht so recht gelingen will, denn die Sonderlinge, die Penner, die Alkoholiker, die Renitenten, die Griesgrämigen halten sich hartnäckig.

Klaus Bittermann:
Möbel zuhause, aber kein Geld für Alkohol
Kreuzberger Szenen.

Edition Tiamat, Berlin 2011

Am 26. November 2011 wird das “Sur la Montagne” luxussaniert…
Jan Peter Bremer und „Der amerikanische Investor“ werden das SlaM besuchen.

26. November 2011 um 20 Uhr in Berlin, SlaM, Torstraße 170

Der amerikanische Investor

“Vielleicht sollte er dem amerikanischen Investor einen Brief schreiben. Vielleicht war der amerikanische Investor ein Mensch mit einem großen Herzen für die Literatur.”
Vor sich eine weiße Wand und die herausfordernd leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Und weil sich der an diesem heißen Berliner Sommertag partout nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal, ob sich der Zustand seiner Wohnung wieder verschlechtert hat: Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem neuen amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab. Die Wände zeigen Risse, und ist nicht sein ganzes Leben seitdem buchstäblich in eine Schieflage geraten?

Jan Peter Bremer:
Der amerikanische Investor
Berlin Verlag, Berlin 2011

Ende November erscheint im BasisDruck-Verlag das Buch von Ulrike Steglich “Universum Ackerstraße - Berliner Geschichten”. Eine Buchpräsentation gibt es am 25. November um 19 Uhr im Café village voice (Ackerstr. 1a, Mitte) - oder auch am Samstag, 3. Dezember ab 21 Uhr im Club der polnischen Versager (Ackerstr. 169, Mitte).

Universum Ackerstrasse - Berliner Geschichten

„Universum Ackerstraße“ ist eine Sammlung von Reportagen, Porträts und Geschichten der Journalistin Ulrike Steglich aus den letzten 15 Jahren, ergänzt durch Fotoserien der Fotografen Klaus Bädicker, Christoph Eckelt, Mirko Zander und Rolf Zöllner.

Seit 1989 hat Berlin gravierende Umwälzungen erlebt: Wende, Mauerfall und Wiedervereinigung, Umbau, Neubau. Doch Kontraste, leidenschaftliche Debatten, Kollisionen und Reibungsflächen machen die eigentliche Anziehungskraft Berlins aus. Sie zeigen sich in politischen Entscheidungen und städtebaulichen Veränderungen ebenso wie im alltäglichen Leben der Bewohner, die mit Geduld, Pragmatismus und lakonischem Witz den permanenten Wandel bewältigen.

Aus Ulrike Steglichs Perspektive sind es diese Bewohner, die die Erzählung der Stadt ausmachen. Wer genau hinschaut und zuhört, entdeckt überall Spuren des Wandels: in den kleinen Geschichten neben dem Skandal, im Detail neben hochfliegenden Plänen, im Hintergrund der bekannten Bilder. Sicher ist hier immer nur eines: Es kann nie langweilig werden. „Universum Ackerstraße“ zieht eine kleine Zwischenbilanz nach zwei Jahrzehnten.

Ulrike Steglich:
Universum Ackerstraße - Berliner Geschichten
BasisDruck Verlag, Berlin 2011

2011-11-23

2 Kommentare zu 'Lesungen Berlin Bücher'

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  1. dz bodenberg sagt,

    am 23. Nov. 2011

    “Möbel zu Hause…” lohnt sich auf jeden Fall, und Ulrike Steglich vermisse ich, seitdem es keinen Scheinschlag mehr gibt….

    Ansonsten: http://www1.wdr.de/themen/panorama/bierbike110.html
    Hoffentlich passiert das hier auch.

  2. Tine sagt,

    am 13. Dez. 2011

    Ich fand die Lesung etwas sehr zynisch. Naja, lag evtl. auch an die Herangehensweise bzw. die Thematiken der Bücher. Mein absoluter Tipp für ein lustiges Berlin Buch mit lustigen Bildern aus Berlin ist „Smiling Berlin- Eine Liebeserklärung in Bildern“. Für nicht einmal 10 Euro bekommt man in über 150 lustigen Berlin Bildern überwiegend aus Kreuzberg ein schönes Portrait vom Leben in Berlin.
    Eine Besonderheit ist, dass die Fotos nicht bewusst gesucht wurden, sondern der Autor Lasse Walter alles, was ihm spontan aufgefallen ist mit seinem Fotohandy - oder was auch immer gerade zur Hand war -, abgelichtet hat. Das erklärt, warum die Bildqualität nicht immer im klassischen Sinne Druckqualität hat. Dies ist aber kein Makel, es macht das Buch nur noch charmanter und authentischer, weil die meisten Bilder sonst gar nicht entstanden wären.
    Da Lasse Walter selbst kein Ur-, sonder Wahl-Berliner - offensichtlich aus Liebe zur Stadt - ist, hat er im Buch auch andere Berlin-Fans und Ur-Berliner zu Wort kommen lassen. Es heißt da unter anderem “Humorvoll, direkt, etwas hart - aber herzlich. Typisch Berlin!” - und typisch “Smiling Berlin”.
    Das Buch hat 144 Seiten, ein Hardcover und ist über Amazon.de aber auch direkt auf www.smilingberlin.com mit Widmung vom Autor und lustigen Postkarten zum, wie ich finde, unschlagbaren Preis von 9,90€ zu beziehen.

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