AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Keine Buchhandlung mehr am Rosenthaler Platz

Buchhandlung Starick

Fast 62 Jahre gab es am Rosenthaler Platz einen Buchladen. 1991 übernahmen Margit Starick und Gerd Gerlach die damalige Heinrich-Heine-Buchhandlung.
Doch eine Mieterhöhung um mehr als 50 Prozent (Tagesspiegel vom 06.09.2008) bedeutet jetzt das Aus für die Traditionsbuchhandlung.

mehr Informationen dazu: Ulrike Steglich im ’stadt.plan.mitte’ Nr.66, Februar 2009
Buchhandlung Starick
Das Hotel Ecke Rosenthaler Straße/Weinmeisterstraße ist bald fertig

Hotel Casa Camper

Die Touristen aus den Hotels am Rosenthaler Platz und in der Rosenthaler Straße brauchen ja eher Imbisse und Restaurants …
Wie schrieb Alexa Kaufhof so schön im September 2008 in einen Kommentar hier auf das Blog:

‘Das ist doch ein wunderbares Beispiel dafür, wie der freie Markt alles regelt. Zwar steigen in solchen Gebieten die Wohnungsmieten, aber dafür werden die Hotelzimmer durch die Konkurrenz so billig, daß bald alle ins Hotel ziehen können.’

Hotel Casa Camper

2009-02-10

3 Kommentare zu 'Keine Buchhandlung mehr am Rosenthaler Platz'

Kommentare als RSS

  1. Ferran sagt,

    am 10. Feb. 2009

    Ich hoffe Berlin wird es schaffen, sich weg vom “freien Markt” halten zu lassen. “Freier Markt” bedeutet bei uns in Barcelona unmögliche Preise in Wohnungen (durchschnittliche Miete liegt jetzt rund 1.000 €) sowie in Hotels, Cafes, Restaurants und überall; Arbeitslöhne dagegen bleiben tief unten (viele verdienen weniger als 1.000 €/Monat). “Freier Markt”? “Diebmarkt”!
    Grüsse.

  2. sp 38 sagt,

    am 11. Feb. 2009

    more & more hotels 4 more & more tourists 4 more & more junk food paradise 4 more & more fashion activism 4 more & more cars 4 more & more fun & people 4 more & more cut&gocoffeego! 4 more & more sofa diva 4 more& more …& less & less book shops 4 less & less poetry 4 … no end list !
    “VIVE LA CRISE ”
    SP 38


  3. am 12. Feb. 2009

    An diesem Neubau bin ich heute Nacht - nach Luft schnappend - vorbeispaziert. (Beinah hätte ich einen Notarzt rufen müssen!)

    Dass in der Gegend um den Hackeschen Markt überhaupt solche Projekte genehmigt werden, ist mir vollkommen unverständlich! Selbst ein Blinder mit Krückstock sieht doch, dass die Gegend sich vielmehr für kleinteilige Entwicklungen eignet, die den charmanten Charakter fortführen und möglichst Vielen eine Nutzung dort ermöglichen. Stattdessen wird dort Investorenarchitektur völlig unraffiniert hingekotzt, so als handele es sich um irgendein Büroviertel.

    Und wohnen darf man in aufgewerteten, totsanierten Gegenden als Normalsterblicher vielleicht noch im Hinterhof, Erdgeschoss, im Knick - mit exklusivem Blick auf die Mülltonnen. Na danke.

Kommentar hinterlassen: