AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Film-Dreh: Privatisierung der Auguststrasse

Zehnte Babelsberg Film Inglourious Basterds
Ein Tochterunternehmen der Studio Babelsberg AG, die Zehnte Babelsberg Film, produziert zur Zeit den Film Inglourious Basterds.

Die Dreharbeiten finden für 3 Tage im Clärchens Ballhaus statt und sie machen einen Teil der Auguststrasse zur Film-Wagenburg, zum Filmstudio.
Regie führt Quentin Tarantino, und die Starbesetzung wie z.B. Brad Pitt, machen die ganze Ecke zu einer Art Hochsicherheitszone.

Jeder Gang aus dem Haus wird von securitys argwöhnisch beäugt.
Mir wurde heute wegen fotografierens “Platzverweis” erteilt (ich dachte bisher immer, das könne nur die Polizei) und wurde dann rüde bis ins Haus zurückgeschoben.

Wie weit geht eigentlich, das Sondernutzungsrecht für Straßenland?
Die Ballhaus Auguststraße GbR macht mit ihren Filmdreh-Vermietungen gute Umsätze, aber was haben wir Bewohner davon, außer Belästigungen?

2008-12-15

4 Kommentare zu 'Film-Dreh: Privatisierung der Auguststrasse'

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  1. Ferran sagt,

    am 15. Dez. 2008

    Solche Situationen habe ich in Barcelona auch erlebt, und ich bin mit dir einverstanden, dass sie sehr unangehnem sind. Unsere Stadtregierung verteidigt immer, dass die Stadt für die Bürger ist. Leider ist oft die Realität anders; auch in Berlin…
    Lg,

  2. der Zweifler sagt,

    am 17. Dez. 2008

    nun sicherlich ist durch diese produktion ihr normales recht der strassennutzung teilweise zu unrecht eingeschränkt, doch ich denke das auch sie die sicherheitskräfte vor ort verstehen müssen, in welchem öffentlichem interesse stehen die darsteller eines solchen filmes???
    beachten sie das ein herr brad … oder andere seiner zunft praktisch kein privatleben haben.(daher auch das sicherheitsaufkommen, oder möchten sie bei ihrer arbeit ständig im blitzlicht stehen?) aufgrund der fotografen die die schauspieler auf schritt und tritt verfolgen kommt es auch leider immer wieder zu missverständnissen mit anwohnern ,sie sind leider häufig nur unzureichend über die Sondernutzungsrechte der Sicherheitskräfte informiert oder fühlen sich in ihren bürgerrechten eingeschränkt, faktisch übte in diesen tagen der örtliche sicherheitsdienst das uneingeschränkte hausrecht auf der strasse aus, das es ihm auch ermöglicht das fotografieren einzugrenzen oder gänzlich zu untersagen, jedoch kann ich mir nicht vorstellen das sie unhöflich oder gar “rüde” behandelt wurden da doch gerade anwohner eine besondere rolle in solchen situationen einnehmen und gerade auf sie in vollem umfang rücksicht genommen wird.

    mfg


  3. am 17. Dez. 2008

    Auch wenn Sie es sich als Zweifler nicht vorstellen können: schade das ich kein Audio-Aufnahmegerät dabei hatte um die Gewaltandrohungen oder z.B. die Lügen, vom Leiter des Sicherheitsdienstes gegenüber der geholten Polizei, aufnehmen zu können

  4. Joachim August sagt,

    am 26. Dez. 2008

    Es wäre ja nichts dagegen zu sagen, würde die Stadt den Erlös aus der Vermietung des Sondernutzungsrechts an die betroffenen Anwohner ausschütten, die trotz entrichteter Parkgebühr für die Jahresvignette keinen Stellplatz in der Nähe ihrer Wohnung mehr finden können.

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