AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Der Garnisonfriedhof

Garnisonfriedhof

Der Garnisonfriedhof am Ende der Auguststraße - heute eine Oase in der steinernen Spandauer Vorstadt - hatte ursprünglich zwei Teile: den “Offiziersfriedhof” für Offiziere des preußisch-deutschen Heeres und den “Gemeinenfriedhof” für den einfachen Soldaten, der sich über die heutige Gormannstraße (früher Laufgasse) bis zur Rückertstraße (früher Wüste Gasse) hinzog.
Das Gründungsjahr der Friedhofsanlage ist auf Grund fehlender Urkunden und Akten nicht mehr belegbar, mit Sicherheit fanden aber seit 1706 Bestattungen statt. 1854 ordnete das Kriegsministerium an, die Verstorbenen des Garnisonlazarettes nicht mehr auf dem Garnisonfriedhof, sondern auf dem Invalidenfriedhof vor den Toren der Stadt zu begraben. Die letzten regulären Beisetzungen auf dem nicht mehr erhaltenen Gemeinenfriedhof fanden 1876 statt. 1877 wurde der geschlossene Gemeinenfriedhof als Spazierpark und 1900 zur Bebauung freigegeben.

Garnisonfriedhof

Soldaten sind Mörder
“Wann Krieg beginnt, kann man Wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg? Falls es da Regeln gäbe, müßte man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stünde da? Da stünde unter anderen Sätzen: laßt Euch nicht von den Eigenen täuschen” schrieb Christa Wolf 1983 in ihrer Erzählung Kassandra.
Heute gibt es kein Kriegsministerium mehr in Deutschland.
Einen Krieg nennt man Entwicklungshilfe.

Laßt Euch nicht von den Eigenen täuschen!

Bundesweiter Protest gegen den Afghanistan-Krieg am 20. Februar 2010 in Berlin

2010-02-14

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