AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Bodenreform - Grundrecht auf Boden

Marthashof

Am Wochenende gab es im Deutschlandfunk eine “Lange Nacht über nachbarschaftliche Wohnformen”.

Berichtet wurde über genossenschaftliche Eigentumsformen an verschiedenen Beispielen. Als Negativbeispiel wurde der Berliner Marthashof angeführt:
“Gemeinschaft ist in der Wiener Sargfabrik nicht exklusiv gedacht, sondern als offenes Konzept, das in die Nachbarschaft hineinwirkt und sich damit von anderen privatwirtschaftlich realisierten Wohnprojekten unterscheidet, die heute auch gern damit werben, dass sie Gemeinschaft für ihre Bewohner schaffen. Ein Beispiel dafür ist der Berliner Marthashof am Prenzlauer Berg, der von Kritikern als Gated Community bezeichnet wird.”
Kritisiert wurde “eine ökonomische gleiche Nachbarschaft und eine Architektur des Ausschliessens, eine gebaute Abwehr gegen den Stadtraum: die deutsche gemilderte Variante der Gated Community.”

Das fand ich schon ganz gut, aber die Schlussworte echt erstaunlich:
Alex Rühle, Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung:
“Es müsste von der Politik vielmehr geschehen, wir bräuchten eine BODENREFORM, (…) die Politik müßte vielmehr machen als diese Mietpreisbremse weil ich glaube äh , es könnte bald zu äh sozialen Unruhen kommen … ”
Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München:
“Also ich stimme der Bodenreform zu (…), ich denke, das es ein Grundrecht auf Boden geben müsste, nicht nur ein Grundrecht auf Wohnen und das der Bodenmarktpreis nicht allein dem freien Spiel der Markkräfte ausgesetzt werden darf.”

Nachhören:
http://www.deutschlandfunk.de/gemeinschaft-ein-verlorenes-paradies.704.de.html?dram:article_id=290003

2014-08-06

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