AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Baugruppendebatte

Kleine Rosenthalerstrasse 9/10

Die Spandauer Vorstadt hat jetzt auch eine “Baugruppendebatte“:
Anlaß war die Aufforderung an die derzeitigen NutzerInnen des Grundstücks in der Kleine Rosenthalerstraße 9/10, gegenüber des Garnisonsfriedhofes, das Grundstück zu räumen, damit die “Baugruppe” um den “linken” Journalisten Mathias Greffrath ihre Immobilie errichten kann …

Kleine Rosenthalerstrasse 9/10

Kleine Rosenthalerstrasse 9/10
Die NutzerInnen schreiben:
“Seit 1991 wird auf diesem mittlerweile schön dschungelig begrünten kleinen Hofgelände in unterschiedlicher Konstellation von Menschen gemeinsam gebastelt, repariert, gebaut, gelacht, getratscht, gewerkelt, auch mal getrunken und getanzt, geschweisst und geschwitzt, geflext, gefeixt, gegrillt, geprobt und gespielt, rumgesponnen, geschraubt, gearbeitet, gemalt, gelebt, erfunden, diskutiert, instandgehalten, geschmiedet und sonst noch was…

Und das alles vollkommen selbstverwaltet, gleichberechtigt, unbürokratisch und unabhängig! Deshalb ist dieser lebendige Kunsthof Ex-Spekulationsobjekt und der herrschenden Verwertungslogik entzogen (eat shit and die!)… Und das ist auch gut so!”
Werkstattprojekt Linienhof

sei_baugruppe

2010-08-10

3 Kommentare zu 'Baugruppendebatte'

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  1. Florian sagt,

    am 10. Aug. 2010

    Nur dass die ach so alternative Nutzung der Fläche bisland auch darin bestand, Parkplätze gegen Entgelt zu vermieten, find ich persönlich ziemlich kapitalistisch.


  2. am 2. Sep. 2010

    Wenn die ja, alternative Nutzung der Fläche - oder wie nennt man sonst öffentliche Werkstätten und so weiter? - durch etwas Parkplatzvermietung mitfinanziert wurde, na und?


  3. am 2. Sep. 2010

    Übrigens:

    6.9.2010 Diskussionsveranstaltung

    What’s left?

    Stadtentwicklung – Baugruppen – gewachsene linke Strukturen im Interessenkonflikt

    Podiumsdiskussion vor dem Hintergrund des Konflikts um den Linienhof
    Am 6.9.2010 um 19:30Uhr im Café Morgenrot

    Stadt für alle?- Gentrifizierung als Ergebnis der aktuellen Stadtpolitik
    -Welche Bedürfnisse lässt die Stadtentwicklung offen?
    – unkommerzielle Strukturen als sozialer Gegenentwurf

    Baugruppen oder selbstverwaltete Projekte? Können Baugruppen einen Beitrag für eine soziale Stadtentwicklung leisten?
    Wenn ja, unter welchen Umständen?
    Was ist der soziale Anspruch / Einfluss von Baugruppen?
    - von sozialen Projekten?
    Welcher gesellschaftliche Beitrag wird vom Linienhof angeboten?

    Solidarität als zentraler Inhalt linker Ideen Warum soll der Linienhof gehen, wenn die Baugruppe kommt?
    Eigentumsbildung und daraus resultierende Konkurrenz stellen keine Lösung für alle dar.
    Wie kann der aktuelle Konflikt um den Linienhof auch im Sinne der bestehenden Strukturen gelöst werden?

    Eingeladen sind: Vertreter_in der Baugruppe
    Uwe Rada, Journalist (taz)
    Andrej Holm, Soziologe
    Bündnis steigende Mieten stoppen
    Stadtteilinitiative Karla Pappel
    Unterstützer_innen des Linienhofs

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