AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Auguststraße 68: Wunderkammer

Auguststrasse 68

Der Neubau Auguststraße 68, das neue Ausstellungs- und Wohnhaus des Kunstsammlers Thomas Olbricht, ist nun fertiggestellt. Gestaltet wurde er durch das Architekturbüro Hans Dittmann, (”bemüht, um einen klare und angemessene Architektursprache”), das schon vor ein paar Jahren das dem Sportplatz-Auguststraße zugewandte Gebäude Linienstr. 161a entworfen hat.

Unter dem Label “me Berlin – moving energies – collectors room” sollen hier ab Mai 2010 auf insgesamt 1.300 m², wechselnde Ausstellungen von internationalen Kunstsammlungen präsentiert und Teile der Olbricht Sammlung ausgestellt werden: Wunderkammer - Das Sammelsurium von Thomas Olbricht.

Auguststrasse 68
Auguststrasse 68

In dem neuen Gebäude gibt es aber auch Wohnungen zu mieten, z.B. eine 230,00 m² große 5-Zimmer-Wohnung für 3.999,00 € kalt. (http://www.immowelt.de)

Auguststrasse 68

Der Charme der AUGUSTSTRASSE ist mit diesem Gebäude wieder ein Stück verloren gegangen …

2009-12-28

11 Kommentare zu 'Auguststraße 68: Wunderkammer'

Kommentare als RSS


  1. am 28. Dez. 2009

    genau, “Wunde-kammer” sollte es heissen. und das “collectors room berlin” - Me! Me! Me! … peinlich…

  2. ber sagt,

    am 28. Dez. 2009

    Das Ding ist eine Spur zu klotzig geraten.

  3. Archibold sagt,

    am 29. Dez. 2009

    Wie so oft; eine Architektur, die als Modell sicherlich interessant daher kommt; als Element in einer engen Wohnstrasse versagt es aber…

  4. Methin sagt,

    am 30. Dez. 2009

    Der Preis für dem “beleidigte Leberwurstblogeintrag des Monats” geht mal wieder an den Auguststrassenblog. Wie konservativ kann man eigentlich sein? Der rote Faden dieses Blogs ist: “Alles was neu ist, ist scheisse”. “Früher was die Welt noch heile”. Und sowieso geht es nur bergab. Tolle Kiste.

  5. nope sagt,

    am 31. Dez. 2009

    Naja, der Witz soll ja wohl eher darin liegen, dass ein weiterer Teil der Auguststraße der Gentrifizierung unterworfen wird. Der Autor hat es doch in seinem Beitrag selbst geschrieben. Und außerdem hat er der Branche den Spiegel vorgehalten, als er mit dem faden Slogan des ausführenden Architektenbüros die Realität abglich. Also nicht nur, dass der Klotz scheiße aussieht, sondern auch noch das altbekannte neoliberale Lied der kapitalistischen Stadtaufwertung repräsentiert, ist hier Anklagepunkt. Wie affirmativ muss man eigentlich durch die Welt laufen, um das nicht zu sehen bzw. die Reaktion eines Anwohners zu moralisieren oder aber auf bloß ästhetische Fragen zu verkürzen?!

  6. Methin sagt,

    am 31. Dez. 2009

    Ich würde mal unterstellen, dass der/die BlogautorIn nicht eine in die Gründerzeit zurückreichende Tradition der Sesshaftigkeit in der Auguststrasse hat. Im Gegenteil - er/sie dürfte in das Gebiet zugewandert sein. Was ich damit sagen will: Die typischen Anti-Gentrifizierungs-Heulsusen sind deren Teil des Systems. Sie sind meist deren Vorhut und Auslöser. So läuft das auf der ganzen Welt. Seit Generationen. Nur in Berlin und Hamburg aber mit unreifer Larmoyanz - und in Unkenntnis der eigenen Rolle. Dieser Blog ist auch ein typisches Symptom der Gentrifizierung. Eine Akadamiker-Schicht zieht zu… Und macht solche Blogs. Allerdings eine, die offenbar die Haltung hat: Es ist ok, dass ich gekommen bin. Wer nach mir kommt und nicht so ist, wie es mir schmeckt, der ist scheisse, Der soll draussenbleiben.

  7. nope sagt,

    am 31. Dez. 2009

    Als ich spreche hier nicht für den Autor, das kann jener im Zweifel selbst tun, aber die Kernaussage des Beitrags ist einfach jenseits deiner “Heulsusen-Rhetorik”. Das ist wohl mehr dein Pappkamerad, auf den du eindrischst. Vielleicht sollte man das einfach mehr polarisieren: aus der Sicht eines gutsituierten Neubürgers mag das ja alles infantiler Protest sein, aus der Sicht eines Anwohners mit geringem Budget stellt sich der Umwandlungsprozess aber von seiner handgreiflichen Seite - nämlich irgendwann in Form von Zwangsumzügen dar -, das mag man ja ablehnen, aber man sollte es wenigstens zugestehen, dass hier ein Interessensgegensatz vorliegt und diesen nicht einfach leugnen. Wenn man den Dissens leugnet, ja dann bleibt man nur bei Personalisierungen stehen, eben so, dass ein Anwohner-Blog gleich noch als “Symptom” der Gentrifizierung erscheint. Da vertauscht man aber kurzerhand Urspung und Folge miteinander, was mehr als nur ein ideologischer Treppenwitz ist, sondern die ganz plumpe Verhöhnung von Protest. Es ist doch absurd anzunehmen, dass Protest gegen naturwüchsige Stadtveränderung (man kann ja dann mal über den Stadtentwicklungsplan diskutieren) im luftleeren Raum entsteht. Es mag sicher immer wieder Figuren geben, die lediglich Floskeln auf irgendwelchen Demos wiedergeben und nicht wissen, was sie eigentlich kritisieren, aber das ist ja ein ganz anderes Problem, was mit politischer Bildung und sozialen Milieus zusammenhängt. Jedenfalls hat der Protest gegen neoliberale Stadtaufwertung keinen Rassismus zum Ziel, sondern eine sozial ausgeglichene Stadtpolitik, was weder Einwände gegen Architektur, noch gegen eine plurale Nachbarschaft bedeutet.

  8. ObiWan sagt,

    am 6. Jan. 2010

    Dieses “Gebäude” ist definitiv unter den Top 10 der hässlichsten Neubauten in Berlin-Mitte. Áus rein ästhetischen Gesichtspunkten. Ich muss da jeden Tag vorbei…und schäme mich jedes Mal fremd.

  9. jemand sagt,

    am 21. Jan. 2010

    Ich arbeite als Handwerker auf dem Bau und muß sagen dass diese Hütte die reinste Geldverschwendungsmaschine ist. Es sind zwar edle Materialien verbaut, überall, aber in einer Weise und Planung dass man die Wohnungen (so was von bescheuert geschnitten) schon als billig bezeichnen kann, für die hälfte des Geldes hätte man etwas viel schöneres und vor allem der AUguststraße gerechteres Haus bauen können. Und dass Jette Joop hier wohnen wird ist nun auch kein Pluspunkt. Ebenfalls wurde letztens Marius-Müller Westernhagen auf Besichtigung im Objekt gesehen.
    P.S: Ich hoffe der Bau ist bald zuende!

  10. Gerd Danigel sagt,

    am 30. Apr. 2010

    Habe es Heute in der Abendschau gesehen, und schau es mir unbedingt so schnell wie möglich an.
    Vielen Dank, Herr Olbricht , das Sie solche Dinge gut aufbewahren und Allen zugänglich machen.
    Ich wünsche Ihnen noch viele interessante Neuentdeckungen.
    Herzlichst,
    Gerd Danigel

  11. Th. Abraham sagt,

    am 16. Mai. 2010

    An Charme hat die Auguststraße nur gewonnen - mit einem Bauwerk zeitloser, schlichter, sich anpassender, doch interessanter Architektur. Auguststraße: Eine Zeitreise der Architekturgeschichte aus frühem Historismus, Jahrhundertwende, 20-er, 30-er Jahre hin zum Plattenbau bis zur heutigen Moderne. Die fruchtlose Debatte erübrigt sich, was da wo stört. Sind wir Herrn Olbricht dankbar für diese Einzigartigkeit, die er der Stadt und uns damit beschert. Tief beeindruckt von heute Gesehenem, mit Vorfreude auf weitere Besuche!

Kommentar hinterlassen: