AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Auguststrasse 11-13

Auguststrasse 11-13

Die vom Jewish Claims Conference im Herbst 2009 der Jüdischen Gemeinde übertragene ehemalige jüdische Mädchenschule wird jetzt saniert und wird - wie originell - Galerie und Restaurant.
Die Repräsentanten der Gemeinde stimmten für das Projekt von Michael Fuchs (Galerie Haas & Fuchs), der es für vier Millionen Euro sanieren will. Fuchs kann die Mädchenschule, mit 3300 Quadratmetern Nutzfläche, für 20 Jahre mit einer Option für weitere zehn Jahre zu guten Konditionen mieten.

Auguststrasse 11-13

Das Schulhaus wurde im Auftrag der jüdischen Gemeinde von Berlin durch ihren Gemeindearchitekten Alexander Beer Ende der 1920er Jahre erbaut und 1930 von der jüdischen Mädchenschule bezogen.
Die Schule in der Auguststraße wurde 1942 geschlossen, bis Ende des Krieges benutzte das katholische St. Hedwigs Hospital ihre Räume. Mitte der 1950er Jahre konnte die ursprüngliche Nutzung durch die Bertolt-Brecht Oberschule wieder aufgenommen werden. Diese Kontinuität wurde nach der Wiedervereinigung durch die 2. Gesamtschule des Bezirks Berlin-Mitte weitergeführt, bis diese 1996 wegen Schülermangel schließen musste.

siehe auch: Das Gebäudeensemble Auguststrasse 11-16

2010-12-21

7 Kommentare zu 'Auguststrasse 11-13'

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  1. Grmph sagt,

    am 22. Dez. 2010

    Ätzend. Das letzte was die Ecke braucht, ist noch eine Galerie und noch ein Restaurant. Dazu noch das”Me..so ugly” schräg gegenüber. Was ist aus meinem Kiez geworden?!

  2. Hans sagt,

    am 24. Dez. 2010

    Wenn es Ihnen nicht passt, wer dort einzieht, dann koennen Sie sich ja mit einem alternativen Konzept bewerben. Plaerren ist leicht. Aber natuerlich sehr berlinerisch. Latte Laeden sind uncool. Renovierte Wohnungen auch. Galerien sowieso. Ach ja, und Restaurants erst (von wenig politisch-korrekten Ausnahmen mal abgesehen). Ebenso das meiste Gewerbe - von SAP bis zu Werbe&Designfuzzies. Clubs sind sowieso scheisse. Der ganze Laerm, um Himmels Willen! Kirchen etwa? Ne, denen laufen die Leute weg. Ne Moschee ginge vielleicht noch, damit kann man seine politisch korrekte Gesinnung zu Schau stellen. Schulen? Da muesste man erstmal Kinder fuer haben. Zum Glueck hat die Augustrassen-Blog-Szene am Ende wenig Einfluss.

  3. dzb sagt,

    am 27. Dez. 2010

    Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr? Aber ehrlich, wenn es “Ihnen” nicht passt, wieso kommentieren Sie hier, wieso lesen Sie hier?

    c/o wollte die Mädchenschule verwenden, durften aber nicht. Das wäre ja besser gewesen.

    Und - wenn ich ja etwas kontrovers sein darf - wie wär’s mit die komplette Verwendung als Schule? Schulplätze sind hier wieder Mängelware.

  4. Archiv sagt,

    am 4. Jan. 2011

    Repräsentant Gideon Joffe kritisierte die Vereinbarung. Das Gebäude gehöre zum »Herzstück der Gemeinde«, und es sei da-
    her »unmöglich«, es zu vermieten. »Wir geben unsere jüdische Identität weg«, beklagte er. Außerdem sei die Miete viel zu gering.
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9366/highlight/Auguststra%C3%9Fe

  5. nachbar sagt,

    am 7. Jan. 2011

    Das schickimicki „Grill Royal“ soll in der ehemaligen Mädchenschule etabliert werden … Arme Auguststrasse …

  6. FFF sagt,

    am 8. Jan. 2011

    so verschnarcht wie sich die auguststrasse zur zeit praesentiert, kann man sich doch nur freuen, dass wieder etwas passiert.

    und das grill royal hat doch die untere friedrichstrasse positiv beeinflusst, vielleicht schafft es das ja auch mit der auguststrasse. und kunst hab ich eh gern.

    ich verstehe diese allgemeine negative haltung gegen investoren und initiatoren in berlin ueberhaupt nicht!

  7. junge sagt,

    am 11. Jan. 2011

    @FFF
    Es hat vor allem was mit den steigenden Mieten zu tun. Ich meine nicht einmal nur den Wohnungsmarkt. Viele Hausbesitzer wittern Morgenluft, kündigen den Gewerbetreibenden und warten bis irgendein internationaler Modekonzern oder Wolfgang Joop die Preisspirale für eine weitere Runde anstösst… In 10 Jahren ist die Gegend um die Tucholskystrasse und die Auguststrasse eine ähnliche Wüste wie der Hacksche Markt oder die Münzstraße. Langweilig, teuer und irgendwelche Provinzkids kaufen sich dann auf Klassenfahrt hier ihre Designerjeans.

    Positiv ist, dass die jüdische Gemeinde das Gebäude mittelfristig wieder selbst nutzen will.

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