AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Monopoly Berlin : Forum Museumsinsel

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Der Investor Ernst Freiberger baut ja nicht für Berlin oder unseren Stadtteil, sondern für ihn “gibt es keine bessere Anlage als die in Steine”.

Diese “Steine” hat er vor 16 Jahren an der Oranienburger Straße und der Monbijoustraße gefunden und der Telekom abgekauft. Seitdem steht das ehemalige Haupttelegraphenamt leer.

Aber es wird doch immer wieder gebaut. Nachdem der Bestandsbau in der Oranienburger Straße im Juni 2016 abgerissen wurde , läßt er nun ein neues Gebäude errichten, das sogenannte Torhaus, weil, so waren die Pläne irgendwann “ein neuer großer städtischer Platz” entstehen soll, der “eine herausragende Erlebnisqualität für das gesamte Viertel, ja ganz Berlin bieten soll.”
(aus dem Projekt-Exposé Stand: September 2011)

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Die Klinik-Gebäude südlich der Ziegelstraße wurden zwar die letzten Jahre restauriert, aber vor kurzen wurde ein Bereich erneut eingerüstet um den Putz zu erneuern - nach zwei Jahren!

Freiberger-Zitate:

“Ich gehe immer langfristig an meine Projekte heran. Im Denken daran, wie ich sie meinen Kindern irgendwann übergeben kann. Eine Lebensphilosophie, wie ich sie von meinen Eltern und Großeltern in der bayrischen Heimat gelernt habe. (…) Es gibt für mich keine bessere Anlage als die in Steine.”
https://www.morgenpost.de/berlin/article106085425/Investor-Ernst-Freiberger-ein-Bayer-in-Berlin.html
UND
“Die Gebäude stehen schon seit 100 bis 200 Jahren, da kommt es auf ein paar Jahre nicht an.”
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmer-ernst-freiberger-im-interview-berlin-zieht-die-menschen-an/11787462-all.html

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen

2017-10-31

Wohnungsnot in Berlin - und die Werber machen sich lustig

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Angesicht der Wohnungsnot in Berlin find ich diese Werbung ziemlich zynisch.
Im kommenden Winter werden wieder viele Obdachlose sich in Bussen, Bahnen und in Bahnhöfen vor dem Erfrieren schützen müssen.

Eine im Juni 2016 veröffentlichte Studie untersuchte die Lage der sozialen Wohnversorgung in Berlin. Ausgehend von vorhandenen Bestands- und Angebotsdaten des Berliner Wohnungsmarktes wurde der Bedarf an angemessenen und leistbaren Wohnungen für 350.000 Haushalte im Transferleistungsbezug und weitere 300.000 Haushalte mit geringen Einkommen (ohne Transferleistungen) ermittelt und dem verfügbaren Bestand sowie dem Angebot an preiswerten Wohnungen gegenübergestellt.

Im Oktober 2017 sieht die Lage bestimmt noch schlechter aus.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Absoluter Wohnungsmangel von 125.000 Wohnungen. Die in den letzten Jahren dramatisch gesunkene Wohnversorgungsquote von unter 95 Prozent verweist auf einen absoluten Wohnungsmangel in der Stadt. Das rechnerische Wohnungsdefizit beträgt schon jetzt (ohne die Prognose künftiger Bevölkerungsentwicklungen) über 100.000 Wohnungen.
- Fehlbestand von über 130.000 preisgünstigen Wohnungen für Geringverdiener. Für die insgesamt knapp 300.000 Haushalte mit Einkommen unterhalb von 80 Prozent des Berliner Durchschnitts, die keine Transferleistungen erhalten, gibt es nicht genügend leistbare Wohnungen. Es fehlen unter den derzeitigen Einkommensverhältnissen in der Stadt mindestens 130.000 kleine Wohnungen zu Nettokaltmieten von nicht mehr als 200 Euro.

Besonders drastisch wirkten sich die Wohnungsmarktveränderungen für Wohnungssuchende aus, die Transferleistungen beziehen. Die Anzahl der Wohnungsangebote zu Mietpreisen unterhalb „Bemessungsgrenzen für die Kosten der Unterkunft“ haben sich von über 100.000 (2007) auf weniger als 10.000 (2015) verringert. Angesichts von ca. 350.000 Bedarfsgemeinschaften ist ein Umzug damit faktisch ausgeschlossen.
Quelle: https://gentrificationblog.wordpress.com/2016/06/13/berlin-es-fehlen-schon-jetzt-130-000-leistbare-wohnungen-in-der-stadt/#more-4555

2017-10-25

Werbe-Overkill

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“In Berlin hat die Werbung inzwischen ebenfalls schreckliche Ausmaße angenommen: An den Straßen und Plätzen werden immer mehr Werbeplakate aufgestellt, in den U-Bahnhöfen sogar schon die Fußböden mit Werbeplakaten beklebt. Auf Hochhäusern drehen sich riesige Mercedessterne. Hinzu kommt die Werbung an Bussen und Bahnen, die riesige Blow-up-Werbung an Brandmauern und Baugerüsten und die vielen wahllos auf alle möglichen Freiflächen und Pfähle geklebten Veranstaltungsplakate.(…)
Die Stadt werde von Plakat-, Licht- und Display-Werbung geradezu „überflutet“, sagen die Ini­tiatoren von „Berlin Werbefrei“, die mit einem neuen Volksbegehren, das möglicherweise in einen Volksentscheid mündet, die Werbung im Berliner Stadtbild auf ein allgemein verträgliches Maß zurechtstutzen und einer „unkontrollierten Ausbreitung“ zuvorkommen wollen. Der Titel des neuen Gesetzes lautet: „Gesetz zur Regulierung von Werbung in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Raum“ oder kurz „Antikommodifizierungsgesetz“ (AntiKommG).”
http://www.taz.de/Kleine-Kulturgeschichte-der-Werbung/!5450748/

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Wenn nur ein Werbetreibender den ganzen Bahnhof plakatiert: vor ein paar Wochen war am U-Bahnhof Mehringdamm sogar der Fußboden mit diesen Plakaten beklebt.

Dagegen hilt nur noch massives Adbusting.
siehe auch: https://berlin-werbefrei.de/

2017-10-19

Geklebtes und Gesprühtes

Auch wenn sich die street artists rar machen in den letzten Jahren - in der Auguststraße und Umgebung gibt es doch noch Arbeiten zu sehen.

Zum Beispiel Alias:

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Auguststraße

und der treuste street artist der Auguststrasse, SP-38. Danke ! :

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Auguststraße, Sep. 2017

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Kleine Auguststraße

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Das seit vielen Jahren leerstehende ehemalige Israelitisches Krankenheim - Torstraße 146, Linienstraße 86 - gut geeignet für Street Art Arbeiten.

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Linienstraße 86

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Torstraße 146, Sep. 2014

siehe dazu auch: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/daobj.php?obj_dok_nr=09080097

2017-10-14

update 2017-10-19: Gedankenstrich in die erste Zeile eingefügt