AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Tucholskystraße ohne Asphalt

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Die Tucholskystraße an der Ecke Auguststraße wird alle paar Monate aufgerissen für Arbeiten an den Netzen.
Wäre doch gut den Beton und Asphalt einfach weg zu lassen, kostengünstiger für die Netzbetreiber und schön für uns Anwohner zum Sitzen und für die Kinder zum Spielen.

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2017-09-27

Grundwasserabsenkung und das Warschau Berliner Urstromtal

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Das war eine komplizierte Baustelle für die Gasag: eigentlich sollte nur die in die Jahre gekommene Absperrarmatur einer (Haupt-)Gastransportleitung gewechselt werden, doch der Grundwasseranstieg in Berlin der letzten Jahrzehnte erforderte umfangreiche Grundwasserabsenkungsmaßnahmen.

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Die Absperrarmatur

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Seit der Wende und der Abwicklung industrieller Großbetriebe hat sich der Trinkwasserverbrauch in Berlin fast halbiert. Dazu kamen noch “sparsame Geräte und ein Umdenken in der Bevölkerung” http://www.berliner-zeitung.de/4464108

In Berlin wird das Trinkwasser durch innerstädtische Brunnen aus dem Grundwasser gewonnen.
Und der Anstieg und die Bewegung des Grundwassers liegt an der geologischen Zusammensetzung der Bodenschichten.

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Beim roten Punkt die Baustelle an der Ecke Nostitzstraße/Gneisenaustraße

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Hier eine virtuelle Bohrung mit den Bodenschichten an diesen Punkt

Die ganzen hochverdichteten Innenstadtbezirke liegen im Warschau Berliner Urstromtal - und da ist der Grundwasseranstieg am stärksten.

http://berlin.geo-3d.de/berlin3d/portal/

“Das in nahezu ostwestlicher Richtung verlaufende Warschau-Berliner Urstromtal trennt die Barnim-Hochfläche im Norden von der Teltow-Hochfläche und der Nauener Platte im Süden der Stadt. Die Geländehöhen des Urstromtales betragen 30 bis 40 m NN, während die Hochflächen durchschnittlich 40 bis 60 m über NN liegen. Einzelne Höhen erheben sich bis über 100 Meter über das Meeresniveau.
In Berlin ist der Porenraum der überwiegend sandig und kiesigen Sedimente der oberen 150 bis 200 Metern vollständig bis nahe an die Oberfläche mit Grundwasser erfüllt, das zur Trinkwasserversorgung der Stadt genutzt wird. Der Abstand vom Grundwasser bis zur Geländeoberkante (Flurabstand) schwankt je nach Morphologie und Geologie zwischen 0 m und wenigen Metern im Urstromtal sowie fünf bis über 30 Meter auf den Hochflächen ”
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d214_03.htm

Dazu ist auch ein Video entstanden:

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https://www.youtube.com/watch?v=NpIGxBBrbyI&html5=

2017-09-14