AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Baustellenabsperrungen

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Weil der Kanal- und Schachtdeckel der Telekomleitung kaputt ist, steht seit fast einen Jahr diese Baustellenabsperrung auf dem Gehweg der Auguststraße.

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Hat die Telekom wohl vergessen, - inzwischen wächst das Grün - auch schön.

2016-06-29

Forum Museumsinsel - Urbanität läßt sich nicht planen

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Die bisher geschlossene Häuserfront an der Oranienburger Straße wird mit direktem Zugang in den neu zu gestaltenden Platz, das sogenannte Forum, geöffnet.

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Im “Forum” wird der Münchner Feinkosthändler Käfer eine Markthalle betreiben für mediterranen Spezialitäten, aber auch “Strassenmusiker sind willkommen, aber die müssten sich bewerben”, so der Geschäftsführer der Freiberger Projektentwicklung GmbH, Klaus Kirchberger.

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Da schwärmt der Freiberger Spezl Christoph Stölzl, Kuratoriumsmitglied der Freiberger-Stiftung:
“Es passiert vielleicht alle 100 Jahre einmal, dass mitten im Zentrum einer Stadt ein so großes Projekt beginnen kann. Vergleichbar hätten nur das Rockefeller Center in New York oder das Centre Pompidou in Paris zu der kompletten Neuausrichtung eines Viertels beigetragen. Mit seinen Geschäften, Restaurants und Cafés werde das neue Quartier eine Schnittstelle von Kultur und Szene bilden.”
http://www.morgenpost.de/berlin/article105095258/Hier-entsteht-Berlins-groesstes-privates-Bauprojekt.html

“Doch Urbanität planen zu wollen wäre ein Widerspruch in sich. Man kann allenfalls Räume offen lassen, damit sich darin urbane Qualitäten entfalten können. (…) Das sind Räume mit geringer Regelungsdichte.” (Walter Siebel)

Aber um so einen Raum handelt es sich bei diesen “Forum” bestimmt nicht, ich befürchte das Gegenteil wird der Fall sein: ein privatisierter, stark reglementierter Stadtraum, eine weitere Angleichung von Innenstadt und Shopping-Mall.

siehe auch:

Walter Siebel, Die Kultur der Stadt, Frankfurt am Main 2015


http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-und-der-zeitgeist-der-1990er-jahre

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-pizzabaecker-freiberger-vermietet-an-pizzalieferdienst
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-verkaufte-mitte
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt-forum-museumsinsel
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt

2016-06-24

EM 2016 - schwarzer Stoff, roter Kragen, goldene Messingknöpfe

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hier hatte jemand sein nationales Coming-out, gesehen 2006 in der Großen Hamburger Straße

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Party-Patriotismus? gesehen 2008 am Mehringdamm

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Neonazidemonstration 2016 Hauptbahnhof, Berlin

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„Auszug der Jenenser Studenten in den Freiheitskrieg 1813“, gemalt vom Schweizer Maler Ferdinand Hodler für die Universität Jena im Jahre 1908

Die Farben ihrer Uniform - schwarzer Stoff, roter Kragen, goldene Messingknöpfe - gaben die Farben für die deutschen Burschenschaften und die deutsche Nationalflagge vor.

“Nach dem für Napoleon katastrophalen Ausgang des Russlandfeldzuges wurde das erzwungene Bündnis Preußens mit Frankreich im Winter 1812/1813 aufgehoben. Friedrich Ludwig Jahn und Friedrich Friesen, die schon seit 1810 in Berlin das Turnen und Schwimmen gefördert und den geheimen Deutschen Bund gegründet hatten, drängten den preußischen Minister Hardenberg zur Sammlung einer Freischar, in der Freiwillige aus allen deutschen Staaten gegen Napoleon kämpfen sollten. Offenbar vereinbarte man damals die Gründung einer solchen Truppe. Denn noch bevor der König vertraulich von Gerhard von Scharnhorst und offiziell von Major von Lützow um die Errichtung eines von diesem zu führenden Freikorps gebeten wurde, trafen Jahn und Friesen am 29. Januar 1813 am Sammelplatz Breslau ein. Dort warben sie in der Umgebung um Freiwillige und bereiteten alles zur Aufnahme des zu erwartenden Ansturms vor. Lützows Truppe wurde im Februar 1813 mit offizieller Billigung unter dem Namen Königlich Preußisches Freikorps als reguläre Truppe des preußischen Heeres gegründet. Grundlage für die Aufstellung dieses und weiterer Freikorps war die Allerhöchste Kabinetts-Ordre (AKO) vom 3. Februar 1813 über die Aufstellung freiwilliger Jägerdetachements, von der auch der Beiname „Lützower“ oder „Schwarze Jäger“ herrührt, obwohl nur ein kleiner Teil der Truppe tatsächlich aus Jägern bestand.”

https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCtzowsches_Freikorps

2016-06-12