AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Eine Berlinerin unter lauter Berlin-Touristen

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“Ich liebe die Auguststrasse - immer dann wenn ich Urlaub von Berlin brauche, aber keine Zeit habe zu verreisen,” so, die Anmoderation des rbb Abendschau-Beitrags ‘Lieblingsstraßen der Abendschau-Reporter’, “dann gehts hier hin; eine Berlinerin unter lauter Berlin-Touristen. Die Auguststrasse ist mittlerweile fast so ein Anziehungspunkt wie das Brandenburger Tor. Warum hier alle hin wollen ? - Es ist sehr viel Kunst hier unterwegs …”

Die Betreiber des ‘Clärchens Ballhaus’ und der Strandbar Mitte im Monbijoupark wollen einen anderen Eindruck vermitteln und verklären die Situation der AnwohnerInnen, Clärchen Ballhaus sei “fast wie das Wirtshaus des Dorfes und wenn dann ein paar Touristen dazu kommen, die sozusagen die internationale Mischung herstellen, ist es meistens eine schöne runde Sache.”

Lieblingsstraßen: Auguststraße, Mitte:
https://www.youtube.com/watch?v=UN7QhtJGJRo&list=PLD3DFpjgFy1aOUzNStBbeznz_1RozELVV&index=10

2015-06-14

Dark tourism

“Wenn tagtäglich tausende Touristen durch die Stadt ziehen, lässt das die Geschichtswissenschaft nicht unbeeindruckt. Historiker beschäftigen sich nicht nur mit der Geschichte des Reisens. Auch der aktuelle Geschichtstourismus spielt eine zentrale Rolle – als Teil der Public History. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenhang von Vergangenheit und Image der Stadt: Wie lässt sich die große Anziehungskraft historisch belasteter Orte erklären? Das Reisen an Orte, die mit Tod, Leiden und Grauen assoziiert werden, wird als Dark Tourism bezeichnet. (…)

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Ausstellungsgelände “Topographie des Terrors” - Im Hintergrund das Bundesministerium der Finanzen, (das ehemalige Reichsluftfahrtministerium und spätere Haus der Ministerien der Deutschen Demokratischen Republik). Dazwischen ein Reststück der Berliner Mauer

Erst Ende der siebziger Jahre deckten die Berliner Geschichtswerkstatt und andere Initiativen die Geschichte der nationalsozialistischen Terrorzentrale auf. Zur Internationalen Bauausstellung von 1984/87 entstand im „zentralen“ Bereich an der Mauer eine Geschichtslandschaft. Ausgrabungen gaben 1985/86 Teile der ehemaligen Folterkeller frei. Dies hatte vor allem eine symbolische Dimension, denn die Kellermauern gaben nur wenige Informationen preis. Es ging um die Aufdeckung des Verschütteten und die besondere Kraft authentischer Spuren, mochten sie materiell auch noch so unbedeutend sein.(…) Der Fall der Berliner Mauer trug auf doppelte Weise zum Erfolg dieses Ortes bei. (…) Beide deutschen Diktaturen sind so auf engstem Raum „erfahrbar“, was manche Touristen überfordert: Legendär sind interessierte Nachfragen, warum Hitler eigentlich die Mauer gebaut habe.(…) So haben alternative Projekte zur Touristifizierung Berlins als „Rom der Zeitgeschichte“ beigetragen. Mit Blick auf die großen kommerziellen Potenziale des Berliner Geschichtstourismus treibt die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH die Eventisierung der Geschichtskultur weiter voran.” (1)

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Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen jüdischen Altersheim, Große Hamburger Straße

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“Am 11. April 1942 wurde die Jüdische Schule auf Veranlassung des Reichssicherheitshauptamts geräumt und am 30. Juni endgültig geschlossen. Die Schule und das benachbarte Altersheim wurden ab nun von der Gestapo als Sammellager eingerichtet, von dem aus Zehntausende jüdische Bürger in das KZ Theresienstadt und das KZ Auschwitz deportiert und ermordet wurden. Das Altersheim wurde 1943 zerstört und nach Kriegsende enttrümmert. An dieser Stelle befindet sich heute der Eingang zum alten jüdischen Friedhof, der damals direkt hinter dem Heim lag.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hamburger_Stra%C3%9Fe

Text (1): Hanno Hochmuth
Vortrag auf der Tagung “Schattenorte. Stadtimage und Vergangenheitslast”, Potsdam-Museum/ZZF Potsdam, Potsdam, 12.2.2015.
Der am 13.2.2015 im Tagesspiegel erschienene Artikel Die Attraktion der Schattenorte von Hanno Hochmuth basiert auf diesem Vortrag.
http://www.tagesspiegel.de/wissen/berlin-inszeniert-seine-geschichte-die-attraktion-der-schattenorte/11366582.html

2015-06-08

Kunscht und Generalstreik

alias generalstreik
gesehen in der Auguststrasse

“Häufig bilden schwerwiegende ökonomische Ungerechtigkeiten oder soziale Unruhen die auslösenden Motive für einen Generalstreik.(…)
Der größte Generalstreik der neueren europäischen Geschichte – der erste wilde Generalstreik überhaupt – waren die Mai-Unruhen 1968 in Frankreich. “(Wikipedia)
Generalstreik erst 2020 ? Schwerwiegende ökonomische Ungerechtigkeiten werden seit Jahren immer größer.

Alias Neue Arbeit von ALIAS

Baustellenabsperrungen ohne Baustelle für Werbung einer Kunstinstitution der Auguststrasse

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SP38
SP38 - no money no art

2015-06-05