AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Forum Museumsinsel - Pizzabäcker Freiberger vermietet an Pizzalieferdienst

Fernsprechamt
ehemaliges Fernsprechamt Tucholskystrasse

Wie gestern bekannt wurde, wird eine ca. 10.760 m² große Fläche des ehemaligen Fernsprechamts an die Delivery Hero Holding GmbH ( Lieferheld und pizza.de) als Firmenzentrale vermietet.
Neben der Telekom Führungsakademie ist das der 2. Hauptmieter in dem 31.000 m² grossen Immobilienensemble der Freiberger Holding zwischen Oranienburger Straße und Spree.
http://www.propercity-berlin.de/delivery-hero-mietet-10-700-m-im-forum-museumsinsel-63767.html

Ernst Freiberger kam 1976 nach Berlin, nachdem ihm Papa Ernst Freiberger senior (der hatte sein Geld als exklusiver Eislieferant der olympischen Spiele 1972 in München gemacht) eine vom Konkurs bedrohte Bäckerei für Tiefkühlpizzen in Moabit gekauft hatte.

Ernst Freiberger zur Morgenpost: “Ich finde, der Pizzabäcker ist ein ehrenwerter Beruf; zumindest der Tiefkühl-Pizzabäcker, weil der Millionen Menschen sehr gutes preiswertes Essen zur Verfügung stellt. (…) Aber wenn Sie mich so fragen: Immobilien-Hai, Immobilienmakler oder Pizzabäcker – dann bin ich lieber Pizzabäcker.”
http://www.morgenpost.de/berlin/article1930638/Investor-Ernst-Freiberger-ein-Bayer-in-Berlin.html

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-verkaufte-mitte
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt-forum-museumsinsel
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-privatisierte-stadt

2014-11-29

Immer wieder Auguststrasse

Er ist wieder da

Die letzten Tage gab es wieder Dreharbeiten in der Auguststrasse, mit Intervallsperrungen für Radfahrer und Fußgänger. Blöde nur wenn man es eilig hat …

Er ist wieder da

Er ist wieder da

Gedreht wurde an der Verfilmung des Romans ‘Er ist wieder da‘ von Timur Verme.

siehe auch:

Einfallslose Locationscouts

2014-11-14

Brunnenstrasse 183

Brunnenstrasse 183
Umsonstladen Brunnenstr. 183 - gesehen 2008

Wiedereinmal wurde mit dem Kauf eines bewohnten Mietshauses, dann Räumung der BewohnerInnen mit der Begründung zu investieren, seine Investitionsankündigungen nicht einhaltend, mit Leerstand und Weiterverkauf Profit gemacht.
2006 kaufte Manfred Kronawitter die Brunnenstrasse 183 für 285.000 Euro.
Das Haus war in den frühen 90er Jahren besetzt worden. Später wurde es zwar legalisiert, doch Kronawitter zweifelte die Mietverträge an und bekam nach langjährigen Gerichtsverfahren Räumungstitel gegen die Bewohner. Weiterverkauft wurde es Ende 2010 für 1,3 Millionen Euro an die Geschwister Christoph und Catharina Birkel (aus der Nudelherstellerfamilie), nachdem im November 2009 mit 600 Polizisten geräumt wurde.

Brunnenstrasse 183

Das Haus wurde nun saniert und seit ein paar Tagen ist die Bauplane entfernt. Die taz zur neuen Fassade: “Da passt der neue Wandschmuck, der fast pünktlich zum fünften Jahrestag der Räumung der 183 enthüllt wurde. Die Goldlettern sind ein Statement. Vielleicht auch eine Provokation. Ganz sicher eine Demonstration für alle, die noch nicht verstanden haben, was Gentrifizierung ist. ”

Brunnenstrasse 183

Die Brunnenstrasse:

Brunnenstrasse

Brunnenstrasse

2014-11-06