AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Obdachlos in Berlin

Waemehilfe Berlin bei eisiger Kälte: Wärmebuseinsatz am Rosenthaler Platz am Sonntag Abend

Seit Monaten steht am Rosenthaler Platz Gewerberaum leer, bestimmt ein bisschen beheizt. Draussen sind Obdachlose durch die eisige Kälte die zur Zeit herrscht bedroht.

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Dass Gewerberaum kurzfristig für die Unterbringung Obdachloser genutzt werden kann, zeigen Beispiele in Hamburg.
http://www.hinzundkunzt.de/hamburgs-schonste-leerstande-2013/

“Die hohen Miet– und Energienebenkosten seien Brandbeschleuniger, warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe und fordert von der neuen Bundesregierung eine nationale Strategie gegen Wohnungsnot und Armut”, so der Deutschlandfunk in dem Beitrag “Wenn die Miete unbezahlbar wird ” vom 22.01.2014.

Die Zahl der Obdachlosen wird in der Hauptstadt auf 600 bis 1000 geschätzt, mit stark steigender Tendenz und die Verelendung von Menschen auf der Straße hat in den letzten Jahren eher zugenommen.
“In Berlin gibt es zu wenige Plätze, um Obdachlose unterzubringen” fasst die Berliner Morgenpost die Antwort des Sozialstadtrats von Charlottenburg-Wilmersdorf, Carsten Engelmann (CDU), auf eine kleine Anfrage zusammen. Bestätigt wird dies in der RBB-Abendschau durch Sybill Klotz, Bezirksstadträtin für Soziales in Tempelhof-Schöneberg. Die Zahl der Wohnungslosen nimmt sogar eklatant zu, bei fast gleichbleibender Anzahl von Unterkünften für die Betroffenen. (…) Aus guten Gründen wird sich häufig gegen die Notunterkunft entschieden. Die dort ankommenden Menschen kämpfen um einen Schlafplatz – einen Schlafplatz auf Zeit - und am Tage stellt sich die Frage: Wo gehst du hin? Der Alltag: laufen, aufwärmen, weiterlaufen, aufwärmen… Um 8:00 muß die Einrichtung verlassen sein. Abends heißt es dann in der Schlange anstehen um einen der Plätze, ab 21:00 werden die Türen aufgemacht.”
aus: http://wirbleibenalle.org/?p=1361

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2014-01-27

Mini-Markt in der Rosenthaler Str. 11 gekündigt

Mini-Markt in der Rosenthaler Str. 11

Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte (WBM) saniert seit einiger Zeit die Plattenbauten in der Rosenthaler Straße (energetische Sanierung).
Im Zuge der anstehenden Sanierung in der Rosenthaler Straße 11 wurde jetzt dem seit 15 Jahren dort ansässigen, als Familienbetrieb geführten Lebensmittelgeschäft, der Vertrag nicht verlängert.
Ein Modegeschäft kann mehr Gewerbemiete aufbringen als ein kleiner Supermarkt für den täglichen Bedarf.
Da es in der Gegend aber kaum noch Lebensmittelgeschäfte gibt, haben Anwohner einen Brief an die WBM verfasst:

Liebe Nachbar/innen,
Haben Sie schon gehört?

Die WBM hat dem Mini-Markt in der Rosenthaler Str. 11 zum 25. Januar (!) gekündigt.(…)

Der Mini-Markt ist der letzte verbliebene Supermarkt in unserer Nachbarschaft, der uns zwischen dem ganzer: überteuerten Irrsinn noch mit den Dingen versorgt, die wir täglich brauchen. Was sollen wir mit einem Schnösel-Laden mehr, noch dazu, wenn wir dafür unsere Einkäufe eine Viertelstunde lang nach Hause schleppen müssen?

Der Mini-Markt würde gerne weiter hier im Kiez bleiben’ und hat sich bei der WBM für einen neuen Mietvertrag beworben. Doch wahrscheinlich können die erhöhte Miete nach der Sanierung nur noch schicke Boutiquen oder Edelrestaurants berappen.

Gerade die WBM als städtische Wohnungsbaugesellschaft mit sozialem Auftrag sollte im Sinne ihrer Mieter/innen handeln. Lassen Sie uns das gemeinsam einfordern! Wir wollen uns alle mit Beschwerdebriefen direkt an die wenden, die es in der Hand haben, den Mini-Markt in unserer Nachbarschaft zu erhalten.
Wie wäre es, wenn wir alle der WBM schreiben:
- was wir von ihrem Plan, den Mini-Markt rauszuschmeißen, halten
- warum wir es so wichtig finden, dass uns dieser Laden erhalten bleibt.

Der Mini-Markt selbst sammelt übrigens auch schon Unterschriften gegen die Kündigung.

Einfach an der Kasse unterschreiben. die Inhaberin gibt auch immer gern Auskunft.

Viele Grüße,
einige Mieter/innen aus der Nachbarschaft

Kontakt WBM:
- Dircksenstr.. 38. 10117 Berlin
- Telefon: 2471 30 (Zentrale) oder 2471 3111 (Gewerbemanagement) Email: info@wbm.de oder gewerbe@wbm.de
Fax: 2471 4100 oder 2471 3100″

2014-01-20

update 2014-01-26:

Unser Mini-Markt in der Abendschau und in den Printmedien

“Der Marktpreis für die Gewerberäume an der Rosenthaler Straße 11 werde nach der Sanierung bei 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter netto kalt liegen. Bisher waren es zehn Euro.”

http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/abendschau/tante-emma-ad?documentId=19255514

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gentrifizierung-an-der-kastanienallee-in-berlin-der-letzte-lebensmittelmarkt-am-rosenthaler-platz-macht-zu/9383084.html

http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-mitte/mitte/artikel/34455-wohnungsunternehmen-wbm-saniert-rosenthaler-quartier/

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/tante-emma-laeden-weg-die-wut-buerger-vom-rosenthaler-kiez-,7169128,25976106.html

Einfallslose Locationscouts - immer wieder Auguststrasse

Elixir

In der Auguststrasse wurde letzte Woche wieder gedreht, nicht im bei Filmproduzenten so beliebten Clärchens Ballhaus, sondern mal wieder in der Straße.

Elixir

Elixir

Elixir

Die Elixir Films GmbH produziert gerade in Berlin den australischen Kinofilm “Elixir” unter der Regie von Brodle Higgs.
Wir wurden freundlich informiert:
“Eine wichtige Szene unseres Films wird am Mittwoch, den 8.1., und am Donnerstag, den 9.1. 2014, in der Auguststraße, gedreht.
Zur Durchführung unserer Dreharbeiten ist zudem (leider) am Donnerstag, den 9.1. 2014, zwischen 9 und 16 Uhr eine sog. Intervallsperrung für Autos, Radfahrer und Fußgänger zwischen der Auguststr. 18 und der Kl. Hamburger Str. erforderlich. Für die hiermit verbundenen Einschränkungen bitten wir Sie ebenfalls um Entschuldigung. Bitte folgen Sie den Anweisungen der „Blocker”, um im Interesse aller Beteiligten einen möglichst zügigen und reibungslosen Ablauf zu ermöglichen!
Wir wissen um die Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen, die mit den Dreharbeiten in dieser diesbezüglich leidgeprüften Gegend verbunden sind und werden uns bemühen, so rücksichtsvoll und sorgfältig wie möglich zu arbeiten.”

Aber liebe Locationscouts, es gibt doch auch so schöne “Motive” in Steglitz, Lichtenberg oder Wilmerdorf, oder denkt Ihr, in der Auguststrasse sind die Leute eh gewohnt in einer Kulisse zu wohnen …

siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Locationscout

2014-01-11