AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Grundwasserabsenkungsmaßnahmen

Für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes des ‘Sozialverbandes VdK Deutschland’ in der Linienstraße 131 sind Grundwasserabsenkungsmaßnahmen nötig:

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

“In den im Warschau-Berliner Urstromtal gelegenen Bereichen der Berliner Innenstadt ist das Grundwasser in der Regel in Tiefen von nicht mehr als 3 Metern zu erwarten. Auf Grund der geplanten Tiefe der Baugrube ist ein Eingriff in das Grundwasser erforderlich.”
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/grundwasser/de/gw_absenk.shtml

Grundwasserabsenkung

So wird auf der Baustelle Grundwasser abgepumpt und ein paar hundert Meter weiter am Koppenplatz in die Kanalisation eingeleitet.

Grundwasserabsenkung

Linienstrasse 131
Abriss des Seitenflügels Linienstraße 131, Sommer 2012
Linienstrasse 131

2013-03-27

Berlin Mitte Geschichte - Protest in der Rosenstrasse

karte1.jpg

1 Gebäude der Sozial-Verwaltung der Jüdischen Gemeinde, Rosenstraße 2-4; Gefängnis während der »Fabrik-Aktion«.
2 Die »Alte Synagoge«, Heidereutergasse 4.
3 Jüdisches Altersheim, Große Hamburger Straße 26.
4 Gestapo-Leitstelle Berlin, Burgstraße 28; (mit dem Berliner Judenreferat; auch in dem Gebäude Burgstraße 26 befand sich eine Dienststelle der Gestapo.
5 S-Bahnhof »Börse«, heute »Hackescher Markt«, zu DDR-Zeiten »Marx-Engels-Platz«.

In der Rosenstraße 2–4 errichtete die Jüdische Gemeinde 1905 ein großes Verwaltungsgebäude, das später unter anderem das Wohlfahrts- und Jugendamt beherbergte.
“Am 27. Februar 1943 führte die Berliner Gestapo die letzte große Razzia gegen Juden durch, die überwiegend in der kriegswichtigen Rüstungswirtschaft Zwangsarbeit leisten mussten. Während dieser „Fabrik-Aktion“ wurden jüdische Partner von „Mischehen“, „Mischlinge“ sowie „Geltungsjuden“ von den „Volljuden“ separiert und in dem Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde in der Rosenstraße 2-4 in Berlin-Mitte festgehalten, [um ihren Status zu überprüfen und unter ihnen Fachpersonal als Ersatz für zu deportierende Mitarbeiter jüdischer Einrichtungen auszuwählen].
Die nicht-jüdischen Angehörigen hatten im Laufe des Tages herausgefunden, wohin ihre Angehörigen gebracht worden waren. Vor dem Gebäude fanden sich – ohne untereinander organisiert zu sein – viele Angehörige ein. Überwiegend „arische“ Ehefrauen der Festgehaltenen, aber auch „arische“ Ehemänner von jüdischen Frauen kamen dort hin. Sie brachten Lebensmittelpäckchen mit, die von den Wachen am Eingang angenommen wurden. Viele wussten nicht, ob ihre Angehörigen dort tatsächlich festgehalten wurden. Die Wartenden tauschten die wenigen Informationen untereinander aus und kamen täglich wieder.
Niemand kannte die Pläne der Gestapo für die circa 2000 dort einsitzenden Menschen. Der sogenannte „Rassestatus“ eines jeden wurde eingehend geprüft. Dokumente belegen, dass diese Personengruppe nicht für die Deportation vorgesehen war. (…)[Die Entlassungen aus der Rosenstrasse begannen am 1.März 1943 und zogen sich mindestens bis 12.März hin.] Sie kehrten zu ihren Familien zurück und wurden wieder zur Zwangsarbeit befohlen. Ungefähr 200 ehemalige Rosenstraßen-Insassen arbeiteten danach in den Verwaltungsstrukturen der Jüdischen Gemeinde.” (1)
“Zeitgenössische Dokumente zu diesen Vorgängen gibt es bisher nicht” (…) daher “bleiben bis heute die Zahl der Teilnehmer, die konkreten Umstände sowie die Dauer und die Form des Protestes in der Rosenstrasse ungesichert. Die Angaben, wie viele Menschen sich tatsächlich vor dem Gebäude versammelten, schwanken erheblich, von 150 bis zu 6000. (…)
Weder damalige Dokumente noch die weitere historische Entwicklung stützen also die Annahme, dass Proteste wie in der Rosenstraße die Deportationsplanungen der NS-Führung verändert oder deren Realisierung behindert hätten. Die Geschichte vom Erfolg des Protestes der nichtjüdischen Angehörigen und der Rettung der Juden in der Rosenstraße vor dem Abtransport nach Auschwitz ist gleichwohl inzwischen ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eingeschrieben. Die bereits kurz nach dem Krieg entstandene Legende fußte auf Berichten von Überlebenden und ihren subjektiven Eindrücken. (…)
Eine reale Chance, den Prozess der Judenverfolgung aufzuhalten, der schließlich in den Massenmord mündete, bestand nur an seinem Beginn. Schon 1933 hätte sich eine breite Opposition formieren müssen, als der NS-Staat die ersten antijüdischen Maßnahmen einleitete und die ersten diskriminierenden Gesetze erließ, um die deutschen Juden zu vertreiben. Notwendig wäre ein frühes und breites Engagement in allen Schichten der Gesellschaft, ganz besonders unter den Eliten, gewesen.”(2)

(1) Topographie des Terrors, Barbara Schieb http://www.berlin.de/2013/partner/sonstiges/stiftung-topographie-des-terrors-mit-mehreren-veranstaltern/
(2) Wolf Gruner: Widerstand in der Rosenstraße. Die Fabrik-Aktion und die Verfolgung der „Mischehen“ 1943. Frankfurt/M 2005

Karte aus Gernot Jochheim: Frauenprotest in der Rosenstraße Berlin 1943. Berichte, Dokumente, Hintergründe, Berlin 2002

2013-03-11

Berliner Mauer

Busch - DDR-Grenzmauer
© Busch Gmbh

Die DDR-Grenzmauer für den Modellbau (H0)
“Die Einzelelemente entsprechen den Stützwandelementen Typ UL 12.41 der »neuen« Mauer von 1979/80 und besitzen auch im Modell die typischen Betonwandabschrägungen im Fußbereich. Ein Originalmauerelement ist 3,6 m hoch, 1,2 m breit und wiegt ca. 2,6 t. ”

Busch - DDR-Grenzmauer
© Busch Gmbh

Erst ab Mitte der 1980er Jahre entstanden die farbigen Sprühgrafittis und Malereien auf der ‘Berliner Mauer’. Bis dahin gab es vorallem ‘writings’: Sprüche und Parolen.
Bis in die 1980er Jahre war die ‘Mauer’ in Westberlin “die grösste Wandzeitung der Welt”:
“Ronald Steckel hat auf einer mehrmonatigen Wanderung entlang der Westseite der Mauer alle Texte abgeschrieben und ist mit dem Manuskript zu Wolfgang Neuss gegangen, um das gesammelte Volksvermögen durch die ‘Schnauze der Nation’ ‘zur Sprache zu bringen’.”
http://www.berlin-wall-shop.de/pi2/pd138.html
siehe auch: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/wolfgang-neuss-zum-85igsten

Abriss am Bethanien Damm - gesehen Sommer 1990:

Berliner Mauer

Berliner Mauer

Berliner Mauer

2013-03-07