AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

LEISTUNGSSCHUTZRECHT STOPPEN!

Heute Nacht soll in 1. Lesung das Leistungsschutzrecht im Bundestag beraten werden. Damit kommen die großen Verlagshäuser und ihre Lobbyisten ihrem Ziel ein Stück näher, gegen den Rat von vielen Experten ein Leistungsschutzrecht gesetzlich in Deutschland zu verankern.

Dagegen stellen wir uns!

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http://leistungsschutzrecht-stoppen.d-64.org/

Gleich live im Bundestag:
http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?action=tv

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Unsere Politiker bei der Arbeit
update 23:12 Quelle: http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?action=tv

2012-11-29

Gebäudeensemble Auguststrasse 11-16

jüdischen Krankenhaus

Erstmal die gute Nachricht: seitdem der Komplex vom Bund als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung gefördert wird, wird der weitere Verfall des ehemaligen jüdischen Krankenhaus des Architekten Eduard Knoblauch in der Auguststrasse verhindert.

jüdischen Krankenhaus

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Leider kam diese Förderung für den Komplex, der sich von der Neuen Synagoge auf der Oranienburger Straße ausgehend, entlang der Auguststraße erstreckt, kurz nach dem Abschluß des 20jährigen Mietvertrages mit dem Galeristen Michael Fuchs. Und das ist die schlechte Nachricht: so gibt es jetzt als weiteren Untermieter das Kennedy-Museum in der Auguststrasse 11-13. Michael Fuchs laut Tagesspiegel: “„Es spricht nationale sowie internationale Besucher an, die sich nicht nur mit Kunst, sondern auch mit der Geschichte Berlins auseinandersetzen möchten.“ Es sei daher eine perfekte Ergänzung zu den bereits vorhandenen Ausstellungen. Und Alexander Golya, Pressesprecher des Museums: „Das Publikum hier in der Gegend ist sehr viel internationaler und äußerst kulturaffin.“ (Als am alten Standort am Pariser Platz)”
Die Entwicklung zum Touristenviertel geht weiter …

Maedchenschule.jpg

siehe auch:

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9366/highlight/Auguststra%C3%9Fe

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/auguststrasse-11-13

2012-11-28

Die Stadt und das Auto

Spandauer Vorstadt Poller

“Indivdualverkehr heißt auch: individuelles Abstellen von PKW mit bis 8 bis 10 Quadratmetern Grundfläche.
Wieso soll ein privater Pkw-Eigentümer das Recht haben, sein Auto auf öffentlichen Grund zu lagern? Wenn es um einen Container für Bauschutt für den Umbau eines privaten Hauses handelt dann braucht man eine individuelle, zeitlich begrenzte und gebührenpflichtige Genehmigung.
Wenn es sich um eine sagen wir Sandkiste für Kinder auf öffentlichen Grund handelt, wäre es überhaupt verboten, auch wenn man verspräche, sie nachts wegzuräumen.
Das Auto darf aber Wochenlang auf der Straße stehen … ” (1)

Spandauer Vorstadt Poller

“Grob überschlagen bedecken die knapp 1,2 Millionen Berliner Pkw jetzt einen Quadratkilometer mehr als zur Wendezeit - mehr als die Fläche des Britzer Gartens. Obwohl sowohl die Zahl der Berliner Pkw als auch die Gesamtzahl der Fahrzeuge, nach einem sprunghaften Anstieg nach der Wende, in den vergangenen Jahren leicht rückläufig waren: Nie war mehr Blech in der Stadt.
Die Autos werden größer: so ist der aktuelle VW Golf 18 Zentimeter breiter und 55 Zentimeter länger als der erste von 1974. Das erklärt sowohl die Enge auf den Straßen als auch die Parkplatznot. Selbst wer irgendwann eine Klasse abgestiegen ist zum Polo, fährt jetzt ein größeres Auto als damals mit dem alten Golf. Das Phänomen gilt für fast alle Hersteller und Modelle.
Der Unterschied fällt erst beim Betrachten ganz alter Fotos auf: Wo in den 1960ern der Blick auf Parterre und spielende Kinder frei war, wird er jetzt von Autos (Höher geworden sind sie auch!) und Lieferwagen verdeckt.

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Der Bezirk Mitte hat auf Weisung des Senats Halteverbote in der Spandauer Vorstadt nördlich des Hackeschen Marktes, etwa in Mulack-, Rücker- und Gormannstraße eingerichtet, weil die zugeparkten Straßen zu eng für Feuerwehr und Müllabfuhr geworden waren.

“Die breiter gewordenen Autos sind ein Problem”, bestätigt Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) und schließt die rhetorische Frage an, “ob man Geländewagen in der Spandauer Vorstadt überhaupt braucht.” Zumal die Zweitonner auch Trottoirs ruinieren, weshalb die Alternative, halbseitiges Gehwegparken, nicht infrage kam. Zudem ist der Platz für Fußgänger knapp.
Aktuell weist das Statistikamt 96 Quadratkilometer “bebaut versiegelte Fläche” auf - bei 3,5 Millionen Einwohnern. Die “unbebaut versiegelten Flächen” sind mehr als doppelt so groß, wobei allein die Fläche der Straßen fast so groß ist wie die, auf der Gebäude stehen.” (2)

Quellen:

(1) Sven Bardua, Gert Köhler, Die Stadt und das Auto, Hamburg 2012
(2) http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtentwicklung-der-kampf-um-den-platz-ist-alt-/7348518-2.html

2012-11-21

Linienstraße 142 - Intervention von SP38

“Wenn man es genau nimmt sind Künstler und Kreative Teil der Gentrifizierung
und Entwicklung von Stadtteilen, warum dürfen sie nicht auch davon profitieren?” MMX

who kills mitte

who kills mitte

SP38 - WHO KILLS MITTE? AGAIN- Linienstraße 142 - Berlin

SP38 moved in Berlin in the middle of the 90s & settled at the level of the 142 Linienstrasse in Mitte. Back in the day it was an artistic house project connected to the Tacheles looking onto a small courtyard with trees that grew up after the WWII. At that time, after the fall of the Berlin Wall, nobody wanted to live in the center east except punks, freaks, local people and alternative artists who used to live in squats.

20 years later things have significantly changed, Linienstr. is now one of the most expensive street where hipsters, bourgeois and agencies are fighting for each single square meter. All alternative artists have been kicked out of the area long ago. Even the trees in the yard of Linienstr. 142 have now been removed to make way for businessmen & compromised artists that sold their soul to real estate companies, even though most of them still claim the underground and their belonging to the alternative urban art scene.

The reality here is artists and creatives are used and later abused to create a buzz, to bring a cool factor to another high end real estate project. Let’s be intellectually honest, it’s not about Art there, it’s about Business. How much does it cost to buy a soul, that we don’t know. What we do know is that where artists and creatives used to live and work for free, space is now available at 8000€ per square meter.

That doesn’t leave us indifferent & we fully support SP38 who’s intervention is meant to question the passers by. The fall of Berlin Mitte as a leading area for alternative art started 10 years ago when the Tacheles was sold. Since then things have only gotten worst. Berlin, what happened to your soul?

“Who Kills Mitte?” is not meant to be “against”, the point is to make a spontaneous artistic action to respond.

Our duty is to denounce the enemy via:

who kills mitte

Stellungnahme MMX (via)
“zu dem Artikel den wir generell Positiv sehen da er auch andere Seiten aufzeigt und die Hintergründe hinterfragt …

Saniert, gebaut und verkauft wird mit oder ohne das Künstler hier ausstellen. Das Künstler hier ausgenutzt werden ist Ansichtssache aber leider auch ein altbackenes Thema,
es wird offen kommuniziert was wir machen und wer es finanziert.
Wenn man es genau nimmt sind Künstler und Kreative Teil der Gentrifizierung und Entwicklung von Stadtteilen, warum dürfen sie nicht auch davon profitieren?
Wir haben uns darauf eingelassen um uns mit der Thematik auseinanderzusetzen anstatt einfach dagegen zu sein, für uns war das eine 180 Grad Wendung, in 2010 haben wir diesen Ort schließlich aus eigenen Kräften aufgebaut.
Eine solche Zusammenarbeit ist für uns neu aber auch spannend. Es stimmt nach dem Konzept sollen Künstler die Eigentumswohnungen nach Wunsch gestallten bzw. Kunstwerke kaufen und der öffentliche Raum des Haus soll auch mit Kunst gestaltet werde, was gibt es daran verwerfliches ?
Es wird schließlich auch dementsprechend honoriert und wovon lebt der normale Künstler sonst wenn gerade nicht von Nebenjobs, Harz IV oder Stipendien.”

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Quelle: Expose Linienstraße 142

Wir sind gekauft - Linienstrasse

siehe auch: Branding-Strategie von Immobilienbesitzern - Linienstraße 142

2012-11-14

Rettet den Monbijoupark

Monbijoupark

Monbijoupark

Bürgerinitiative
Rettet den Monbijoupark!
für die Erweiterung der Grün- und
Spielplatzflächen im Monbijoupark

Gegen Neubebauung im Park

die Anwohner/innen setzen sick dafür ein, dass der Monbijoupark ein familienfreundlicher Erholungspark bleibt und endlich erweitert wird. Durch die BVV-Mitte wurde per Bauungsplan bereits 2005 der Abriss der ehemaligen Gebäude der Kunsthochschule (Atelierhaus) beschlossen, wenn diese ihre Nutzung des Hauses aufgibt, was im April 2011 erfolgte.
Die Erweiterung des Monbijouparks muss endlich umgesetzt werden.

Nun möchte die c/o-Galerie Berlin im Park das Atelierhaus erweitern und neue Gebäude errichten, um einen kommerziellen Kunstbetrieb dauerhaft zu etablieren, zulasten unseres Monbijouparks. Folge: KEINE geplante Grünflächenerweiterung und eine weitere Übernutzung wird den letzten Erholungseffekt vernichten.

Am 07.11.2012 will das Bezirksamt diese neuen Pläne vorstellen
Liebe Anwohner/innen, liebe Kinder, kommt am
Mittwoch, den 07.11.2012, um 18.00 Uhr
in die Märchenhütte Monbijoustr., zur Bürgerveranstaltung
und zeigt den Politikern und Okkupanten, dass wir dieses nicht hinnehmen werden. Sagt dem Stadtrat eure Meinung.
mehr Grün im Park -

keine Kommerzialisierung unseres Monbi

Keine Massen Events
für Erholung der Menschen und mehr Platz zum spielen fur unsere Kinder

Kommt alle und setzt Euch für Euch ein!

Bürgerinitiative: Rettet den Monbijoupark *Sprecher: Holger Werner E-Mail howerner@web.de

Monbijoupark

Monbijoupark
Gebäude der Kunsthochschule (Atelierhaus)

2012-11-05