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Stadtjubiläum - 775 Jahre Berlin

775 Jahre Berlin

Berlin feiert zum dritten Mal ein Stadtjubiläum.
Aus diesem Anlass sind noch bis zum 28. Oktober 2012 drei Open-Air-Ausstellung zu sehen:

- ‘Spuren des Mittelalters’

Ausstellungstürme und Markierungen im mittelalterlichen Stadtgebiet von Berlin-Cölln

775 Jahre Berlin

- ‘Die Berliner Stadtjubiläen 1937 und 1987 - Party, Pomp und Propaganda’ - Ausstellung vor der Marienkirche (Ecke Karl-Liebknecht-Straße und Spandauer Straße)

“Die Ausstellung gibt einen Überblick über die öffentlichen Inszenierungen der drei Stadtjubiläen. In Fotos, Filmen und teilweise großformatigen Bildern werden die Umzüge, Ausstellungen und Feste dargestellt, ergänzt um Schlagwörter und Losungen. In Wort und Bild veranschaulicht die Ausstellung die wechselnde politische Ikonographie im Berlin des vorigen Jahrhunderts, und sie rekonstruiert auch die Topographie der Berlin-Jubiläen: Wo wurde gefeiert, wie wurde der Stadtraum jeweils inszeniert? Konkurrenzen, Übernahmen und Abgrenzungen zwischen den Berliner Stadtfeiern werden ebenfalls thematisiert, wie beispielsweise die West-Berliner Überlegung, keinen Festumzug zu veranstalten, weil dies die Hauptstadt unter den Nazis schon gemacht hatte - und dann auch Ost-Berlin.(…)”

775 Jahre Berlin

Dazu gibt es auch ein Begleitbuch:
Krijn Thijs
Party, Pomp und Propaganda
Die Berliner Stadtjubiläen 1937 und 1987
14,95 EUR

siehe auch:

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/775-jahre-berlin-berlin-ist-heute-keine-umstrittene-stadt-mehr/7038078-3.html

775 Jahre Berlin

und ‘Stadt der Vielfalt’ - Ausstellung auf dem Schlossplatz

“Berlin als Stadt der Einwanderung ist eine Stadt der Vielfalt. Ihr Wachstum, ihre Dynamik und Vitalität beruhen seit Jahrhunderten auf Impulsen durch Zuwanderung und kulturellen Austausch. Die Open-Air-Ausstellung „Stadt der Vielfalt“ auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte bringt die Geschichte(n) der Zuwanderer einer großen Öffentlichkeit nahe.”

775 Jahre Berlin

775 Jahre Berlin
Tafel Rosenthaler Platz (seit 1990)

“(…) Einige Häuser stehen leer und verfallen. Das zieht bald Hausbesetzer, nicht nur aus Deutschland, an. Vor der Räumung der Brunnenstraße 183 im Herbst 2009 leben dort 35 Menschen aus 16 verschiedenen Ländern. Inzwischen tummeln sich hier verstärkt internationale Immobilieninvestoren und Touristen, die für kurze Zeit in den umliegenden Hostels absteigen.(…)”

” ‘Wir bleiben alle’ steht lange am besetzten Haus an der Brunnenstraße 183. Doch die, die gekommen sind um zu bleiben, sind notgedrungen längst weitergezogen. Das Haus steht seither leer.” Bildlegende zur Brunnenstraße 183 …

2012-08-30

Das Postfuhramt ist wieder verkauft worden

Postfuhramt

Wie der Tagesspiegel heute berichtete ist das Postfuhramt wieder einmal weiter verkauft worden.
“Mit dieser Information wollte der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Carsten Spallek, am Donnerstagabend die Bezirksverordnetenversammlung überraschen - die wegen Protesten gegen die anstehenden Mauerpark-Beschlüsse jedoch abgebrochen wurde. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem neuen Investor um den europäischen Hersteller von Medizintechnik, Biotronik, mit Hauptsitz in Berlin-Neukölln. Die Firma wollte dazu auf Nachfrage nicht Stellung nehmen.
Welche Pläne die neuen Inhaber mitbringen, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Aber es gibt Gerüchte: Statt eines Hotels und einer Shoppingmall, wie von der bisherigen israelischen Investorengruppe Elad geplant, könnte das denkmalgeschützte Gebäude zur Firmenrepräsentanz werden. ”

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/aktionstreffen-gegen-den-geplanten-umbau-des-postfuhramtes

und zum Mauerpark:

http://www.mauerpark.info/2012/08/kasperletheater-wutbuerger-treffen-betonkoepfe/

und
http://welt-buerger-park.de/

2012-08-24

Auto-Wahn

Rosenthaler Platz

Der Irrsinn des motorisierten Individualverkehrs - läßt sich an der Kreuzung Rosenthaler Platz besonders gut beobachten

Poller

Nicht nur die (Spandauer Vorstadt) Poller werden ständig umgefahren, wie hier in der Rückerstraße, auch in die Absperrung am Gehweg vor dem ” all seasons Hotel”, Rosenthaler Platz, rasen immer öfters Autos.

 motorisierten Individualverkehr

motorisierter_individualverkehr2.jpg
Fotos vom Juni 2012

motorisierter_individualverkehr3.jpg

wieder instandgesetzt und wieder umgefahren August 2012

Anhalteweg - Bremsweg Simulation:

Anhalteweg - Bremsweg Simulation

Anhalteweg - Bremsweg Simulation

Die Simulations-Exe zum Anhalteweg - Bremsweg kann man hier herrunter laden:
http://www.msr.lu/mmp/online/website/content/simulations/212/index_FR.html

Für eine absolute Höchstgeschwindigkeit von 30km/h innerhalb der Stadt und Schrittgeschwindigkeit innerhalb von Wohngebieten.

Und am besten autofrei leben

(Je größer die Stadt, umso weniger Autos. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg vom Juli 2012.
Die geringste Autodichte unter den deutschen Großstädten hat Berlin.
Auf 1000 Menschen kommen an der Spree demnach 289 Autos - so gering ist die Zahl in keiner anderen Großstadt.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/liste-der-staedte-mit-der-groessten-autodichte-a-845878.html)

2012-08-14

Delicious Doughnuts schließt

Delicious Doughnuts
Rosenthaler Strasse 9

“Nach fast 19 Jahren wird das Delicious Doughnuts Mitte August 2012 schließen. Der am 05.11.1993 eröffnete Club ist einer der letzten Originale, der über die Jahre am selben Ort unter selbem Namen existent war.(…) Nun haben sich die Zeiten geändert, es scheint wenig Platz für diese Beständigkeit. Einhergehend mit der steigenden Kostenstruktur und der Verlagerung der so genannten Subkultur in andere Bezirke weit jenseits von Mitte gelingt dieser Spagat bodenständigen Nachtlebens leider nicht mehr.(…)”
Aus einen Brief der Betreiber

Delicious_Doughnuts_2.jpg

Mich erinnerte die über die Jahre unveränderte äußere Erscheinung des Klubs an der Ecke Rosenthaler Straße / Auguststraße an die längst vergangenen Zeiten: als es noch den Eimer in der Rosenthaler Straße 68 gab, das KaDeWe in der Neuen Schönhauser Straße oder die Speicheldrüse, Eingang durch die “Kohleschüttung” in den Keller, in der Tucholskystraße.
An die Zeit als durch die zugezogenen “Pioniere” (und ihre kulturellen Veranstaltungen in den massenhaft leerstehenden Läden) der Ruf von (Alt-)Mitte als Sceneviertel sich etablierte.
Heute ist die Spandauer Vorstadt ein Touristenviertel …

siehe auch:

Touristification in der Spandauer Vorstadt - eine empirische Untersuchung 1990 - 2005

TOURISTIFICATION: Nutzungswandel durch Tourismus in großstädtischen Altbauquartieren

und:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/touristifizierung-in-der-spandauer-vorstadt
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-touristifizierung-in-der-spandauer-vorstadt

2012-08-09