AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Aktionstreffen gegen den geplanten Umbau des Postfuhramtes

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

Gestern lud die Initiative “Lebenswerte Mitte” am Spielplatz Auguststraße 5 zu einer Veranstaltung gegen die Pläne der Postfuhramtbebauung des Investors Elad.

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

Es waren auch die Bezirkspolitiker eingeladen, es kamen dann auch Vertreter der Parteien SPD, CDU und den Grünen - man merkt das Wahlkampfzeit ist …

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

Die Parteipolitiker konnten ihre Statments abgeben und beantworteten dann Fragen z.B. an die Grünen-Mitte-Kanditatin Andrea Fischer: “Was würden Sie denn tun für den Erhalt des Postfuhramtes”. Die Antwort: “Die Politik könne wenig tun, sie brauche Investoren um so ein Denkmal erhalten zu können.”
Ähnlich äußerte sich Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD), er betonte mehrmals, aber, der derzeitige Investor (es waren auch schon ganz andere da, mit Goldkettchen) der derzeitige Investor ist ja noch mit seinen Vorstellungen der behutsamste …

Ein Vertreter des Investors und der Elad-Architekt Keilholz konnten im Anschluss auch Statements abgeben: die Eliad-Gruppe, sei schließlich kein Konzern, sondern ein Familienbetrieb und wolle auch keine Luxusboutiquen …, und sie als Projektentwickler sind ja aus Berlin und drum keine bösen Investoren …

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

Zum Glück sah die Dramaturgie der Veranstaltung dann schnell eine offene Aussprache vor und es gab dann Redebeiträge von Anwohnerinnen und Anwohnern die sich kritisch zu der Berliner Stadtpolitik und den Entwicklungen und Veränderungen facettenreich äußerten: von der restlichen Zerstörung des Denkmal- Stadtensembles durch die massive dichte Bebauung, “steigende Mieten” bis zur Touristifizierung der Spandauer Vorstadt wurde dann auch vieles benannt.
Angemerkt wurde, die Politik der Parteien im Bezirksparlament wolle gar nicht im Interesse des Quartiers und der BewohnerInnen handeln, selbst die Einflußmöglichkeiten die sie tatsächlich hätten, schöpfe sie nicht aus.

Ausführlicher zu der Diskussion demnächst auf: http://blog.lebenswerte-mitte.de/

Aktionstreffen Auguststrasse 25.8.2011

2011-08-26

Wahl­kampf­zei­ten

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Motiv aus der Spandauer Vorstadt

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gesehen August 2008

Die Partei Die Linke, seit 2002 in der Regierung, trägt die Mitverantwortung für steigende Mieten und das sinkende Wohnungsangebot in Berlin.

“Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt spitzt sich immer weiter zu. Die Mieten schnellen in die Höhe, die Nachfrage wächst, gleichzeitig wird kein neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen und Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt. Profiteure dieser Entwicklung sind die ImmobilieneigentümerInnen, die auf Kosten der Mieterinnen und Mieter ihre Gewinnspannen maximieren.
Der Berliner Senat fungiert als Motor der Mietsteigerung, indem er den Sozialen Wohnungsbau faktisch abgeschafft hat und auch sonst nichts unternimmt, allen den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu ermöglichen. Dieser wohnungspolitische Kurs reiht sich ein in den Trend, Güter der existenziellen Daseinsvorsorge der Profitlogik zu unterwerfen.”
Aus dem Unterstützungsaufruf für die stadtweite Mietenstopp-Demonstration am 3.September 2011

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2011-08-18

Dieses Haus stand früher in einem anderen Land

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Seit langem hängt diese DDR-Fahne an einem Haus in der Linienstraße

Anscheinend angeregt durch das mediale Erinnerungsspektakel der letzten Tage und der Forderung des Direktors der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, die “DDR-Folklore am Brandenburger Tor” zu verbieten, empört sich nun ein Bürger mit angeklebten Zettel und Zeitungsauschnitt an der Haustür: ” …Warum dulden Sie, das Symbole eines faschistischen Staatsystems an Ihren Wohnhaus angebracht werden?”

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2011-08-15

Tacheles Zaunpolitik

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Das “Tacheles” ist ein Bau, an dem sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts ablesen lässt, schrieb Günther Luxbacher im Mai 2011 in der Wiener Zeitung.

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“Es gibt nur wenige Gebäude, die für die führenden Institutionen deutscher Geschichte so vollständig und repräsentativ als Bühne dienten wie das Berliner Kunsthaus Tacheles.” und
“Was macht das Gebäude nun im Einzelnen historisch so einmalig? Gehen wir die einzelnen Epochen durch. Das 20. Jahrhundert begann mit dem Aufstieg der modernen industriellen Konsumgesellschaft: Das Tacheles wurde als Kaufhaus erbaut. Es folgten die technikbegeisterten 20er Jahre. Der Elektrokonzern AEG machte es zum “Haus der Technik”. Danach quartierten sich nationalsozialistische Institutionen ein, die Deutsche Arbeitsfront (DAF) und das SS-Zentralbodenamt, der “Generalplan Ost”.(…)
[ab 1945] Der FDGB verwaltete das teilweise zerstörte Gebäude, in welches das regimetreueste Kino sowie der volkseigene Baubetrieb einzogen. 1990 atmete das Haus erneut Zeitgeist: Eine Bürger- und Künstlerinitiative samt “Rundem Tisch” verhinderte dessen endgültige Sprengung und gab der Ruine den Namen “Tacheles”.

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Zur Zeit läßt der Zwangsverwalter des insolventen Grundstückeigentümers, geschützt durch einen aus Berliner Partytürstehern bestehenden Sicherheitsdienst, Zäune ziehen und Kunstwerke zerstören.

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2011-08-10

update 2011-08-26

weil der link bei “Kunstwerke zerstören” nicht mehr funktioniert, hier der Text der Pressemeldung des Polizeipräsident in Berlin:

Pressemeldung
Eingabe: 08.08.2011 - 11:40 Uhr
Gefährlicher Brückenbau – Bauaufsicht und Polizei schlichten
Mitte

Im Streit um die Bebauung von Teilen eines unter Zwangsverwaltung stehenden Areals zwischen der Oranienburger Straße sowie der Friedrich- und Johannisstraße mussten Bauaufsicht, Polizei und Feuerwehr gestern Abend schlichtend eingreifen.
Der Sicherheitsdienst des Zwangsverwalters alarmierte die Polizei gegen 20 Uhr, da Personen der auf Teilbereichen des Geländes verbliebenen Künstlergruppierung ein mehrere Meter hohes provisorisches Stahlkonstrukt errichtet hatten. Offensichtlich sollte dieses Bauwerk als Brückenschlag vom Gebäude auf die Freifläche dienen, da bereits mehrere Personen auf das verschweißte und mit unbefestigten Holzplatten ausgelegte Bauteil geklettert waren.
Nach Anordnung der Einstellung aller Schweiß- und Brückenbauarbeiten sowie Kurzbegutachtung durch die Bauaufsicht wurden alle Zugänge zu der unsicheren Überbrückung gesperrt und alle Personen in Höhenluft zurück auf den festen Boden gebeten. Rund 40 Polizeibeamte und die vorsorglich alarmierte Berliner Feuerwehr konnten sowohl die Streitparteien als auch die unfreundliche Stimmung unter den etwa 90 Brückenfans gegen Mitternacht in weniger turbulente Bahnen lenken.
Im Zuge der anfänglich handfesten Streitigkeiten wurde ein Sicherheitsmitarbeiter leicht am Fuß verletzt und seine mitgebrachte Leiter beschädigt. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und falscher Verdächtigung ein.

Strassenwahlkampf

strassenwahlkampf

strassenwahlkampf

Jetzt nerven sie wieder: die Parteienwerbungen im Strassenbild.

Fünf Millionen Euro wollen die Parteien in Berlin für Wahlkampf ausgeben, soviel wie noch nie.
Die SPD hat einen Wahlkampfetat von 1,7 Millionen Euro und wollen 50.000 Plakate aufhängen. Die Grünen verdoppelten ihren Wahlkampfetat auf 1,1 Millionen Euro. Die CDU investiert rund eine Million Euro, die Linke will 650.000 Euro ausgeben, der FDP stehen nur 350.000 Euro zur Verfügung.
Quelle:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/352956/352957.php

strassenwahlkampf

strassenwahlkampf

strassenwahlkampf

Eine Wahlempfehlung aus der AUGUSTSTRASSE: die Partei.

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Auszug aus dem Programm der Partei DIE PARTEI

Berlin: Stadt des attraktiven Wohnens
Gemütlich und eigenwillig ist Berlin eingerichtet.

(…)
- Büroflächen in attraktiven Lagen sollen zum Teil zu Wohnflächen umgewandelt werden.
- Die PARTEI mahnt: Die Mischung macht’s!
- Berlin hat einen großen Leerstand an Wohn- und Gewerbeimmobilien. Ein Leerstand ab 3 Monaten wird mit Steuern, Abgaben oder Miethöhenminderung belegt. Ausnahmen werden nur aufgrund energetischer Sanierung bewilligt.
- Die Wohnungsbauförderung dient Zielgruppen, die sich selbst am Wohnungsmarkt nicht angemessen versorgen können. Sozialer Wohnungsbau stabilisiert den Mietspiegel für alle. Die PARTEI will den sozialen Wohnungsbau (10.000 Wohnungen pro Jahr) stärker fördern. Die Instandsetzung von bestehenden Gebäuden geht hier voran. Ziel ist es, allen Berlinerinnen und Berlinern ein Wohlfühl-Zuhause zu geben.
- Alle Pächter von Kleingärten erhalten das Recht, dort ihren Erstwohnsitz zu nehmen. Kleingartenkolonien werde als Kulturgut geschützt und auf Berliner Brachflächen weiter ausgebaut. Die PARTEI sieht die Einbeziehung von Arbeitssuchenden auf freiwilliger Basis bei Saat und Ernte von Obst und Gemüse vor. Dies stärkt das Gemeinschaftsverhältnis der Berlinerinnen und Berliner.
- Der Trend zu teuren Geschäften und Wohnungen zieht vor allem Drogenhändler, Makler und andere Wirtschaftsverbrecher an. Das erhöht Jugendkriminalität erst recht.
- Die PARTEI öffnet ungenutzte Gotteshäuser aller Religionen als Unterkunft für Studenten und Asylbewerber – Im Namen der Herren.
- Die PARTEI sagt: Häuser sind zum Wohnen da – und nicht um geräumt zu werden.

Programm DIE PARTEI, Berlin

2011-08-03