AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Super-Gentrification

AUGUSTSTRASSE 48
AUGUSTSTRASSE 48

In der Spandauer Vorstadt wurden in den letzten Jahren die meisten Baulücken durch Neubauten geschlossen - gebaut wurden fast nur noch Luxuswohnungen, die meisten als Eigentumswohnungen.

AUGUSTSTRASSE 48

Fertiggestellt ist gerade die AUGUSTSTRASSE 48, mit einem “exklusives Townhouse” im Hof, 369,00 m² für 6.665,00 EUR Warmmiete. (immobilienscout24)

Auch die Linienstrasse 219 ist nun fertig und viele Eigentumswohnungen sind anscheinend schon verkauft. (”Beispielsweise gibt es nur noch eine Zweizimmerwohnung, ein Townhouse und City-Lofts!”)

Linienstrasse 219

In Prenzlauer Berg und Mitte sind in den letzten Tagen gefälschte Einladung zu einem Champagner-Empfang im Luxuswohnprojekt Choriner Höfe verteil worden, darin heißt es, ‘das Unternehmen stehe zu seiner sozialen Verantwortung, die sich durch die absehbare Mietsteigerung nach der Aufwertung der Gegend durch die „Choriner Höfe“ ergebe: Demnach bieten Diamona & Harnisch den Nachbarn, die „den höheren Mietzins nicht mehr tragen können“, Möglichkeiten des Zuverdiensts in Form von Arbeiten als Hausmeister und bei der Grünanlagenpflege. Angeboten werden auch „adäquate Wohnalternativen“ in Nachbarbezirken wie Lichtenberg und Hohenschönhausen.’ http://www.tagesspiegel.de/berlin/gefaelschte-flyer-gegen-luxus-wohnprojekt/3978454.html

Die Linienstrasse 219 wurde in letzter Zeit immer wieder mit Farbe beworfen:

Linienstrasse 219

Linienstrasse 219

siehe im Gentrification-Blog
Berlin: Luxuswohnprojekte verunsichern die Nachbarschaft

gentrification.jpg
gesehen am Hackeschen Markt

2011-03-23

Energiekonzerne enteignen

Demonstration gegen Atomstaat
Heute gab es eine Demonstration vom Hackeschen Markt, über den Rosenthaler Platz durch Prenzlauer Berg …

Demonstration gegen Atomstaat

Demonstration gegen Atomstaat

Demonstration gegen Atomstaat

“18:20:Japanische Ingenieure haben heute eingeräumt, dass die letzte Möglichkeit um eine katastrophale Freisetzung von Radioktivität zu verhindern, ein Begraben der Reaktoren unter Sand und Beton sei. Diese Methode wurde bereits bei der Tschernobyl-Katstrophe eingesetzt. 25 Jahre später ist der Beton-Sarkophag an vielen Stellen gerissen und droht einzustürzen.

Bislang wird/wurde noch alle Hoffnung darauf gesetzt, die Reaktoren durch Wasser von außen sowie eine noch auszubauende entsprechende Stromversorgung abkühlen zu können und die Situation damit in den Griff zu bekommen. (reuters)” via: http://www.anti-atom-piraten.de/

2011-03-18

Mieterprotest in Neukölln

Wir fordern:

Wir möchten in unseren Wohnungen bleiben.
Wir möchten in diesem unseren Kiez bleiben.
Wir möchten unsere Nachbar_innen behalten.
Wir wollen nicht nur noch von Nachbar_innen umgeben
sein, die sich 8€/m2 oder mehr leisten können und unsere
Lebensrealitäten nicht teilen und verstehen.
Wir wollen nicht nur Miete zahlen, sondern auch noch am
sozialen Leben teilhaben können.
Wir können uns vorstellen mit den Eigentümer_innen ein
gemeinsames, sozial verträgliches Konzept für das Haus
zu entwickeln. Eine FAIRE Modernisierung also.

Wir wollen bleiben,
denn hier fühlen wir uns zu Hause,
hier wollen wir unser Kinder großziehen,
hier wollen wir alt werden,
hier, in diesem Kiez wollen wir leben!
Wir lassen uns unser Lebensumfeld
nicht einfach so zerstören.

Sehen wir uns die geplanten Mieterhöhungen an,
haben wir viel zu verlieren.
Wenn wir uns nicht wehren, verlieren wir unser Zuhause.
Daher halten wir zusammen – Zeigt Euch solidarisch, schaut nicht weg!
Wir sind Eure Nachbar_innen und wollen es auch bleiben!
Rette deinen Kiez – wir bleiben alle!

Mieter_innen der Fuldastr. 31/32 und des Weichselplatz 8/9

http://fuldaweichsel.wordpress.com/

2011-03-16

Touristifizierung - Die Strasse der Ameisen

Touristifizierung

“Mit den Massen kommen die Probleme” titelte im Dezember 2010 die taz, “Der Tourismus wird als Branche weiter wachsen - aber nicht mehr so schnell. Mit den Massen wachsen die Herausforderungen: In den Kiezen gärt es, Touristifizierung wird das neue Schlagwort. …Noch steuert der Tourismus weitgehend ungelenkt. Er ist immer ein gutes Beispiel, wenn es um die wirtschaftliche Stärke Berlins geht, er ist ein dankbares Aushängeschild, ein zuverlässiger Arbeitsplatzbeschaffer, sorgt für Leben in der Stadt. Doch spätestens, wenn der letzte Rekordstand vermeldet ist, wird der Blick auf die Menschenmassen selbst fallen und darauf, was sie in der Stadt auslösen.(…)Welche Veränderungen die Touristifizierung auslöst, wie Bewohner mit ihr umgehen können, ist bislang wenig erforscht. Bekannt ist das Problem: Kieker (Geschäftsführer, Berlin-Werbeagentur “visitBerlin”) selbst sagte vor einem knappen halben Jahr der taz, das Wachstum würde Folgen haben - es würden sich “touristische Hotspots” gründen, an denen die Vorstellungen der Touristen das normale Leben verdrängen. “Das sind touristische Ameisenstraßen, die sich da bilden”, sagte Kieker und meinte Teile der Oranienburger Straße, den Checkpoint Charlie, und die Gegend um den Kollwitzplatz.”

Touristifizierung

Am Beispiel der Spandauer Vorstadt untersuchte Verena Pfeiffer schon 2006 die prozesshafte Entwicklung von einen innerstädtischen Wohnquartier zu einen Touristenort.
Die Arbeit gibt es jetzt wieder online: http://www.urbanophil.net/wp-content/uploads/2011/03/Toursitifizierung-Spandauer-Vorstadt_2006.pdf
Zu der aktuellen Diskussion: http://www.urbanophil.net/index.php/stadtentwicklung/die-touristen-sind-schon-lange-da/ und
http://www.urbanophil.net/index.php/termine/im-stadtgesprach-gentrifzierung-und-touristifizierung-am-9-marz-in-der-urania/

Touristifizierung
Hotels am Rosenthaler Platz

2011-03-08

Stadt der Investoren

Tacheles

Nachdem der letzte Eigentümer, eine Fundus-Tochtergesellschaft, in die Insolvenz gegangen ist und die Tacheles-Immobilie und die Freiflächen an den Hauptgläubiger, die HSH Nordbank gegangen sind, wird das ganze Anfang April zwangsversteigert.
Jetzt droht, wie die „B.Z.“ berichtet, der Kauf durch Harald G. Huth, der unter anderem die Gropius-Passagen und das Steglitzer Schloss bauen ließ. Huth möchte insgesamt 17 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche entwickeln und den Rest des Areals mit Wohnungen und Büros bebauen.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/investoren-setzen-auf-tacheles-ruine/3893178.html

Postfuhramt

Letztes Jahr wurde schon das Postfuhramt an den Investor Elad Sharon verkauft, der hier ein Luxushotel und ein Shopping-Center bauen möchte.

Bleibt nur zu hoffen, das bald die nächste Immobilienblase platzt …

Vive la crise SP-38
Vive la crise (SP-38)

2011-03-02