AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Dem Tacheles droht die Schließung durch Zwangsversteigerung

Tacheles

In bester City-Lage, zwischen Oranienburger, Friedrich-, Johannis- und Tucholskystraße, wollte die Fundus-Tochter Johannishof Projektentwicklung GmbH & Ko KG ein Wohn- und Gewerbequartier bauen. Das Tacheles sollte integriert werden. Inzwischen steht der Fundus-Ableger unter Zwangsverwaltung. Der in Berlin in den 90er-Jahren erwartete Boom bei Immobilien sei ausgeblieben, erklärt Fundus-Sprecher Christian Plöger.(…) Bis 2008 hatte Fundus ihnen günstige Konditionen geboten. Der Zwangsverwalter verlangt seither marktübliche Mieten. Wegen Nachforderungen in Höhe von 108 000 Euro musste der Trägerverein Insolvenz anmelden. Ohne gültigen Mietvertrag hat der Verein keine Chance, weiterarbeiten zu können.

Tacheles-Sprecherin Linda Cerna und Tacheles-Vorstand Martin Reiter
Tacheles-Sprecherin Linda Cerna und Tacheles-Vorstand Martin Reiter

Die zerstrittenen Nutzer haben inzwischen eine “Notgemeinschaft Tacheles” gegründet. Kleinster gemeinsamer Nenner: der Erhalt der alternativen Kultureinrichtung. Zu ihren Forderungen gehört es, das 1250 Quadratmeter große Grundstück mit dem Tacheles-Gebäude aus dem Immobilienpaket um die Oranienburger Straße zu lösen. (…) Die HSH Nordbank lehnt eine Sonderlösung für das Tacheles jedoch ab - die Zwangsversteigerung für das gesamte, 24 000 Quadratmeter große Gelände sei beantragt.(…) Wowereits Kulturverwaltung sieht auch erst nach der Zwangsversteigerung Chancen auf eine Lösung für das Tacheles. “Wenn der neue Eigentümer feststeht, werden wir unverzüglich mit ihm Kontakt aufnehmen und versuchen, zu vermitteln”, so Sprecher Torsten Wöhlert. Die Senatskulturverwaltung habe die HSH Nordbank aufgefordert, bis dahin das Tacheles zu dulden. “Wir rechnen nicht mit einer Räumung”, sagt Wöhlert.

Textquelle: http://www.welt.de/die-welt/regionales/article8216746/Aufschub-fuer-das-Tacheles.html

siehe auch: Kultur-Ballermann gegen Geld-Goliath

2010-06-29

Berlin Mitte Geschichte - 1848 - Erstürmung des Zeughauses

Erstuermung des Zeughauses

Arbeiter und Handwerker erstürmen das Zeughaus und bemächtigen sich der dort gelagerten Waffen, 14. Juni 1848

Erstuermung des Zeughauses

14. Juni: Nachdem der Magistrat am Vortag dem demokratischen Klub verboten hat, Geld für Bedürftige zu sammeln, steigert sich die Erregung der Massen. Mittags drängen sie zum Schloß und reißen die dort neu angebrachten Metallgitter ein. Als Bürgerwehr am Brandenburger Tor Arbeitslose mit Waffengewalt daran hindert, die Stadt zu betreten, wird erneut der Ruf nach Waffen laut. Eine schnell gebildete Delegation, begleitet von einer großen Menschenmenge, bringt diese Forderung dem Kommandeur der Bürgerwehr und dem Kriegsminister zur Kenntnis. Als schließlich die Bürgerwehr beim Zeughaus auf das Volk schießt, zwei Arbeiter tötet und mehrere verwundet, bricht der Sturm los. Arbeiter und Handwerker dringen in das von Bürgerwehr und Militäreinheiten besetzte Zeughaus ein und bemächtigen sich der dort gelagerten Waffen. Doch die Selbstbewaffnung bleibt nur eine spontane Verzweiflungstat. Unzureichende Organisation und mangelnde Kenntnis der notwendigen nächsten Schritte führen zur Niederlage dieser Aktion. Damit ist auch der ernsthafteste Versuch, die Revolution außerhalb des Parlaments weiterzutreiben, gescheitert.

18.-20. Juni: In Absprache mit dem Zentralkomitee für Arbeiter findet auf Einladung des Handwerkervereins in dessen Vereinsgebäude, Johannisstraße 4, der 1. Kongreß deutscher Handwerker- und Arbeitervereine statt. An ihm nehmen 69 Delegierte teil, die 91 Vereine in 72 Städten vertreten. Die Absicht des Zentralkomitees, den Kongreß zur Begründung einer überregionalen Arbeiterorganisation zu bewegen, mißlingt.

Quelle: R.Bauer, Berlin: illustrierte Chronik bis 1870, Dietz Verlag, 1988

siehe auch http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-unterdrueckung-der-demokraten und
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/berlin-mitte-geschichte-1848-barrikadenkaempfe-in-berlin

2010-06-22

Streetartisten machen sich rar …

in der AUGUSTSTRASSE und Umgebung - kein Wunder.
Doch man findet immer wieder ein paar neue Arbeiten, solang sie nicht geklaut oder von den Plakatwerbern überklebt werden …

bemalte Fliese von El Bocho

bemalte Fliese von El Bocho - schnell geklaut - in der Großen Hamburger Strasse

bemalte Fliese von El Bocho

Der 6en-Maler Rainer, auch bekannt als 6-_-.4rtist.com, auf einen umgefahrenen Spandauer Vorstadt Poller in der Linienstrasse

6en-Maler Rainer

Sticker von Frank alias Stromausfall

Sticker von Frank alias Stromausfall in der Auguststrasse

Sticker von Frank alias Stromausfall

spring not dead von SP38 in der Auguststrasse

spring not dead von SP38

2010-06-06