AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Massentourismus nervt

Massentourismus nervt
Massentourismus nervt
Massentourismus nervt

gesehen am Rosenthaler Platz

siehe auch: Die Touristifizierung in der Spandauer Vorstadt …

2009-10-31

Konjunkturpaket 2: Straßenbau

Die enge Tucholskystrasse ist zur Zeit Umleitung für die Friedrichstraße - weil die BVG zur Zeit an der Ecke Oranienburger Straße Friedrichstraße die Gleise erneuert.

Ecke Oranienburger Strasse Friedrichstrasse
Gutachter der BVG und der Aufsichtsbehörde testen die neu gebaute Weiche an der Oranienburger Straße.

Ecke Oranienburger Strasse Friedrichstrasse
Ecke Oranienburger Strasse Friedrichstrasse

„Die Gelder aus dem Konjunkturpaket (K II) müssen bis Jahresende ausgegeben werden“, sagt Petra Rohland von der Senatsbauverwaltung. Außerdem würden viele Projekte noch „reingepackt“, solange die Witterung Straßenbauarbeiten möglich macht. Das Problem ist, dass die Koordinierungsstelle der Verkehrslenkung Berlin nur das Hauptverkehrsstraßennetz betreut und darauf achtet, dass nicht überall gleichzeitig gebuddelt wird. Für die Nebenstraßen sind jedoch die Bezirke zuständig, die nicht am Baustellen-Management angeschlossen sind …

schreibt die Berliner Woche.

2009-10-26

Rosenthaler Straße 52

Rosenthaler Straße 52
Rosenthaler Straße 52, daneben der Hotelneubau Ecke Rosenthaler Straße, Weinmeisterstraße

Das denkmalgeschützte Gebäude Rosenthaler Straße 52 ist endlich saniert: nach Jahren Leerstand, nach Jahren aufdringlicher Großplakate vor dem Baugerüst …
“Ein großes Poster an einer markanten Ecke in Mitte kann immerhin monatlich bis zu 30.000 Euro einbringen …”

Rosenthaler Strasse 52
2009-10-19

Das Gebäudeensemble Auguststrasse 11-16

august11_16_1a.jpg

Das vom Architekten Alexander Beer 1930 entworfene Gebäude Auguststraße 11-13, ist das letzte Gebäude, das die Jewish Claims Conferende Anfang Oktober an die Jüdische Gemeinde Berlins zurückgegeben hat.
Bis 1942 war das Gebäude eine jüdische Schule, danach wurde es als Lazarett genutzt. In der DDR war hier die „Bertolt-Brecht-Schule“ angesiedelt. Nach der Wende wurde das Gebäude an die Jewish Claim Conference übergeben. Die JCC ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen in New York, die seit 1951 Entschädigungsansprüche jüdischer Nazi-Opfer vertritt.
Im Vorstand der jüdischen Gemeinde wird zur Zeit darüber diskutiert, ob in die ehemalige Mädchenschule nun wieder Schüler einziehen sollen. Die Jüdische Oberschule in der nahen Großen Hamburger Straße braucht dringend eine Erweiterung.
In den 90er Jahren war bereits das benachbarte Grundstück in der Auguststraße 14-16, in dem sich zunächst das Jüdische Krankenhaus und bis 1943 das Kinderheim „Ahawa“ befunden hatte, durch die JCC an die Gemeinde übertragen worden.
Erbaut zwischen 1858 und 1861, entworfen von Carl Eduard Knoblauch, galt das Gebäude als der modernste Krankenhausbau im damaligen Preußen.(Nr. 16)
Ergänzt wurde dieses durch ein Verwaltungs- und Apothekengebäude (Nr. 14). Im September 1861 wurde das Krankenhaus eröffnet und nach 15 Jahren um ein weiteres Haus ergänzt, das der dauerhaften Unterbringung von Pflegebedürftigen dienen sollte (Nr. 15).
Nach 1900 wurde das Krankenhaus jedoch zu klein und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Nach dem Neubau des Jüdischen Krankenhauses im Wedding wurde es deshalb in den 1920er Jahren zum Kinderheim umgewidmet. In der NS-Zeit wurde das Haus der Jüdischen Gemeinde entzogen und als Sammellager missbraucht.
Nach der deutschen Vereinigung stand das gesamte Ahawa-Gebäude leer. Über die Jahre wurden verschiedene Nutzungskonzepte diskutiert, verstärkt wieder ab 2007, als die Untere Denkmalbehörde die Auflage erteilte, die Gebäudesubstanz zu sichern. Die Sicherungsarbeiten für das Ahawa-Gebäude wurden 2008 – auch wegen fehlender Mittel der Gemeinde – vorerst abgeschlossen. Jetzt besteht jedoch die Gefahr, dass – nach fast 20 Jahren Leerstand – das Dach des Siechenhauses einstürzt.

august11_16_2a.jpg

Dank dem Landesdenkmalamt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten, die 400.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, kann nun als erstes an die Gebäudesicherung fortgesetzt werden, die voraussichtlich bis Jahresende mit dem ersten Bauabschnitt abgeschlossen sein wird.
Über die Frage, was mit dem Areal und dem Gebäudeensemble geschehen soll, gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen. Einige Konzepte, so für ein Mehrreligionenhaus, eine Schule und ein Jugendhotel, wurden der Repräsentantenversammlung präsentiert.

Quellen:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Mitte%3Bart270,2913944
http://www.jg-berlin.org/beitraege/details/der-ahawah-eine-perspektive-geben-i194d-2009-09-30.html

2009-10-12

Entschleunigung

Entschleunigung
Entschleunigung durch Stau

Die Entschleunigung des Verkehrs durch die generelle Einführung von Tempolimits wird seit langem diskutiert.
In der Bundesrepublik gab es vom 23. Januar 1953 bis zum 31. August 1957 gar keine Geschwindigkeitsbeschränkung für Personenwagen und Motorräder. Nicht in der Stadt, nicht auf dem Land, nirgends. Lediglich die Straßenverkehrsordnung mit ihrer Formulierung, dass der Fahrzeugführer die Fahrgeschwindigkeit so einzurichten habe, dass er jederzeit in der Lage ist, seinen Verpflichtungen im Verkehr Genüge zu leisten, und dass er das Fahrzeug nötigenfalls rechtzeitig anhalten kann, schützte vor Wildwuchs auf deutschen Straßen.
Erst am 1. September 1957 wurde in der Stadt ein Limit von 50 km/h eingeführt.
http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~E3D68C7F58F07498582284A33435D9EEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Heute stellt niemand mehr Geschwindigkeitsbeschränkung in der Stadt in Frage.

Ich hoffe, das sich auch das in den Nebenstrassen der Spandauer Vorstadt eingeführte Tempolimit 10 km irgendwann einmal durchsetzt - doch in den Wochen seit der Einführung, habe ich noch keinen Schrittgeschwindigkeit fahren sehen.

Entschleunigung

Es wird sicher nicht genügen ein paar Schilder aufzustellen. Erfolgreicher ist vermutlich die Einführung von Begegnungszonen, auf denen die Fussgänger die ganze Verkehrsfläche benützen dürfen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Begegnungszone
Spannend sind auch die Konzepte des Shared Space …
http://de.wikipedia.org/wiki/Shared_Space
Shared Space

Der Tagesspiegel berichtet in seiner heutigen Ausgabe über die Einführung des Tempo-10-Limits in den Nebenstrassen der Spandauer Vorstadt - interessant die Kommentare …
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Verkehr-Verkehr-Mitte%3Bart18614,2912942

Die Diskussion, wie wir den Lebensraum Straße zurück gewinnen können, wird sicher weiter gehen. Ideen sind gefragt …

2009-10-01