AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Berlin Geschichte - Wohnungsfrage und gesellschaftliche Entwicklung

Moeckernstrasse 115  - 1904Möckernstraße 115 - 1904

Die Aufnahmen sind Teil einer Wohnungsuntersuchung, die die Berliner Ortskrankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker (ab 1914 die AOK) von 1901 bis 1920 bei ihren Patienten durchgeführt hat. Ziel des Unternehmens war es, durch wissenschaftlich fundierten Nachweis und Veröffentlichung des bereits längst erkannten Zusammenhangs zwischen Wohnen und Krankheit zu einer Veränderung der Verhältnisse beizutragen. Dazu schreibt der Geschäftsführer der Ortskrankenkasse und Herausgeber der Enquete, Albert Kohn: «Eine Besserung schlechter Zustände kann nur eintreten, wenn man die bestehenden Mißstände aufdeckt, wenn man sie an das Licht des Tages zerrt, damit klar sichtbar wird, wo eingesetzt werden muß, um eine Wendung zum Bessern herbeizuführen.» (Wohnungs-Enquete, 1906)
2008-11-24
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Die einmalige und unverwechselbare städtebauliche Eigenart …

AOK-Bundeszentrale

Die neue AOK-Bundeszentrale, das ehemalige Kaufhaus Wertheim in der Rosenthaler Straße, ist nun fertiggestellt.

AOK-Bundeszentrale, Rosenthaler Sta�e

Vor Baubeginn hieß es noch:

“Das architektonische Konzept geht vom Erhalt der historischen Fassaden des 1903 erbauten Kaufhauses aus. Udo Barske: “Aus denkmalpflegerischer Sicht bleiben die Hauptfassaden aus Naturstein in ihrer Ursprünglichkeit.” Auch die Fluchttreppenhäuser würden optisch anspruchsvoll saniert.
Aus bautechnischen Gründen muß allerdings die oberste Etage des fünfgeschossigen Gebäudes zurückgebaut und durch ein neues Vollgeschoß ersetzt werden. ”
http://www.welt.de/print-welt/article201688/Ehemaliges_Wertheim_Kaufhaus_wird_AOK_Bundeszentrale.html

Auch der Hotelneubau Ecke Auguststraße Rosenthaler Straße hat fast seine Höhe erreicht.

Hotel Amano, Auguststrasse

Hotel Amano, Auguststrasse

In den Sanierungszielen der Spandauer Vorstadt stand noch:

“Die Stadtgestalt ist so zu erhalten oder wiederherzustellen, dass die einmalige und unverwechselbare städtebauliche Eigenart des Gebiets gesichert wird. (…)
Herausragende Baudenkmale wie (…) das ehemalige Kaufhaus Wertheim sind von gesamtstädtischer Bedeutung.”

Sanierungsgebiet

2008-11-18

Berlin raus aus Deutschland

Berlin raus aus Deutschland

Koppenplatz, gesehen am 16. November

Der 9. November in der deutschen Geschichte

November 1918

Deutschland krankt an der verratenen Revolution von 1918 noch heute.(…)
Die Revolution von 1918 und ihre Unterdrückung durch diejenigen,
die sie vorübergehend an die Macht trug, sind praktisch aus dem deutschen
Geschichtsbewußtsein verschwunden; man kann auch sagen: verdrängt.
Sebastian Haffner

Der 9. November in der deutschen Geschichte
Auszüge aus einen Gespräch mit Sebastian Haffner.

Welche Bedeutung messen Sie dem 9. November 1918 für den Fortgang der deutschen Geschichte zu.

Sebastian Haffner: Der große Fehler der populären Geschichtserinnerung: Am 9.November fand eine Revolution in Deutschland statt, der Kaiser dankte ab, und dann wurde am 11. November ein Waffenstillstand geschlossen - als ob der 9. November sozusagen die Ursache des 11. November gewesen wäre. Das führt völlig in die Irre. Der Waffenstillstand war Ende September von der Obersten Heeresleitung eingeleitet worden, durch den festen Beschluß, dem sich der Kaiser und der damalige Reichskanzler fügten, ein Waffenstillstandsgesuch an den amerikanischen Präsidenten zu leiten. Damit wurden Verhandlungen eingeleitet, die sich dann durch den ganzen Oktober hinzogen und die schließlich zum Abschluß des Waffenstillstandes am 11. November führten. Daß der Waffenstillstand sehr hart sein würde und die Weiterführung des Krieges für Deutschland unmöglich machen würde, das war schon Ende September sozusagen in der Situation drin, denn ohne das hätten Hindenburg und Ludendorff den Kaiser und die Reichsregierung nicht gezwungen, ein dringendes, damals noch ganz unbefristetes Waffenstillstandsersuchen an den Führer der mächtigsten Feindmacht zu richten. Also das war längst eingeleitet und hatte mit dem, was am 9. November intern in Deutschland geschah, überhaupt nichts zu tun.
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Über den Tellerrand: Wohnbauprojekte der 1950er - 1980er Jahre

THIS WAS TOMORROW

Grid one des Internetprojekts THIS WAS TOMORROW! zeigt in mehr als 100 Video- und Filmclips Wohnbauprojekte der 1950er - 1980er Jahre aus der Perspektive ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Action- und Musikclips, private Kurzfilme, Aufnahmen von Demonstrationen oder Gebäude-Sprengungen stammen von Zeitzeugen, Aktivisten und Hobby-Filmern.
Somit werden die Konzepte und Strategien von Architekten und Planern der Nachkriegsmoderne mit denen von BewohnerInnen heute kurz geschlossen. Es entsteht eine partizipative Form der Erzählung und eine dezentrale Wissensproduktion über die Moderne.
THIS WAS TOMORROW! wurde im Rahmen der Ausstellung In der Wüste der Moderne, die bis zum 26. Oktober 2008 im Haus der Kulturen der Welt stattfand, gestartet und wird in den kommenden Jahren laufend weiter entwickelt.

THIS WAS TOMORROW
via: dérive - Zeitschrift für Stadtforschung

siehe auch: Bauten der Nachkriegsmoderne

2008-11-14

Street-Art-Ausverkauf: cut & go

cut&go

Gegen den Street-Art-Ausverkauf und den Graffiti-Klau auf deutschen Straßen gibt es seit längeren überdimensionierte Preisschilder auf Strassenkunstarbeiten - oder wie hier in der AUGUSTSTRASSE das cut & go Graffiti.
Unter der Katze klebte auch schon mal ein Fell-Hund der schnell geklaut wurde,
und die Fell-Katze an der Friedhofsmauer hing auch nur ein paar Tage …

cut&go

siehe auch: http://www.rebelart.net/diary/?p=770

2008-11-08

Fotowettbewerb Urban Snaps – 20 Städte in 24 Stunden

Urban Snaps

Weltweit findet am 08. November unter dem Motto „urban“ der Fotowettbewerb Urban Snaps statt. In mittlerweile 20 teilnehmenden Städten werden begeisterte Fotografen innerhalb von 24 Stunden eine Photostory mit 4 bis 6 Bildern zum Thema „urban“ aufnehmen und auf die Webseite hochladen – dies geschieht gleichzeitig weltweit. An einem Tag entstehen somit Fotos von unbekannten Orten und einzigartigen Menschen in verschiedenen Städten.
Und Berlin ist dabei. Wir rufen daher alle Hobby- und Profifotografen sowie Stadtkenner und Berlinfreunde auf, Ihre Photostory entstehen zu lassen und so eure Stadt zu portraitieren. Dabei seid frei in eurer Umsetzung – es gibt keine Beschränkungen.
Die einzelnen Stadtsieger werden in einem Buch publiziert und der Hauptgewinner aller Städte gewinnt einen Asus Eee PC 901, der von LJ Systemutveckling gesponsort wird.
Wichtige Bedingung ist, dass die Bilder innerhalb der 24 Stunden vom 08.11.2008 um 13 Uhr (GMT + 1) bis zum 09.November 13 Uhr aufgenommen werden. In dieser Zeit könnt ihr in der Zeit auf der Webseite hochladen. Die Anmeldung ist offen für alle und kostenlos.
Der Berliner Wettbewerb sowie die Juryauswahl wird von www.urbanophil.net organisert.
Weitere Informationen findet Ihr unter: www.urbanophil.net und http://www.facebook.com/group.php?gid=31409679473
Fragen bitte an: galene (at) urbanophil.net.

2008-11-01