AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Kuratiertes Leben

ueber store Auguststrasse 26a

Drei Jahre gab es in der Auguststrasse 26a ein Geschäft (”über-store”) für den “kuratierten Konsum” . Unter “Themen” wie Unter Null, Leichtigkeit, (Über)Ich, Melancholie, Land, Luxus, Fernweh, Ordnung oder Heimat konnte man/frau Waren finden wie z.B. “eine kuschelige Decke mit dekorativem Fliegenpilzmuster als Grundlage für ein kultiviertes Picknick”, oder einen Türstopper als Goldbarren, “fixiert Ihre Türen auf luxuriöse Weise” - halt alle die Dinge, die der young urban professional so braucht.

ueber store Auguststrasse 26a

Jetzt hat der Laden dichtgemacht - kommt jetzt eine Galerie?
Ich vermute es wird ein Modegeschäft werden.

2008-09-29

UNS GEHÖRT DIE STADT

uns gehoert die stadt alle Verbote verboten

Aus der Werbung eines Konzerns, “der in deutlich mehr Geschäftsbereichen tätig ist als dem traditionellen Vertrieb von Kaffee”…

“Jede Woche eine neue Welt”

52 mal im Jahr wird eine neue “Themenwelt” erfunden, in der sich die Deutschen mit ihren Wünschen und Bedürfnissen möglichst genau wiedererkennen sollen.(Süddeutschen Zeitung)

2008-09-23

Bleiben Wedding, Moabit und Neukölln ?

Ein Blick auf den Immobilien-Kompass der Zeitschrift Capital

“Die besten Wohnlagen in Berlin - Mitte

Für zahlungskräftige Neu-Berliner der angesagteste Stadtteil: So gut wie alle alten Häuser sind aufwendig saniert; in die Baulücken haben private Investoren hochwertige Neubauten mit Laden-, Büro- und Wohnflächen gesetzt.
(…)
Die Lage ist so begehrt, dass selbst Plattenbauten – einst für die DDR-Elite hochgezogen – noch stattliche Mieten erzielen. Schwierig ist es für Makler in Mitte mitunter, die hochwertigen Wohnungen und chicen Lofts direkt gegenüber diesen Zeugnissen sozialistischer Baukunst zu einem angemessen höheren Preis zu vermarkten. Schließlich wohnt das Auge mit.
(…)
Wie stark die Preise innerhalb einer Straße schwanken können, zeigt sich an der Friedrichstraße. Während die 3,5 Kilometer lange Einkaufsmeile zwischen dem S-Bahnhof Friedrichstraße und der Leipziger Straße Eigentumsdachgeschosse für 5000 Euro und Mieten von 15 Euro zu bieten hat, fällt der Preis beinahe mit jedem Meter Richtung Norden.
Auf Höhe Torstraße sind Mietwohnungen schon für weniger als sechs Euro zu haben. „Der Preisunterschied dürfte sich jedoch in den nächsten Jahren verringern“, ist Oliver Schmachtenberg vom Allgemeinen Grund & Boden Fundus sicher. „Der nördliche Abschnitt holt mächtig auf.“ Nahe der einstigen Mauer, an der Chausseestraße, liegen die Mieten noch bei günstigen fünf bis sieben Euro. Viele zumeist unsanierte Mietshäuser haben sich clevere Projektentwickler bereits vor Jahren gesichert. Die werden wohl demnächst – umgewandelt in Eigentumswohnungen – auf den Markt kommen. Preise zwischen 2200 und 3000 Euro dürften realistisch sein. Makler prognostizieren hier mit die höchsten Preissteigerungen innerhalb der nächsten fünf bis acht Jahre.(…)
Neben dem Bezirk Mitte ist der Prenzlauer Berg das Wohnquartier mit den kräftigsten Preissteigerungen“, sagt Tatjana Schemmel von Engel & Völkers. Vor allem ausländische Investoren sehen noch erhebliches Potenzial und bieten für ein saniertes Mietshaus schon mal das 18- bis 20-Fache der Jahresnettomiete. Üblich ist ein Faktor zwischen 13 und 16. Gut ausgestattete Eigentumswohnungen mit Eichenparkett, Einbauküche und Aufzug kosten bis zu 3500 Euro je Quadratmeter. Noch vor einigen Jahren lagen die Höchstpreise bei maximal 3000 Euro. Mieter zahlen für 100 Quadratmeter zwischen 800 und 1200 Euro ohne Heizung und Nebenkosten.”

Quelle: Immobilien-Kompass - Capital

siehe auch die Artikel-Reihe über ‘Gentrifizierung in der Hauptstadt’ der Zeitschrift Jungle World

Die Avantgarde der Sanierung

Noch immer wird man als Krawattenträger in Kreuzberg 36 komisch angeschaut

2008-09-23 

Die Phantasie des Betrachters

OONA

„Schmuckinstallationen“ des japanischen Goldschmiedes Jiro Kamata zeigt die Galerie OONA noch bis zum 9. Oktober

OONA

Aus Kameraobjektiven herausgelöste Fotolinsen zu Schmuck verarbeitet - „diese “Augen” der Kameras geben nichts preis, von dem, was sie gesehen haben. Es bleibt der Phantasie des Betrachters überlassen, sich Bilder vorzustellen, die diese Linsen einst auf Filme gebannt haben.“

Jiro Kamata: Momentopia
OONA Galerie für Schmuck
Auguststr. 26

OONA

2008-09-20

Der Berliner Handwerkerverein

Berliner Handwerkerverein - Sophienstrasse

Sophiensäle, Sophienstraße 17/18

Im April 1844 konstituiert sich unter Leitung des Stadtsyndikus Heinrich Hedemann der Berliner Handwerkerverein mit etwa 250 Mitgliedern. Entsprechend seinem Statut will der Verein vor allem der fachlichen Bildung dienen. Politische Betätigung ist gesetzlich nicht erlaubt und vom Begründer auch nicht beabsichtigt.
Dennoch hat der Handwerkerverein in der ersten Periode der Berliner Arbeiterbewegung große Bedeutung erlangt. Er ist die erste Vereinigung, in der Meister, Gesellen und Arbeiter verschiedener Berufsgruppen freiwillig zusammenkommen.
1846 gehören ihm bereits 94 Meister und 1984 Gesellen an. Stephan Born, ein 1840 aus Posen nach B. gekommener Schriftsetzer, der als Mitglied des Vereins und Verfasser der ersten selbständigen politischen Schrift eines Berliner Arbeiters eine bedeutende Rolle spielt; bezeichnet den Handwerkerverein viele Jahre später in seinen Erinnerungen als eine »Bildungsstätte für heranwachsende Revolutionäre«.

Bei den Straßenkämpfen, die während des Revolutionsjahres 1848 stattfanden, kämpften überwiegend nicht organisierte Arbeiter, Kleinbürger und vor allem Arbeitslose.
Der »Handwerkervererein«, neben dem Zentralkomitee die größte Organisation der arbeitenden Klassen, versuchte beim Zeughaussturm im Juni sogar zu vermitteln.

Trotz seiner einlenkenden Haltung war er der Regierung verdächtig, die Einschüchterungs- und Verfolgungsmaßnahmen gegen ihn wurden auch nach dem März fortgesetzt. Im August wurde eine Durchsuchung in der Privatwohnung des »Vereins-Oeconomen Herrn Schölzel« und im Vereinslokal vorgenommen, bei der Polizei und Schutz- und Bürgerwehrmänner gemeinschaftlich vorgingen.

2008-09-15

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Die Touristifizierung in der Spandauer Vorstadt …

schreitet voran - gleich mehrere Hotels werden in nächster Zeit gebaut.

Neben dem expandierten “Circus Hostel” am Rosenthaler Platz, und dem schon bald fertig gestellten Hotel Ecke Weinmeisterstr. / Rosenthaler Str., entsteht Ecke Auguststraße / Rosenthaler Straße das nächste Hotel.

Rosenthaler Strasse - Auguststrasse

Rosenthaler Strasse - Auguststrasse

Die von den Investoren zum “Rosenthaler Quartier” getauften Grundstücke zwischen Garnisonsfriedhof und Rosenthaler Straße werden massiv bebaut:
an der Ecke Linienstr. Rosenthaler Str. soll dann noch ein “EasyJet”- Hotel hochgezogen werden, die Baulücke zwischen Rosenthaler Str. 66 und 68 wird geschlossen.

Rosenthaler Strasse - Linienstrasse

Rosenthaler Strasse

Rosenthaler Strasse

Hier die Rosenthaler Straße 68 - das Haus des legendären Eimer

Für die Bewohner der Linienstraße 206, und nicht nur für sie, wird es bald richtig eng …

Linienstr.206

siehe auch: Touristifizierung in der Spandauer Vorstadt

2008-09-08

Ehemaliges Kaufhaus Wertheim in der Rosenthaler Straße

Ehemaliges Kaufhaus Wertheim in der Rosenthaler Stra�e

Ganz schön eng vor der Baustelle in der Sophienstraße…
Ehemaliges Kaufhaus Wertheim in der Rosenthaler Stra�e

Wie mir ein Anwohner berichtete, verschiebt sich die Fertigstellung auf November 2008 (geplant war Frühjahr, dann Juni 2008).

Ehemaliges Kaufhaus Wertheim in der Rosenthaler Stra�e

siehe auch: Berlin Mitte Geschichte - ehemaliges Kaufhaus Wertheim Rosenthaler Straße
2008-09-05

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