AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Werbe-Wechsel im U-Bahnhof: Austausch der Hintergleisflächen

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Spannend die Teamarbeit des Personals im Takt der U-Bahn zu beobachten.

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2019-02-08

Berlin Geschichte - Die Litfaßsäule

Litfaßsäule
Oranienburger Straße

Die einfarbig beklebten Litfaßsäulen sind kein Ergebnis der Kampagne ‘Berlin werbefrei‘ sondern im Januar 2019 wurde bekannt, dass sämtliche 2.500 Berliner Original Litfaßsäulen verschrotten werden sollen. Die ursprünglichen schlanken Originalsäulen sollen von einer neuen Betreiberfirma durch dickere ersetzt werden und auch an andere Standorte kommen. (Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/ur-berliner-erfindung-eine-bunte-legende-verschwindet-31943628)

“Die Idee, Plakatsäulen aufzustellen, entstand, um der damals um sich greifenden Wildplakatierung entgegenzuwirken. Litfaß schlug den Behörden vor, überall in der Stadt Säulen aufzustellen, an denen die Menschen ihre Plakate anhängen konnten. Nach jahrelangen Verhandlungen erteilte der Berliner Polizeipräsident Karl Ludwig von Hinkeldey Litfaß am 5. Dezember 1854 die erste Genehmigung für seine „Annoncier-Säulen“. Er bekam von der Stadt Berlin ein bis 1865 gültiges Monopol für die Aufstellung seiner Säulen.”
https://de.wikipedia.org/wiki/Litfa%C3%9Fs%C3%A4ule

Litfaßsäule
Mehringdamm

“Durch sein Angebot, den kontrollierbaren Säulenanschlag durchzuführen, spielte er Hinckeldey zugleich die Möglichkeit zu, endlich wieder eine Zensur gegen der Plakatanschlag indirekt und zudem ganz legal in Berlin einführen zu können. Als Gegenleistung forderte Litfaß für sich die alleinige Konzession zur Aufstellung der Anschlagsäulen. Hinckeldey versprach sich von einem Vertragsabschluß mit Litfaß die Gelegenheit, ganz bestimmte Anschläge verbieten, politische Parolen an Häusermauern, Zäunen und Bäumen beseitigen und somit politische Meinungsbildung beeinflussen zu können. (…) In der Öffentlichkeit rechtfertigte er seine zensierenden Maßnahmen allerdings mit der Begründung, er tue dies aus kommerzieller Rücksicht.”
Sabine Reichwein, Die Litfaßsäule, Berlin 1980

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Gneisenaustraße

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/berlin-mitte-geschichte-polizeipraesident-von-berlin-karl-v-hinckeldey

2019-01-29

Google in der Tucholskystrasse

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Foto von 2013 - Anbau an die von Martin Gropius entworfene Charité-Frauenklinik (1879–1883) durch den Architekten Chipperfield.

Nachdem der erste Mieter abgesprungen und die Sanierung der ehemaligen Charité-Frauenklinik sich seit 2013 hingezogen hat, konnte nun Google von ihren Büro Unter den Linden in die Tucholskystraße umziehen.

“Gegen das neue Google-Büro gab es im Vorfeld übrigens keine Proteste von Anwohnern. Aber in Berlin-Mitte gibt es ja auch kaum noch Anwohner” schrieb die taz dazu. http://www.taz.de/!5564179/

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU) und Konzernchef Sundar Pichai kamen gestern zur Eröffnungsparty.

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/ehemalige-frauenklinik-der-charite-freiberger-holding

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/haupttelegraphenamt-und-frauenklinik-der-charite-freiberger-holding

2019-01-23

Auguststrasse 23 hinter Plane

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Hans-Joachim Sander, Ehemann einer Erbin des Shampoo-Imperiums Wella, Immobilieninvestor und Kunstsammler, kaufte 2003 die Auguststraße 24/25 (Clärchens Ballhaus) und Auguststraße 23.

Erst wurde dem Familienbetrieb des Clärcherns nach 91 Jahren gekündigt und an neue Betreiber verpachtet. In den letzten Jahren wurde die Auguststraße 23 weitgehend entmietet. Die Schreinerei im Rückgebäude wird vom Clärchens Ballhaus als Lager verwendet.

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Seit ein paar Wochen wird das Haus nun hinter einer Plane versteckt, nur ein paar wenige Fenster der letzten Mieter sind frei gelassen.

Wie mir erzählt wurde beabsichtigt Sander die Auguststraße 23 weiter zuverkaufen. Jetzt müssen nur noch die letzten Mieter raus.

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/auguststr23

2019-01-15

Das Dragonerareal von oben

Das Dragonerareal von oben

Das Dragonerareal von oben

Nachdem die Privatisierung des Dragonerareals in Kreuzberg verhindert wurde, geht das Grundstück 2018/19 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) an das Land Berlin und soll als “städtebauliches Modellprojekt” entwickelt und bebaut werden.
51 % der Gebäude auf dem rund 47.000 Quadratmeter großen Areal stehen teilweise seit über 10 Jahren leer.

Das Dragonerareal von oben

“Es gibt wenige Quartiere in Berlin, über die mehr diskutiert wurde und diskutiert werden wird als über das Dragoner Areal in Kreuzberg. Das liegt auch an den extrem engagierten und mit ihrem Engagement erfolgreichen Akteuren aus der Zivilgesellschaft. Es liegt aber auch an der immensen Komplexität dieses relativ kleinen Stücks Stadt.”
https://www.burgdorffstadt.de/komplexe-quartiere-brauchen-gute-partner-so-auch-auf-dem-dragoner-areal-in-berlin/

Das Dragonerareal fungiert als eine Art Wunschmaschine für die unterschiedlichsten Interessen - und viele propagieren im Interesse des Gemeinwohls zu handeln.

Ob die Aushandlung der Interessen in einem transparenten hierarchiefreien und ergebnisoffenen Prozess stattfindet, in dem die Bestandsmieter, die Anwohner*innen, Nachbarschaft und Stadtgesellschaft einbezogen sind wird sich zeigen.

Vor allem steht die Frage: was ist überhaupt verhandelbar, was ist bevor ein “Beteiligungsprozess” überhaupt beginnt durch Politik und Verwaltung schon gesetzt.

Das Dragonerareal von oben - letzte Woche auf youtube veröffentlicht:

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https://www.youtube.com/watch?v=v0WwiJ7W_r4&feature=youtu.be

siehe auch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl

http://foto.diskurse.net/dragonerareal-berlin-kreuzberg/

Studie zum baukulturellem Erbe des Dragonerareals:
https://www.berlin.de/rathausblock-fk/projekte/geschichte/artikel.768849.php

2018-12-20

Autohaus Mitte

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Die Galerie Weisser Elefant, Auguststraße 21, zeigt zur Zeit Arbeiten von Martin Kaltwasser und Folke Köbberling.

Unter dem Titel ‘Autohaus Mitte’ “fokussieren sie den automobilen Individualverkehr als hegemoniale Leitkultur, die sie mit künstlerischen Mitteln kommentieren, ironisch unterwandern.”

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Besonders gefallen hat mir ‘Das Biest’, schon im Hof zu sehen, ein vergrößerter Nachbau eines Porsche-Cayenne-Bobbycar in der Originalgröße eines Porsche Cayenne.

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Die andere, ‘Crushed Cayenne’, dazu die Künstler:
“Im vergrößerten Maßstab 1,2:1 bauten wir aus Fund­holz den Frontalzusammenstoß zweier Porsche Ca­yenne nach.(…)
Mit der Form dieses Unfallszenarios wählten wir eine Ästhetik, die die hermetische, brutalhedonistische Ideologie von Luxusgeländeautos dieser Art konterkariert. Durch die Darstellung ihrer Zerstörung erlangen sie eine skulpturale Offenheit und Vieldeutigkeit, die ihrem panzerähnlichen Original­aussehen in unzerstörtem Zustand entgegensteht. Wenn man aber das Wesen der Zerstörung aufgreift, das diese Autos prägt, kann man feststellen, dass erst im Unfall mit Totalschaden die vulgäre Anmut eines Porsche Cayenne ihre ekstatische Vollendung erreicht.”

porsche cayenne

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galerie weisser elefant
Auguststraße 21
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 11 – 19 Uhr
Samstag und Sonntag 13 – 19 Uhr

2018-11-27

Deutsche Wohnen & Co enteignen

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gesehen in der Linienstraße

„Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum. Das Land fördert die Schaffung und Erhaltung von angemessenem Wohnraum, insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen…“

Verfassung von Berlin, Artikel 28

„Jeder Missbrauch wirtschaftlicher Macht ist widerrechtlich.“

Verfassung von Berlin, Artikel 24

„Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.“

Grundgesetz, Artikel 14

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Warum DW enteignen?

2018-11-08

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