AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Immer wieder Auguststrasse

Er ist wieder da

Die letzten Tage gab es wieder Dreharbeiten in der Auguststrasse, mit Intervallsperrungen für Radfahrer und Fußgänger. Blöde nur wenn man es eilig hat …

Er ist wieder da

Er ist wieder da

Gedreht wurde an der Verfilmung des Romans ‘Er ist wieder da‘ von Timur Verme.

siehe auch:

Einfallslose Locationscouts

2014-11-14

Brunnenstrasse 183

Brunnenstrasse 183
Umsonstladen Brunnenstr. 183 - gesehen 2008

Wiedereinmal wurde mit dem Kauf eines bewohnten Mietshauses, dann Räumung der BewohnerInnen mit der Begründung zu investieren, seine Investitionsankündigungen nicht einhaltend, mit Leerstand und Weiterverkauf Profit gemacht.
2006 kaufte Manfred Kronawitter die Brunnenstrasse 183 für 285.000 Euro.
Das Haus war in den frühen 90er Jahren besetzt worden. Später wurde es zwar legalisiert, doch Kronawitter zweifelte die Mietverträge an und bekam nach langjährigen Gerichtsverfahren Räumungstitel gegen die Bewohner. Weiterverkauft wurde es Ende 2010 für 1,3 Millionen Euro an die Geschwister Christoph und Catharina Birkel (aus der Nudelherstellerfamilie), nachdem im November 2009 mit 600 Polizisten geräumt wurde.

Brunnenstrasse 183

Das Haus wurde nun saniert und seit ein paar Tagen ist die Bauplane entfernt. Die taz zur neuen Fassade: “Da passt der neue Wandschmuck, der fast pünktlich zum fünften Jahrestag der Räumung der 183 enthüllt wurde. Die Goldlettern sind ein Statement. Vielleicht auch eine Provokation. Ganz sicher eine Demonstration für alle, die noch nicht verstanden haben, was Gentrifizierung ist. ”

Brunnenstrasse 183

Die Brunnenstrasse:

Brunnenstrasse

Brunnenstrasse

2014-11-06

SAP in der Rosenthaler Strasse

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Rosenthaler Straße Ecke Gipsstraße - gesehen 1996

2002 entschied sich, dass die Fläche mit einem Bürogebäude bebaut wird, als Hauptniederlassung des SAP-Konzerns in Berlin.
Die taz titelte damals: “Standortvorteil Szeneviertel
Der Software-Konzern SAP eröffnet eine neue Niederlassung für 550 Mitarbeiter in Mitte. Auf dem Rosenthaler Hof entsteht für 60 Millionen Euro ein siebenstöckiges Bürogebäude. Konzernchef Plattner ist von der Jugendlichkeit des Viertels angetan.” und Hasso Plattner wird zitiert mit: “Wir haben in Walldorf zwar guten Spargel aber eine Kneipenlandschaft ist unseren Gästen oft wichtiger.”
2004 wurde das Gebäude fertiggestellt und der SAP-Konzern zog ein.

Die Gegend ist auch längst kein Szeneviertel mehr.

Doch seit Jahren wird die Glasfassade des Gebäudes immer wieder beschädigt. Der Konzern steht wegen seines Engagement in der Rüstungsbranche und der Sicherheitsindustrie in Kritik.

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Die Tage wurden die Fenster wieder einmal erneuert:

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Die neuen Fenster werden angeliefert:

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siehe auch:

2007: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/scheiben-von-sap-rosenthaler%20%20-strasse-gipsstrasse-zerstoert

2008: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/scheiben-von-sap-in-die-rosenthaler-strasse-eingehauen

2009: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-sap-glasfassade-in-der-rosenthaler-strasse

2014: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/sap-bleibt-beschaedigt

2014-10-16

Blind Spot

Blind Spot

Nach Martha Roslers /Josh Neufelds Banner Pull Up Those PIIGS (2011) und der Installation Tamasha von N S Harsha (2013) ist das neue, gemeinsame Projekt zwischen der Fassadengalerie des KuLe e.V. und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Blind Spot des bildenden Künstlers Mykola Ridnyi und des Schriftstellers Serhij Zhadan (beide leben in der ostukrainischen Stadt Charkiw) an der Fassade in der Auguststrasse 10 zu sehen.
” Die Arbeit ist Teil einer kürzlich entstandenen Fotoserie von Mykola Ridnyi, die Pressefotos der bewaffneten Konflikte in der Ukraine mit dem Phänomen des allmählichen Erblindens und einem daraus resultierenden verengten Sichtfeld koppelt: die Bildmotive werden fast vollständig von schwarzer Farbe überdeckt. „Manchmal beginnt es wie ein kleiner, sich allmählich ausbreitender Fleck oder aber wie ein sich verengender Tunnel, der das Sehvermögen verschlingt, bis es ganz ausgelöscht ist. Diese Unfähigkeit zu sehen gleicht dem menschlichen Abwehrmechanismus, angesichts eskalierender Gewalt eine freiwillige Blindheit zu produzieren.“ M.Ridnyi

Blind Spot

Am Fuß der Fassade greift Serhij Zhadan mit seinem Essay Das zerschossene Museum, abgedruckt im ukrainischen Original sowie in russischer, deutscher und englischer Übersetzung, das Thema der Kriegszerstörung am Beispiel des von Bomben getroffenen Museums in Donezk auf
“In einem Artikel habe ich gelesen, das Regionalmuseum in Donezk sei von einem nächtlichen Bombenangriff getroffen worden. Von eingestürzten Decken und Gebäudeteilen wurde da berichtet, die sogar die Kellerdecke durchbrachen.(…)
Der Vorfall mit dem Museum ist typisch, denn eigentlich hat es doch niemanden gestört, wer hatte es also nötig, das Museum unter Beschuss zu nehmen, wer wollte auf diese Weise die Geschichte umschreiben oder genauer gesagt sie loswerden? Von Stellungen im Museum war gar nicht die Rede, es stellt sich plötzlich heraus, dass es völlig egal ist, ob da jemand eine Stellung hält oder nicht, der Zufall entscheidet, und leider nicht zum besten. Im letzten Krieg hat es das Museum im Übrigen auch erwischt, die Sammlungen sind zerstört worden. Kriege sind alle ähnlich.”
Serhij Zhadan

http://www.berliner-kuenstlerprogramm.de/de/veranstalt_detail.php?id=896

2014-10-06

TRUST IN THE SUN - Fare Well Bill - Slave for Sale

TRUST IN THE SUN

Für ein paar Tage umrahmte die anonyme Arbeit ‘Trust in the sun’ die Galerie Jordan/Seydoux in der Auguststrasse 22.
Die Hausverwaltung lies die Streetart-Arbeit aber schnell wieder überpinseln …

TRUST IN THE SUN

Georg Baselitz: Fare Well Bill
bis zum 01.11.2014

Die Ausstellung stellt die jüngsten, 2014 erschienen Druckgraphiken und ausgewählte Radierungen und Holzschnitte von Georg Baselitz vor.

Jordan/Seydoux - Drawings & Prints
Auguststraße 22
10117 Berlin

Öffnungszeiten:
Di-Sa 12.00-18.00 Uhr

und SP38 meint an der Auguststr. 5a: Slave for Sale

SP38_Slave for Sale

2014-10-06

Die verkaufte Mitte - Tacheles

Wie heute berichtet wurde kauft die Investorengruppe Perella Weinberg Partners, mit Hauptsitz in New York, Tacheles und die Freiflächen für 150 Millionen.
Gebaut werden soll der übliche Berlin-Mitte-Mix aus Wohnungen, Einzelhandel, Hotels und Büros.

Tacheles
Tacheles 2009

Ein ganzer Stadtteil (über 25 000m2) mit drei historischen Gebäuden, wurde von der öffentlichen Hand 1998 für 30,9 Millionen Euro DM an den geschlossenen Immoblienfondsbetreiber August Jagdfeld/Fundus Gruppe verkauft. Seine Investitionen hat er nie getätigt, die öffentliche Hand hat trotz dieses Vertragsbruches keine Rückabwicklung des Kaufes durchgeführt.

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Tacheles 2011

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-verkaufte-mitte
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/und-nochmal-tacheles
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-zaunpolitik
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles

2014-09-26

update: 2014-09-29

M. Reiter bittet um Mithilfe bei Klärung folgender Fragen bzgl #Tacheles-Verkauf

Cuvry-Brache, Leerstand und Wohnungslosigkeit

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Eines der leerstehenden Häuser in der Torstraße - davor der Platz einer Wohnungslosen. Das Haus steht seit Anfang der 2000er Jahre leer.

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Cuvry-Brache Juli 2014:

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Nach einem Brand auf der Cuvrybrache Donnerstag Nacht, wurden die Bewohner_innen am Freitag morgen nicht auf das Gelände zurückgelassen.
Die Besetzung ist bis auf Weiteres beendet, ein Sicherheitsdienst soll eine neue Besiedelung verhindern.

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In einem Kommentar von Frederik Bombosch in der Berliner Zeitung stellt der Autor die berechtigte Frage: “Wie lange wird das so bleiben? Drei Tage, drei Wochen, drei Monate, drei Jahre? Wir wissen es nicht. Aber wir können uns sicher sein, dass es neue Lager geben wird in der Stadt, früher oder später. Solche, die als Protest gemeint sind, und solche, die der puren Not geschuldet sind.”
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kommentar-zur-raeumung-der-cuvry-brache-cuvry-bewohner-werden-neue-brachen-finden,10809148,28464228.html

Fakt ist: Berlin stellt seinen Bewohner_innen nicht ausreichend Wohnraum zur Verfügung, und wenn die Menschen sich selber Wohnungen und Infrastrukturen bauen, werden sie aus diesen vertrieben.”
http://wirbleibenalle.org/?p=2172

Der Investor will die Hütten so rasch wie möglich abreißen und ab 2015 soll das Gelände mit Eigentumswohnungen bebaut werden.

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/berlin-geschichte-freistadt-barackia

2014-09-21

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