AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Die Bodenfrage

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“Das Märchen vom freien Markt

Wer heute noch das Märchen vom freien Markt erzählt, der angeblich auch das Mietenniveau regle, ist entweder auf die Lügen der Neoliberalen hereingefallen oder er gehört zu denjenigen, die diese Lügen verbreiten. Denn nirgendwo sonst lässt sich komplettes Marktversagen so klar beobachten wie beim Wohnungssektor.
Die Anbieter der wenigen freien Wohnungen verfügen über ein temporäres Quasimonopol, was es ihnen erlaubt, Mondpreise zu verlangen.”
https://taz.de/Kommentar-Protest-gegen-Mietpolitik/!5495976/

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Vom Bayerischen Rundfunk über den Deutschlandfunk bis zur Bauwelt und erst recht in den stadtpolitischen Gruppen wird die Bodenfrage gestellt.
Brauchen wir eine Bodenreform?
https://www.br.de/radio/bayern2/wie-eine-bodenreform-gegen-gentrifizierung-helfen-koennte-100.html
Wie bezahlbarer Wohnraum entstehen könnte
http://www.deutschlandfunkkultur.de/mittel-gegen-explodierende-grundstueckspreise-wie.976.de.html?dram:article_id=414075
Die Bodenfrage
http://www.bauwelt.de/themen/betrifft/Die-Bodenfrage-3137405.html

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Fotos von der Demonstration “WIDERSETZEN – Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn” am 14.4.2018

mehr Fotos auch auf:
https://youtu.be/8eV9nrtzmWE

siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Allmende

2018-04-18

Tacheles Areal - Baugrube

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Eigentlich sollte schon im Juli 2017 mit dem 11,5 Meter tiefen Erdaushub begonnen werden, doch letztes Jahr war man auf der Baustelle hauptsächlich mit dem Herstellen von sogenannten Schlitzwänden gegen das Eindringen von Grundwasser in die Baugrube beschäftigt.

Aber anscheinend soll es jetzt bald los gehen mit dem Ausbaggern der Baugrube.

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Seit kurzem sind diese Hydraulikstützen gegen mögliche Beschädigung der Nachbargebäude beim Ausgraben verspannt.

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siehe auch:
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-areal-bauvorbereitenden-massnahmen-fuer-den-erdaushub
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/areal-am-tacheles

2018-04-03

Bebauung am Rosenthaler Platz

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Am Wochenende hab ich diese Erinnerungsbilder, geklebt am Eingang des ibis Styles Hotel Berlin Mitte in der Brunnenstrasse 1-2, gesehen.

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Dabei stand noch bis Anfang der 90er Jahre dieses schöne Haus am Rosenthaler Platz:

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Illus Köhler 1951 UBz: HO-Möbelhaus, Rosenthaler Platz.Bundesarchiv, Bild 183-12002-0001

An den Abriss des vorderen Teils des Gebäudes Brunnenstrasse 1-2, wohl Anfang der 1990er, kann ich mich nicht mehr erinnern.
Nur an die kleine Platzsituation mit vielen Buden.

brunnen-6.JPGFoto: Miles Philips 2006

Und an den entgültigen Abriss Ende 2008:

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siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/rosenthaler-platz-brunnenstrasse (2013)

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/abriss-am-rosenthaler-platz (2008)

2018-03-27

Berlin Geschichte: Gas-Straßenbeleuchtung

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Gaslaterne am Chamissoplatz

Die ersten Gasbeleuchtungsanlagen wurden Anfang des 19. Jahrhunderts in den Hochburgen der englischen Industrie, in Soho bei Birmingham und in Manchester, eingerichtet.
Die Gasbeleuchtung war auschließlich Fabrikbeleuchtung. Doch schon bald kam die Idee auf, aus einer zentralen Produktionsstätte mittels Leitungsröhren Konsumenten mit Gas zu versorgen.
“London wurde innerhalb weniger jahre die erste weitgehend mit Gas versorgte Großstadt. (…) Mitte der 1820er Jahre waren die meisten großen Städte auf Gas umgerüstet, in den späten 1840er Jahren hatte die Industrie auch die Kleinstädte und sogar die Dörfer erfasst.
Die Entwicklung in Frankreich und Deutschland war unvergleichlich langsamer. (…)
Die englische Imperial Continental Gas-Association, eigens als Exportunternehmen gegründet, richtet in den 1820er Jahren Gasanstalten in Hannover, Berlin, Aachen, Kön und Wien ein. Obwohl sich bald die heimische Industrie regte, waren bis 1850 doch erst 24 Gasanstalten in Betrieb genommen.”(1)

1825/1826 Die ‘Imperial-Continental-Gas-Association’ baut im Auftrag des preussischen Innenministeriums unweit des Halleschen Tores zwischen der Stadtmauer und dem Landwehrgraben die erste Gasbeleuchtungsanstalt in Berlin.
1826 Mit der von der englischen ‘Imperial-Continental-Gas-Association’ eingerichtete Gasbeleuchtung der Straße Unter den Linden vom Brandenburger Tor bis zur Schloßbrücke erhält Berlin als erste deutsche Stadt, zwölf Jahre nach London, eine moderne Straßenbeleuchtung.
1833 waren bereits 12,5 deutsche Meilen (dt.Meile - 7.532,50 m) Rohre verlegt und 1789 öffentliche sowie 4500 private Gaslichter angeschlossen.
1845-1847 Da 1846 der Vertrag mit der englischen ‘Imperial-Continental-Gas-Association’ ausläuft und die Verhandlungen des Magistrats mit ihr und den königlichen Behörden zu keinen befriedigenden Ergebnis führen, läßt die Stadtverwaltung durch den Ingenieur Blochmann am Stralauer Platz und vor dem Kottbuser Tor zwei neue Gaswerke bauen und ein städtisches Gasnetz anlegen.
Finanziert wird das Unternehmen durch 1,5 Millionen Taler Stadtobligatonen.
1847 die öffentlichen Straßen und Plätze sowie eine Teil der Privathäuser werden erstmals mittels Stadtgas aus den städtischen Gaswerken beleuchtet. (2)

“Diese Gasanstalten erzeugten ein mit leuchtender Flamme brennendes Gasgemisch, das „Leuchtgas“ bezeichnet wurde. Im Normalfall wurde dieses Leuchtgas, das vor allem aus Wasserstoff, Methan und Kohlenoxyd bestand, durch Erhitzen von Steinkohle unter Luftabschluß gewonnen.

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Ammoniakfabrik, gesehen in der Kokerei Hansa, Dortmund
Ammoniak fiel als Nebenprodukt in einer Kokerei an. Es wurde aus dem gekühlten Hochofengas herausgewaschen und mittels Schwefelsäure zu dem Düngesalz Ammoniumsulfat verarbeitet.

Durch die Entgasung verwandelte sich die Steinkohle in Koks, der für Heizzwecke weiter verwendet wurde.

Gasometer dienen als Speicher- und Druckbehälter. Das so erzeugte Gasgemisch wurde dann - nachdem es von Teer, Ammoniak, Schwefelwasserstoff und anderen unerwünschten Beimengungen gereinigt worden war - in einen großen Behälter geleitet.

Gasometer Schöneberg
Gasometer Schöneberg

Von 1859 bis 1885 wuchs die Leuchtgas-Erzeugung in Deutschland von rund 44 auf 479 Millionen Kubikmeter. Im Jahr 1900 erreichte sie rund 1200 Millionen Kubikmeter. Davon dienten etwa 56 Prozent zur Beleuchtung in Gebäuden, 15 Prozent zur Straßenbeleuchtung, 18 Prozent als Koch- und Heizgas und 10 Prozent
zum Betrieb von Gasmotoren. Das restliche eine Prozent entfiel auf den Eigenverbrauch der Gasanstalten.

Das Leuchtgas diente also auch an der Wende zum 20. Jahrhundert noch immer zu gut siebzig Prozent der Beleuchtung. Elektrisches Licht blieb vorerst die Ausnahme, zumal es teurer als Gaslicht war und nur in wenigen Gebieten zur Verfügung
stand. Sogar in Berlin waren 1914 erst 5,5 Prozent der Haushalte an das Stromnetz angeschlossen.
Die Bezeichnung Leuchtgas war inzwischen nicht mehr zeitgemäß. Sie war sogar ein Hindernis bei der Gewinnung neuer Koch-, Heiz- und Kraftkunden.
Ab den zwanziger Jahren sprach man deshalb von „Stadtgas“. Die neue Bezeichnung unterstrich zugleich, daß die Gaswerke der öffentlichen Versorgung dienten und überwiegend von den Städten betrieben
wurden.” (3)

Nach Angaben der GASAG gab es in den heutigen Grenzen Berlins 33 Gaswerke und 119 größere Gasometer.

Gasometer Schöneberg
Gasometer Schöneberg

Ab 1978 wurde in Ostberlin die Gasversorgung auf Erdgas umgestellt. Die Umstellung auf Erdgas in Westberlin wurde erst nach der Wiedervereinigung abgeschlossen.

Heute besteht keines der 33 ehemaligen Gaswerke im Berliner Stadtgebiet mehr, von 119 größeren Gasometern stehen nur noch zwei Kugel-Hochdruckbehälter in Mariendorf sowie die Niederdruckbehälter in Mariendorf und Schöneberg (lt. GASAG) (5)

Von den rund 44.000 Gaslaternen, die im Wendejahr 1990 noch an (vor allem West-) Berliner Straßen standen, gibt es heute noch rund 31.500 Leuchten (Stand März 2018). Davon sollen 3300 im historischen Glühstrumpf-Betrieb erhalten bleiben. (4) und (6)

(1) Wolfgang Schivelbusch, Lichtblicke: Zur Geschichte der künstlichen Helligkeit im 19. Jahrhundert, 2004
(2) Roland Bauer, Berlin - illustrierte Chronik, Bd 1, 1988
(3) Udo Leuschner, Die deutsche Gasversorgung von den Anfängen bis 1998
(4) Historische Straßenbeleuchtung Die Geschichte der Berliner Gaslaternen
(5) http://www.chemieforum-erkner.de/chemie-geschichte/firmen/gaswerke.htm
(6) https://www.berlin.de/senuvk/bauen/beleuchtung/de/gaslicht/

2018-03-09

update 2018-03-12

Hans Soost
Gas und Koks, Ruß und Staub
http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0104prog.htm

DDR-Architekturskandal in Berlin Prenzlauer Berg “Gasometer sprengt man nicht!”
https://www.tagesspiegel.de/kultur/ddr-architekturskandal-in-berlin-prenzlauer-berg-gasometer-sprengt-man-nicht/10318092.html

Soziale Erhaltungsverordnung - Beobachtungsgebiet Oranienburger Straße

Laut eines Artikels von Dirk Jericho in der Berliner Woche lässt das Bezirksamt Mitte durch die Büros „Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit und Stadtteilplanung Argus“ sowie „S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung“ prüfen ob in der Auguststraße und Umgebung noch eine schützenswerte Bevölkerung vorzufinden ist.

“Die beauftragten Büros sammeln jetzt detaillierte Informationen zu den Wohnungen, zu Ausstattungsgrad und Mietpreisen und vor allem über die Bewohner, zu deren Einkommen, Beruf, Wohndauer und mehr. Bestätigt sich ein Verdrängungsdruck, soll eine soziale Erhaltungsverordnung, Milieuschutz genannt, erlassen werden.

Das Beobachtungsgebiet Oranienburger Straße liegt zwischen Oranienburger Straße, Hackeschem Markt, Alter Schönhauser Straße und Torstraße zuzüglich des Wohnviertels zwischen Torstraße, Invalidenstraße, Brunnenstraße und Bergstraße. Das Gebiet Invalidenstraße wird begrenzt von der Invalidenstraße, Brunnenstraße, Bernauer Straße und Ackerstraße.”

2018-02-27

Abriss nach 10 Jahren - Linienstrasse 72

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Das 2008 fertiggestellte Wohnhaus ist jetzt bis zum Kellergeschoss abgerissen. Fotos vom Wochenende.

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siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/linienstrasse-72

2018-02-26

Linienstraße 72

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Das 2008 erbaute Wohnhaus Linienstraße 72 wird zur Zeit abgerissen.

Da konnte der Besitzer wohl in den letzten Jahren mit der Vermietung der Wohnungen als Ferienwohnungen nicht genug verdienen.

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Fotografin: Inge Johanna Bergner, 2008 via: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtmodelle/de/datenbank/ausgabe.php?modus=weitere_bilder&ProjektID=843&kat=2&pl=

Jetzt sollen Luxuseigentumswohnungen zum Preis von bis zu 4 Millionen Euro gebaut werden, Quadratmeterpreise von 12.000-20.000€/qm.

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(C) RALF SCHMITZ GmbH & Co. KGaA

In der Vermarktung stört dann aber wohl das schräg gegenüber liegende Hausprojekt Linienstraße 206.

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Dafür wurde in der Viualisierung das Eckhaus “sauber saniert” retuschiert.

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(C) RALF SCHMITZ GmbH & Co. KGaA

2018-02-14

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