AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Das Versagen der Wohnungspolitik

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Akte D – Das Versagen der Wohnungspolitik

Spannende ARD-Doku, noch bis 20.3. in der ARD-Mediathek.

“Deutschland ist ein Volk von Mietern. In kaum einem anderen Land lebt ein so großer Anteil der Bevölkerung zur Miete – mehr als 50 Prozent. Noch vor kurzer Zeit schien die Wohnungsfrage in Deutschland gelöst. Dank staatlicher Wohnungspolitik und Wohnungsbauförderung gehörte es zum Selbstverständnis des Landes, dass man unabhängig vom Einkommen in einer bezahlbaren Mietwohnung leben kann. (…)

Wohnungsnot in Großstädten
Doch das hat sich grundlegend geändert. Heute herrscht besonders in Großstädten wieder Wohnungsnot. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und umkämpft, das Kräfteverhältnis von Mietern und Vermietern gerät mehr und mehr in Schieflage. Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass große Investoren aus dem In- und Ausland mit hohen Renditeerwartungen massiv Wohnungsbestände aufkaufen. Wohnungen werden zu einer Anlageform wie Aktien. Die derzeit explodierenden Mietpreise entwickeln sich zu einer Bedrohung für den sozialen Frieden im Land.

“Akte D” geht der Frage nach, warum das Wohnen in Deutschland eigentlich immer teurer wird. Wann hat sich die Wohnungspolitik grundlegend verändert? Aus welchen Gründen und zu welchem Zweck? Und gibt es sogar Profiteure der zunehmenden Wohnungsnot?”

Akte D – Das Versagen der Wohnungspolitik
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/akte-d-folge-2-100.html

2017-03-17

AUGUSTSTRASSE und Umgebung 1992

Vor ein paar Wochen hab ich eine Mail mit Fotos von der AUGUSTRASSE und Umgebung aus dem Jahr 1992 erhalten:
“Vor etwa 25 Jahren habe ich in Mitte, Prenzlauerberg & Pankow als Student gelebt. Ich war 21 und diese Erfahrung hat mein ganzes Leben geprägt.”

Diese Bilder will ich hier nicht vorenthalten - eine Auswahl:

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Tucholskystraße Ecke Oranienburger Straße, 1992

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Tucholskystraße Ecke Auguststraße, 1992

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Kleine Hamburgerstraße 5, 1992

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DER NAZIDRECK MUß WEG, Sportplatz Auguststrasse, 1992

Fotos:
Sébastien Bretagne

2017-03-16

Mein Sonntagsspaziergang

Zum Wochenende gab es mal wieder einen “Ausflugstipp” von der RBB Abendschau für eine Galerientour in der Auguststraße:

“Die Auguststraße in Berlin Mitte ist Touristenmeile und Inspiration für Kunstinteressierte. Eine Galerie liegt neben der anderen. Meistens ist der Eintritt dafür frei, doch sonntags sind in der Kunstmeile viele Läden geschlossen.
Zur Wendezeit gab es hier nur marode Häuser, kaputte Straßenlaternen und leerstehende Läden in der Auguststraße. Die Mieten waren günstig, Künstler kamen. Jetzt ist der Quadratmeter hochpreisig geworden.”
http://www.rbb-online.de/abendschau/ausflugstipps/beitraege/galerientour.html

Mein “Sonntagsspaziergang” führte mich durch die Berg- Acker- und der Kleinen Rosenthaler Straße.

Da hab ich das gesehen:

PASTE-UPs in der Bergstraße:

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Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland
Schaufensterdekoration am SCHOKOLADEN in der Ackerstraße:

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Karl Marx = geile Sau
Schriftzug am “Schwarzen Haus“, Kleine Rosenthaler Straße:

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2017-02-21

Markthalle Forum Museumsinsel

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Nach dem Abriss des Bestandbaues in der Oranienburger Straße im Juni 2016 wird wohl jetzt das geplante “Torhaus” zum Platz gebaut.
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/forum-museumsinsel-urbanitaet-laesst-sich-nicht-planen

Der gesamte Gebäudekomplex wurde nach der Wiedervereinigung Eigentum der Telekom und von der Telekom-Tochter DeTeImmobilien 2001 an die Freiberger Holding verkauft.

Auf dem Hofgeländes des Gebäudekomplexes zwischen der Oranienburger Straße und der Ziegelstraße plante Ernst Freiberger eine kombinierten Markt- und Ausstellungshalle auf einer Grundfläche von rund 2500 Quadratmetern - das eigentliche “Forum Museumsinsel”.
Der Münchner Feinkosthändler Käfer sollte die Markthalle betreiben und darüber wollte Freiberger seine Oldtimersammlung zeigen.

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Der Immobilienunternehmer Freiberger wollte sich “ein architektonisches Denkmal setzen”. Nichts weniger als ein “architektonisches Wahrzeichen des 21. Jahrhunderts” schwebt Freiberger vor.
http://www.morgenpost.de/berlin/article105095258/Hier-entsteht-Berlins-groesstes-privates-Bauprojekt.html

Das ist uns glücklicherweise erspart geblieben.

“Freiberger hatte Entwürfe von internationalen Architekten eingeholt und sich für den von Richard Rogers entschieden. Der Senatsbaudirektorin missfiel das, sie bestand auf einem Architektenwettbewerb. Nach vielem Hin und Her verlor Freiberger die Lust. Jetzt gibt es eine kleine, preisgünstigere Lösung mit „Ursprungsprodukten der Menschen“, wie Freiberger sagt: alles rund ums Backen und Brauen, also Brot und Bier. „Das sind handfeste Produkte, die jeder mag und die gerade wegen ihrer Einfachheit so geschätzt sind.“ Ein großes Zeltdach kann bei Bedarf den Platz überspannen, etwa für größere Veranstaltungen oder Weihnachtsmärkte.” gedruckter Tagespiegel vom 6. August 2016

2017-02-15

suicide by police

“Bei der Aus- und Fortbildung der Berliner Polizei gibt es einmal in der Woche den Messertag. Geübt wird dabei ausschließlich der Schuss auf das „vitale Dreieck“, also den Brustkorb mit Herz und Lunge.” (*)

Im Sommer 2013 erschießt ein Polizist einen Mann, der mit einem Messer bewaffnet nackt im Berliner Neptunbrunnen badet. Jetzt starb am Dienstag in Hohenschönhausen wieder ein Mann durch Polizeikugeln. Der 25-Jährige hatte am Dienstag Nachmittag zunächst die Feuerwehr gerufen und angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen.
http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/01/toedlicher-schuss-polizeiwaffe-berlin-hohenschoenhausen.html

Wie rbb-Recherchen nach dem Fall vom Neptunbrunnen ergaben, sind es überwiegend gar keine Kriminellen, die Polizeikugeln zum Opfer fallen, sondern in zwei Dritteln der Fälle psychisch kranke Menschen.
http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2017/02/toedliche-polizei-schuesse-hohenschoenhausen-kriminologe-ueberforderung-umgang-psychisch-kranke.html

“Die Gefährlichkeit von psychisch Kranken, selbst wenn sie bewaffnet seien, sei ein „Mythos“, sagt der Psychiatrieprofessor Asmus Finzen. Psychotische Menschen reagieren anders als Kriminelle. Sie lebten gefangen in ihrer eigenen Welt, in der Störungen schnell als Bedrohung gesehen würden. Dies könne die Polizei jedoch nicht nachvollziehen und in der Folge seien die Beamten und -beamtinnen dann fatalerweise der Meinung, besonders hart reagieren zu müssen.” (*)

“Dass die Polizei offenbar nicht so darauf vorbereitet ist, wie sie vorbereitet sein sollte, bestätigt auch Thomas Feltes, Professor für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum. (…)
Stellvertretend für andere Innenminister kann hier der ehemalige Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) stehen. Angesichts der „Definitions- und Abgrenzungsprobleme“ bei psychischen Erkrankungen „erscheint mir eine Extra-Aus- und Fortbildung in diesem Bereich nicht zielführend“, sagt er.
Eine solche Aussage hält Feltes für eine sicherheitspolitische Bankrotterklärung. Ein Psychologe könne den Beamten und Beamtinnen durchaus in wenigen Stunden die Grundlagen dafür vermitteln „wie man da Signale liest“.
Doch die Praxis sieht anders aus:
Schon in der Ausbildung werde „Konfliktbewältigung auch mit Personen in Ausnahmesituationen“ trainiert, ist die offizielle Auskunft der Berliner Polizei. In das „situative Distanzverhalten“ würden immer wieder auch neue Erkenntnisse einfließen. Gleichwohl handele es sich hier aber stets um einen „Grenzbereich“. Und der sieht so aus: Als Mindestabstand zu mit Messern oder stichwaffenähnlichen Gegenständen Bewaffneten gilt als Regel eine Entfernung von fünf bis sieben Metern. Bei geringerer Distanz sei eine Reaktion unterhalb des Schusswaffengebrauchs ohne erhebliche Eigengefährdung nicht mehr möglich.
Und so gibt es in der Konsequenz bei der Aus- und Fortbildung der Berliner Polizei einmal in der Woche den sogenannten Messertag. Geübt wird dabei ausschließlich der Schuss auf das „vitale Dreieck“, also den Brustkorb mit Herz und Lunge.” (*)

(*) DEUTSCHE POLIZEI Nr. 1 • 64. Jahrgang 2015 • Fachzeitschrift und Organ der Gewerkschaft der Polizei

siehe auch:
Tödliche Polizeikugeln. rbb-Dokumentation 27.05.2014
http://www.dailymotion.com/video/x1xbgnb_die-rbb-reporter-todliche-polizeikugeln_people

https://de.wikipedia.org/wiki/Suicide_by_cop

2017-02-02

Fotoausstellung S-Bahnhof Oranienburger Straße

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Zur Zeit gibt es im S-Bahnhof Oranienburger Straße Fotos aus der “Wendezeit” zu sehen: Tacheles und andere Häuseransichten von Alt-Mitte (u.a. von der Bildagentur OSTKREUZ)

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Fotos von Harald Hauswald

Besonders spannend find ich die Riefelbilder: (http://wernernekes.de/00_cms/cms/front_content.php?idart=113#Riefelbilder)

Riefelbild

Riefelbild

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Ob es eine Dauerpräsentation ist konnte ich nicht herausfinden. Weiß jemand mehr?

2017-01-20

Wintercamping auf dem Areal am Tacheles

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Seit der Räumung des Tacheles-Geländes 2011 wird das Areal von einer Sicherheitsfirma bewacht.
http://auguststrasse-berlin-mitte.de/tacheles-zaunpolitik

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pwr development GmbH

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/areal-am-tacheles

2017-01-09

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