AUGUSTSTRASSE                            Keine Kunst

Alles zukleben

Gipsstrasse

Trotz der Folgen des Wärmedämmens mit Styropor für das Wohnklima und im Brandfall werden in der Gipsstrasse die nächsten Fassaden von Plattenbauten mit dem Wärmedämmstoff Polystyrol zugeklebt.
Die Lebensdauer der Dämmung liegt meist unter der Amortisationsdauer und muß dann als Sondermüll teuer entsorgt werden …

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CO2-Einsparung oder (dank der Lobby-Vereine der Dämmstoffindustrie) Konjunkturprogramm für die Wirtschaft ?

siehe auch: Die Wärmedämm-Lüge

2013-05-13

Die Verhäuslichung der Kindheit

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Seit Kurzem markieren diese Figuren den Schulweg von der Schule am Koppenplatz über die Linienstrasse.
An die ‘Tempo 10-Zone’ in den Nebenstrassen der Spandauer Vorstadt halten sich leider die wenigsten Autofahrer (was ein bisschen Sicherheit für Kinder bedeuten würde).

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Foto: Staatsarchiv Hamburg, Lichtbildnerei Baubehörde

Kinder sind durch die Entwicklung zur ‘autogerechten Stadt’ seit Ende der 1950er Jahre aus den Strassen kontinuierlich verdrängt worden, verdrängt in sogenannte Ersatzräume, wie z. B. eingezäunte Kinderspielplätze und durch den motorisierten Verkehr in ihrem Bewegungsdrang ständig eingeschränkt.

siehe auch: http://auguststrasse-berlin-mitte.de/die-stadt-und-das-auto

2013-05-06

Affenplage in der Auguststrasse

Tamasha - N S Harsha

Tamasha - N S Harsha

Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD zeigt in Zusammenarbeit mit der Fassadengalerie des KuLe e.V. die Installation „Tamasha“ des indischen Künstlers N S Harsha.
„Tamasha“ ist ein in Hindi, Urdu oder Marathi gebräuchlicher Begriff, der umgangssprachlich eine große Show, Performance oder Feier, aber auch ein Aufhebens, einen Tumult, ein Wirrwarr bezeichnet.

Tamasha - N S Harsha

“So verbinden sich Anspielungen auf die Verehrung der heiligen Affen und auf die Affenplagen im realen indischen Alltag mit dem alten deutschen Mythos des Rattenkönigs. Dieses seltene Phänomen bezeichnet Gruppen von an den Schwänzen miteinander verknoteten Hausratten (z.B. durch Überwintern in zu engen Bauten), was der Legende nach zu Verwachsungen der Schwänze von lebenden Ratten geführt haben soll. …”

N S Harsha
2012/13 ist der in Indien lebende N S Harsha Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

24.4.-31.7. 2013, Auguststr. 10

2013-04-23

JR in der Auguststrasse

JR - Auguststrasse

JR - Auguststrasse

Gestern klebte der französischer Fotograf und (Street Art-)Künstler JR mit seinem Team ein Groß-Fotoportrait an die Fassade des Umspannwerkes in der Auguststrasse.

JR - Auguststrasse

JR - Auguststrasse

Schon 2008 plakatierte JR in der spanischen Hafenstadt Cartagena Groß-Fotoportraits von älteren Einwohnern, die zum Teil aus ihren Wohnungen vertrieben wurden um für lukrativere Bürohochhäuser Platz zu machen.[1]

Im Rahmen seines Projekts “The Wrinkles oft the City” sollen in den nächsten Tagen mehr als 15 Gebäude in Berlin mit grossformatigen Fotos beklebt werden.

JR - Auguststrasse

[1] http://rebelart.net/jr-in-cartagena/00620/

2013-04-16

Rosenthaler Platz, Brunnenstrasse

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Foto: Miles Philips 2006

Vor ein paar Tagen wurden mir aus England Fotos zugesendet, Auguststrasse und Umgebung in den 2000er Jahren. Darunter auch Beate Uhse in der Brunnenstraße und der Rosenthaler Platz mit den Buden … Danke

Foto: Miles Philips
Foto: Miles Philips 2006

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Abriss gesehen 2008

rosenthaler platz
gesehen 2013

siehe auch:

http://auguststrasse-berlin-mitte.de/abriss-am-rosenthaler-platz

2013-04-10

Grundwasserabsenkungsmaßnahmen

Für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes des ‘Sozialverbandes VdK Deutschland’ in der Linienstraße 131 sind Grundwasserabsenkungsmaßnahmen nötig:

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

Grundwasserabsenkung

“In den im Warschau-Berliner Urstromtal gelegenen Bereichen der Berliner Innenstadt ist das Grundwasser in der Regel in Tiefen von nicht mehr als 3 Metern zu erwarten. Auf Grund der geplanten Tiefe der Baugrube ist ein Eingriff in das Grundwasser erforderlich.”
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/grundwasser/de/gw_absenk.shtml

Grundwasserabsenkung

So wird auf der Baustelle Grundwasser abgepumpt und ein paar hundert Meter weiter am Koppenplatz in die Kanalisation eingeleitet.

Grundwasserabsenkung

Linienstrasse 131
Abriss des Seitenflügels Linienstraße 131, Sommer 2012
Linienstrasse 131

2013-03-27

Berlin Mitte Geschichte - Protest in der Rosenstrasse

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1 Gebäude der Sozial-Verwaltung der Jüdischen Gemeinde, Rosenstraße 2-4; Gefängnis während der »Fabrik-Aktion«.
2 Die »Alte Synagoge«, Heidereutergasse 4.
3 Jüdisches Altersheim, Große Hamburger Straße 26.
4 Gestapo-Leitstelle Berlin, Burgstraße 28; (mit dem Berliner Judenreferat; auch in dem Gebäude Burgstraße 26 befand sich eine Dienststelle der Gestapo.
5 S-Bahnhof »Börse«, heute »Hackescher Markt«, zu DDR-Zeiten »Marx-Engels-Platz«.

In der Rosenstraße 2–4 errichtete die Jüdische Gemeinde 1905 ein großes Verwaltungsgebäude, das später unter anderem das Wohlfahrts- und Jugendamt beherbergte.
“Am 27. Februar 1943 führte die Berliner Gestapo die letzte große Razzia gegen Juden durch, die überwiegend in der kriegswichtigen Rüstungswirtschaft Zwangsarbeit leisten mussten. Während dieser „Fabrik-Aktion“ wurden jüdische Partner von „Mischehen“, „Mischlinge“ sowie „Geltungsjuden“ von den „Volljuden“ separiert und in dem Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde in der Rosenstraße 2-4 in Berlin-Mitte festgehalten, [um ihren Status zu überprüfen und unter ihnen Fachpersonal als Ersatz für zu deportierende Mitarbeiter jüdischer Einrichtungen auszuwählen].
Die nicht-jüdischen Angehörigen hatten im Laufe des Tages herausgefunden, wohin ihre Angehörigen gebracht worden waren. Vor dem Gebäude fanden sich – ohne untereinander organisiert zu sein – viele Angehörige ein. Überwiegend „arische“ Ehefrauen der Festgehaltenen, aber auch „arische“ Ehemänner von jüdischen Frauen kamen dort hin. Sie brachten Lebensmittelpäckchen mit, die von den Wachen am Eingang angenommen wurden. Viele wussten nicht, ob ihre Angehörigen dort tatsächlich festgehalten wurden. Die Wartenden tauschten die wenigen Informationen untereinander aus und kamen täglich wieder.
Niemand kannte die Pläne der Gestapo für die circa 2000 dort einsitzenden Menschen. Der sogenannte „Rassestatus“ eines jeden wurde eingehend geprüft. Dokumente belegen, dass diese Personengruppe nicht für die Deportation vorgesehen war. (…)[Die Entlassungen aus der Rosenstrasse begannen am 1.März 1943 und zogen sich mindestens bis 12.März hin.] Sie kehrten zu ihren Familien zurück und wurden wieder zur Zwangsarbeit befohlen. Ungefähr 200 ehemalige Rosenstraßen-Insassen arbeiteten danach in den Verwaltungsstrukturen der Jüdischen Gemeinde.” (1)
“Zeitgenössische Dokumente zu diesen Vorgängen gibt es bisher nicht” (…) daher “bleiben bis heute die Zahl der Teilnehmer, die konkreten Umstände sowie die Dauer und die Form des Protestes in der Rosenstrasse ungesichert. Die Angaben, wie viele Menschen sich tatsächlich vor dem Gebäude versammelten, schwanken erheblich, von 150 bis zu 6000. (…)
Weder damalige Dokumente noch die weitere historische Entwicklung stützen also die Annahme, dass Proteste wie in der Rosenstraße die Deportationsplanungen der NS-Führung verändert oder deren Realisierung behindert hätten. Die Geschichte vom Erfolg des Protestes der nichtjüdischen Angehörigen und der Rettung der Juden in der Rosenstraße vor dem Abtransport nach Auschwitz ist gleichwohl inzwischen ins kollektive Gedächtnis der Deutschen eingeschrieben. Die bereits kurz nach dem Krieg entstandene Legende fußte auf Berichten von Überlebenden und ihren subjektiven Eindrücken. (…)
Eine reale Chance, den Prozess der Judenverfolgung aufzuhalten, der schließlich in den Massenmord mündete, bestand nur an seinem Beginn. Schon 1933 hätte sich eine breite Opposition formieren müssen, als der NS-Staat die ersten antijüdischen Maßnahmen einleitete und die ersten diskriminierenden Gesetze erließ, um die deutschen Juden zu vertreiben. Notwendig wäre ein frühes und breites Engagement in allen Schichten der Gesellschaft, ganz besonders unter den Eliten, gewesen.”(2)

(1) Topographie des Terrors, Barbara Schieb http://www.berlin.de/2013/partner/sonstiges/stiftung-topographie-des-terrors-mit-mehreren-veranstaltern/
(2) Wolf Gruner: Widerstand in der Rosenstraße. Die Fabrik-Aktion und die Verfolgung der „Mischehen“ 1943. Frankfurt/M 2005

Karte aus Gernot Jochheim: Frauenprotest in der Rosenstraße Berlin 1943. Berichte, Dokumente, Hintergründe, Berlin 2002

2013-03-11

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